28.01.26
Am 27. Januar 2026 haben im ehemaligen Hinrichtungshof der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden rund 250 Personen an der zentralen Gedenkfeier der Stadt Dresden zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus teilgenommen, zu der die Stadt Einladungen an alle Fraktionen des Stadtrates gerichtet hatte. Mitveranstalter war das Münchner-Platz-Komitee, das eine Kranzniederlegung durch offizielle AfD-Vertreter für unerwünscht erklärt hatte. Als Mitglieder der Stadtratsfraktion der in Sachsen als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei trotzdem einen Kranz ablegen wollten, blockierten Demonstrierende zeitweilig den Ablauf der Gedenkstunde. Im Anschluss an die Gedenkfeier widmete sich eine Veranstaltung der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden dem Themenjahr zur jüdischen Kultur in Sachsen, „Tacheles 2026“.
13.01.26
Joël Anglès d’Auriac, der während der nationalsozialistischen Herrschaft in der Richtstätte am Münchner Platz in Dresden 1944 hingerichtet wurde, ist von der katholischen Kirche seliggesprochen worden. Er gehört zu insgesamt 50 von den Nationalsozialisten getöteten französischen Laien und Geistlichen, die am 13. Dezember 2025 in der Kathedrale Notre-Dame de Paris unter dem Vorsitz von Kardinal Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg, feierlich zu Seligen erklärt wurden.
18.11.25
Vor 80 Jahre endete mit dem Zweiten Weltkrieg die nationalsozialistische Herrschaft, die Millionen von Menschen ermordet, „umgesiedelt“, verschleppt und ins Exil getrieben hatte. 1945 folgte eine weitere Vertreibungswelle: Dieses Mal traf es in großem Umfang deutsche Bevölkerungsgruppen in Ost- und Südosteuropa. Wie lebt die Erinnerung an Krieg und Vertreibung aus der Nachkriegs-Tschechoslowakei bei den Kindern und Enkeln der vertriebenen Sudetendeutschen fort? Dieser Frage ging eine Veranstaltung der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage nach.
16.10.25
Zwei Enkelinnen und ein Enkel des Dresdner Widerstandskämpfers Kurt Schlosser (1900–1944) haben die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden besucht, den Ort, wo ihr Großvater zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Dabei übergaben Heidi Dammenhayn, Ina Schlosser und Frieder Schlosser am 8. Oktober 2025 nicht nur wertvolle Dokumente aus dem Familienbesitz, sie brachten auch die eine oder andere Familiengeschichte mit.
25.09.25
Erstmals bietet die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an. Die 19-jährige Ella Peter aus Annaberg-Buchholz ergänzt seit Anfang September 2025 das Team der Gedenkstätte, kurz zuvor hatte sie ihr Abitur abgeschlossen. Ella Peter möchte sich insbesondere im Bereich Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit einbringen.
19.09.25
Am Tag des offenen Denkmals am 14. September 2025 haben rund 350 Interessierte die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden besucht. Anlässlich des 80. Jahrestags des Kriegsendes hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, aus der Perspektive der Gefangenen auf die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs zu blicken.
15.09.25
Der tschechische Außenminister Jan Lipavský hat Dr. Birgit Sack, Leiterin der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden, die Medaille „Für Verdienste um die Diplomatie“ verliehen. Überreicht wurde die Auszeichnung am 4. September 2025 von Generalkonsulin Ivona Valhová im Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden. Birgit Sack wurde für ihr langjähriges Engagement zur Förderung der Außenbeziehungen der Tschechischen Republik mit der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt.
02.07.25
Die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden wirkt seit diesem Jahr an der Ausbildung von Rechtsreferendarinnen und Referendaren mit. Der eintägiger Workshop „Recht und Unrecht im Nationalsozialismus“ ist eigens für die angehenden Juristinnen und Juristen entwickelt worden, die im Landgerichtsbezirk Dresden ausgebildet werden. Die Fortbildung soll künftig jährlich wiederholt werden. Sie kann auch von anderen juristischen Ausbildungsstätten gebucht werden.
17.06.25
Bei der diesjährigen Museumsnacht am 14. Juni stellte die Gedenkstätte die Folgen der Bombenangriffe Mitte Februar 1945 für die Gefangenen der Dresdner Haftanstalten ins Zentrum ihres Angebots. Die Gerichtsgefängnisse in der George-Bähr-Straße und in der Mathildenstraße wurden schwer getroffen.
06.06.25
Vor 80 Jahren, nach der Kriegsniederlage des nationalsozialistischen Deutschlands, begannen Gerichte, Deutsche wegen NS-Verbrechen zu verurteilen. Im Osten Deutschlands waren dies auf der einen Seite sowjetische Militärtribunale (SMT) – auf der anderen Seite deutsche Gerichte. Warum hat es zwischen 1945 und 1950 überhaupt diese parallelen Systeme gegeben? Und wie haben sie NS-Verbrechen juristisch aufgearbeitet? Diesen Fragen ging eine gemeinsame Veranstaltung des Hannah-Arendt-Instituts und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden am 5. Juni 2025 nach.