19.03.26
Zur mehrtägigen Lesereihe „Leipzig liest“ im Rahmen der diesjährigen Buchmesse werden in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ wieder verschiedene Bücher präsentiert, die sich mit der Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur in der SBZ und DDR und deren Auswirkungen bis heute
auseinandersetzen. Insgesamt finden 15 Lesungen und Buchpräsentationen, davon drei Buchpremieren im
ehemaligen Stasi-Kinosaal statt, die mit Zeitzeugengesprächen, Podiumsdiskussionen oder Fotodokumentationen kombiniert sind. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.
18.03.26
Einige seiner Fotos kennt fast jeder – der Fotograf Fred Stein (1909-1967) ist dagegen auch in seinem Geburtsort Dresden weitgehend unbekannt. Dies werde die von dem Historiker Prof. Daniel Siemens veröffentlichte Biografie ein Stück weit ändern, sagte Prof. Mike Schmeitzner vom Hannah-Arendt-Institut bei der Buchpräsentation, zu der zahlreiche Interessierte am 16. März 2026 in die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden gekommen waren. Siemens stellte nicht nur den Fotografen Fred Stein vor, sondern auch den aus Deutschland 1933 geflohenen Juden, den Exilanten und den politischen Menschen. Die Veranstaltung – die erste öffentliche Präsentation des Buches überhaupt – war eine Kooperation der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden und des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung in Dresden.
18.03.26
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten teilt eine Meldung des Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V.:
Im Jahr 2025 konnten – finanziert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur – im Archiv Bürgerbewegung Leipzig (ABL) zwei Fotobestände digitalisiert und erschlossen werden.
17.03.26

Die dritte Folge des Podcasts „Verbotene Zone. Der Podcast der Gedenkstätte Bautzen“ beschäftigt sich mit etwas Außergewöhnlichem: drei Meter hoch, 450 Kilo schwer, 30 Jahre lang mitten in Bautzen: Das Ernst-Thälmann-Denkmal war der Ort, an dem Generationen von Kindern zu Pionieren wurden. 1991 verschwand es über Nacht – ohne Diskussion, ohne Debatte. Heute liegt die Statue im Keller der Gedenkstätte Bautzen. Mit Farbe besprüht. Mit einer goldenen Faust. Diese Folge fragt: Was tun mit ungeliebten Denkmälern? Wegschaffen? Aufstellen? Im Dunkeln lassen?
16.03.26
Vertreter der Abteilung Kriegsgräber des Verteidigungsministeriums der Tschechischen Republik sowie der tschechischen Armee und des Tschechoslowakischen Legionärsverbands aus Liberec haben am 13. März 2026 die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden sowie Dresdner Friedhöfe besucht. Sie gedachten der tschechischen Opfer, die während des Nationalsozialismus wegen ihres Widerstandes gegen die deutsche Besatzungsherrschaft am Münchner Platz hingerichtet wurden. Im Mittelpunkt standen die früheren tschechoslowakischen Legionäre des Ersten Weltkriegs.
13.03.26
Die Autorin und Mitbegründerin der aus Russland stammenden Menschenrechtsorganisation Memorial, Irina Scherbakowa, spricht am 18. März 2026 in der Gedenkstätte Bautzner Straße und auf Einladung der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain um 18 Uhr über das lange verschwiegene Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener des Zweiten Weltkriegs. Anlass sind neue Interviews mit Nachkommen ehemaliger Rotarmisten, aus denen Kurzfilme entstanden sind, die der Historiker Aren Vanyan vorstellt.
12.03.26
Mitte Oktober 1944 erreichten zwei Zugtransporte mit 1.400 verletzten und kranken Soldaten des Warschauer Aufstandes und dem medizinischen Personal der aufständischen Krankenhäuser das Kriegsgefangenenlager Zeithain. Sie wurden in Holzbaracken einquartiert und gründeten das Polnische Militärkrankenhaus Zeithain. Dank ihrer Behandlung gemäß der Genfer Konvention und des gewaltigen Engagements der Ärzte und vor allem der Krankenschwestern und dem Hilfspersonal erreichte das Krankenhaus in kurzer Zeit ein in anderen Lagerkrankenhäusern nicht anzutreffendes Pflege- und Hygieneniveau.
11.03.26
Seit dem 1. März 2026 ist die Historikerin Martina Meiselbach wissenschaftliche Referentin für internationale Vernetzung in der Geschäftsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden. Zu ihren zentralen Aufgaben gehört die Vorbereitung und Organisation des ersten Deutsch-Polnischen Gedenkstättenforums, das im November 2026 in Dresden und Pirna stattfinden soll.
11.03.26

Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten teilt Veranstaltungsankündigungen der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig:
Auch im April hat die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig für Interessierte verschiedene Angebote.
10.03.26
In der Dauerausstellung der Gedenkstätte Münchner Platz erinnern Karteikarten an die im Hinrichtungshof des Dresdner Landgerichts getöteten Menschen. Seit 2014 wurden schrittweise Biographien ergänzt. Diese Woche kamen nun 80 neue Biographien hinzu. In knapper Form können die Lebens- und Verfolgungsgeschichten dieser Menschen nachvollzogen werden. Die meisten von ihnen waren im tschechischen Widerstand gegen die deutsche Besatzungsherrschaft aktiv.