04.09.26
Philippe Anglès-Dauriac, der Neffe des 1944 am Münchner Platz hingerichteten Franzosen Joël Anglès d’Auriac, hat am 26. August 2026 in Begleitung seiner Frau und zweier katholischer Priester aus dem Bistum Toulon die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden besucht. Joël Anglès d’Auriac war Ende 2025 zu einem Seligen der katholischen Kirche erklärt worden. Seit einigen Monaten werden Vorbereitungen getroffen, auf dem Neuen Katholischen Friedhof einen Grabstein für ihn niederzulegen.
31.08.26
Nach einem Jahr Freiwilligendienst hat die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden Ella Peter verabschiedet. „Ella Peter hat sich wunderbar bei uns im Team eingebracht“, sagt Gedenkstättenleiterin Dr. Birgit Sack. „Es freut uns sehr, dass sie uns als Guide erhalten bleibt.“ Während des einjährigen Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) Politik hat die 20-jährige Ella Peter insbesondere bei den Bildungsangeboten der Gedenkstätte mitgewirkt. Besonders bemerkenswert ist ein von ihr eigenständig entwickeltes Schulprojekt zu den „Bausoldaten“ in der DDR.
27.08.26
Die Ausgabe 166/2026 der Dresdner Hefte widmet sich spektakulären Kriminalfällen sowie den Institutionen der kriminalistischen Aufklärung. Unter dem Titel „Tatort Talstraße. Ein Doppelmord erschüttert die städtische Nachkriegsgesellschaft“ stellt die Leiterin der Gedenkstätte, Dr. Birgit Sack, einen brutalen Doppelmord vor, der sich 1946 in der Dresdner Neustadt ereignete.
23.07.26
Der Zellengang der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden ist kürzlich saniert worden. Handwerker haben die bröckelnde Ziegelsteinmauer auf ganzer Länge trockengelegt und neu verputzt – und dabei historische Spuren freigelegt. Besucherinnen und Besucher können nun die Umrisse einer zugemauerten Tür erkennen sowie zwei zugemauerte Fenster. Was hat es mit diesen Spuren auf sich? In welchem Zusammenhang stehen sie mit dem Gericht, der Haftanstalt und der Hinrichtungsstätte am Münchner Platz?
18.03.26
Einige seiner Fotos kennt fast jeder – der Fotograf Fred Stein (1909-1967) ist dagegen auch in seinem Geburtsort Dresden weitgehend unbekannt. Dies werde die von dem Historiker Prof. Daniel Siemens veröffentlichte Biografie ein Stück weit ändern, sagte Prof. Mike Schmeitzner vom Hannah-Arendt-Institut bei der Buchpräsentation, zu der zahlreiche Interessierte am 16. März 2026 in die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden gekommen waren. Siemens stellte nicht nur den Fotografen Fred Stein vor, sondern auch den aus Deutschland 1933 geflohenen Juden, den Exilanten und den politischen Menschen. Die Veranstaltung – die erste öffentliche Präsentation des Buches überhaupt – war eine Kooperation der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden und des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung in Dresden.
16.03.26
Vertreter der Abteilung Kriegsgräber des Verteidigungsministeriums der Tschechischen Republik sowie der tschechischen Armee und des Tschechoslowakischen Legionärsverbands haben am 13. März 2026 die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden sowie Dresdner Friedhöfe besucht. Sie gedachten der tschechischen Opfer, die während des Nationalsozialismus wegen ihres Widerstandes gegen die deutsche Besatzungsherrschaft am Münchner Platz hingerichtet wurden. Im Mittelpunkt standen die früheren tschechoslowakischen Legionäre des Ersten Weltkriegs.
10.03.26
In der Dauerausstellung der Gedenkstätte Münchner Platz erinnern Karteikarten an die im Hinrichtungshof des Dresdner Landgerichts getöteten Menschen. Seit 2014 wurden schrittweise Biographien ergänzt. Diese Woche kamen nun 80 neue Biographien hinzu. In knapper Form können die Lebens- und Verfolgungsgeschichten dieser Menschen nachvollzogen werden. Die meisten von ihnen waren im tschechischen Widerstand gegen die deutsche Besatzungsherrschaft aktiv.
28.01.26
Am 27. Januar 2026 haben im ehemaligen Hinrichtungshof der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden rund 250 Personen an der zentralen Gedenkfeier der Stadt Dresden zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus teilgenommen, zu der die Stadt Einladungen an alle Fraktionen des Stadtrates gerichtet hatte. Mitveranstalter war das Münchner-Platz-Komitee, das eine Kranzniederlegung durch offizielle AfD-Vertreter für unerwünscht erklärt hatte. Als Mitglieder der Stadtratsfraktion der in Sachsen als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei trotzdem einen Kranz ablegen wollten, blockierten Demonstrierende zeitweilig den Ablauf der Gedenkstunde. Im Anschluss an die Gedenkfeier widmete sich eine Veranstaltung der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden dem Themenjahr zur jüdischen Kultur in Sachsen, „Tacheles 2026“.
13.01.26
Joël Anglès d’Auriac, der während der nationalsozialistischen Herrschaft in der Richtstätte am Münchner Platz in Dresden 1944 hingerichtet wurde, ist von der katholischen Kirche seliggesprochen worden. Er gehört zu insgesamt 50 von den Nationalsozialisten getöteten französischen Laien und Geistlichen, die am 13. Dezember 2025 in der Kathedrale Notre-Dame de Paris unter dem Vorsitz von Kardinal Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg, feierlich zu Seligen erklärt wurden.
18.11.25
Vor 80 Jahre endete mit dem Zweiten Weltkrieg die nationalsozialistische Herrschaft, die Millionen von Menschen ermordet, „umgesiedelt“, verschleppt und ins Exil getrieben hatte. 1945 folgte eine weitere Vertreibungswelle: Dieses Mal traf es in großem Umfang deutsche Bevölkerungsgruppen in Ost- und Südosteuropa. Wie lebt die Erinnerung an Krieg und Vertreibung aus der Nachkriegs-Tschechoslowakei bei den Kindern und Enkeln der vertriebenen Sudetendeutschen fort? Dieser Frage ging eine Veranstaltung der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden im Rahmen der Tschechisch-Deutschen Kulturtage nach.