Motorsensen an, Ärmel hoch und los.
09.06.26
Leipziger Abiturientinnen und Abiturienten des Evangelischen Schulzentrums Leipzig haben für die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain angepackt und historische Orte wieder sichtbar gemacht. Sie unterstützten zehn Tage die Gedenkstätte durch praktische Arbeitseinsätze.
In diesem Jahr engagierten sie sich am Bahnhof Jacobsthal und auf einem der Friedhöfe in Zschepa.
Der Bahnhof Jacobsthal war zwischen 1941 und 1945 der Ankunftsort für schätzungsweise 200.000 Kriegsgefangene, die im benachbarten Kriegsgefangenenlager interniert waren.
Mit Motorsensen, Astscheren und weiteren Gartengeräten befreiten die Jugendlichen die Flächen von dichtem Bewuchs. Wiesen wurden gemäht, Sträucher zurückgeschnitten und das Gelände rund um ein ehemaliges Waschhaus, das einst zum Bahnhof gehörte, freigeräumt. Ebenso wurde ein Zugang zum Gelände, auf dem damals die Waggons mit Kriegsgefangenen sowie Versorgungs- und Baumaterialien entladen wurden, von Gestrüpp und Bewuchs befreit.
Ein weiterer Teil des Arbeitseinsatzes führte die Schülerinnen und Schüler zum italienischen Gedenkort im Ortsteil Zschepa. Dort erneuerten sie die Gedenkkreuze, die vor rund 21 Jahren ebenfalls von Jugendlichen im Rahmen des katholischen Weltjugendtages errichtet worden waren. Die Kreuze erinnern an die 874 italienischen Kriegsgefangenen, die in Zeithain ums Leben kamen.
Kontakt
Nora Manukjan
Referentin Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain
Tel: 03525 510472
nora.manukjan@stsg.de

