Tag des offenen Denkmals 2026 – Ein Rundgang im Nikopol
Datum:
Veranstalter:
Gedenkstätte Ehrenhain ZeithainOrt:
Treffpunkt: siehe unten im Text
Am 13. September 2026 findet der Tag des offenen Denkmals statt. Motto und damit Thema sind in diesem Jahr Netzwerke und die ihnen zugrundeliegende Infrastruktur. Gebaut in Stein, Beton oder Metall haben Menschen diese Infrastruktur entstehen und wachsen lassen – das macht sie zu Denkmalen, die unsere täglichen Wege seit jeher mitbestimmen. Das Motto lädt dementsprechend dazu ein, auch Denkmäler neuerer Herkunft und abseits von Schlössern und Stauen in den Mittelpunkt zu stellen und in ihrer historischen Wertigkeit anzuerkennen.
Ausgangspunkt von Mobilität und grundlegende Infrastruktur sind die Wohngebiete eines jeden Ortes. In Zeithain ist kaum ein Quartier so bekannt wie der sogenannte Nikopol, eine Wohnblocksiedlung aus den 1980er Jahren. Für einen Ort der Dimension Zeithains erscheint es vielen Auswärtigen zunächst ungewöhnlich einen derart großen Ortsteil vorzufinden. Den meisten ist unklar, dass die damals sehr modernen ausgestatteten Wohnblöcke gebaut wurden, um Wohnraum für Offiziere, Berufsunteroffiziere und deren Familien in der Nähe des NVA-Truppenübungsplatzes zu schaffen. Ebenso wurden dort viele Werktätige aus dem benachbarten Rohrwerk untergebracht.
Seit 1990 haben sich der Ruf und die Beliebtheit des Ortsteils rasant verändert und trotz seiner Bekanntheit wissen viele nichts Genaues über die Geschichte des Nikopol. Woher kommt eigentlich der markante Name? Gibt es Bezüge zwischen Nikopol und dem sowjetischen Ehrenhain? Wem gehörte der Nikopol vor 1990 und wem gehören die Wohnungen heute? Welche Gebäude wurden in den 1980ern gebaut und sind heute verschwunden?

Mit einem Rundgang am Tag des offenen Denkmals laden die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain und der Elbe-Röder-Dreieck e. V. zur Spurensuche zur Geschichte des Nikopol ein. Wir freuen uns über die Teilnahme vieler ehemaliger und jetziger Bewohner, welche herzlich dazu eingeladen sind, ihre Erinnerungen, Fotografien und Anekdoten über den Nikopol mit den Anwesenden zu teilen.
Treffpunkt: Luftbild an der Lichtenseer Straße Ecke Nipoler Straße (zwischen Haus Nummer 11 und 9 der Nikopoler Straße)
51.335127216657966, 13.343280988835227
https://maps.app.goo.gl/dTeD941BoHqgBQv39
Kontakt:
Milan Spindler (Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pädagogik)
Tel.: 03525 510472
milan.spindler@stsg.de

