Totenbuch sowjetische Kriegsgefangene
Seit 2000 werden durch das Projekt „Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene und Internierte. Forschungen zum Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit.“ sämtliche Personalunterlagen der Wehrmacht zu sowjetischen Kriegsgefangenen digitalisiert und für humanitäre und wissenschaftliche Zwecke eingeschränkt zur Verfügung gestellt. Diese Arbeiten werden im Auftrag der Bundesregierung unter Leitung der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten durchgeführt. Die Durchführung wird vom Bundesministerium des Innern (Deutsch-Russische Historikerkommission) sowie vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gesichert. Partner in Russland sind der Generalstab der Streitkräfte der Russischen Föderation, das Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation, das Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation (ZAMO) sowie die staatlichen Archivdienste und der FSB. In Belarus sind es der KGB und ebenfalls die staatlichen Archivdienste, in der Ukraine das Staatliche Archivkomitee und der SBU (früher KGB). Mit Stand September 2009 sind 750.000 Personen erfasst, von denen über 23.000 in Zeithain verstorben und begraben sind.
