09.09.12
Zur Veranstaltung am 19.09.2012
Um an begehrte Devisen heranzukommen, verkaufte die DDR mehr als 33.000 von Stasi-Chef Erich Mielke als »Schmarotzer« bezeichnete politische Häftlinge an die Bundesrepublik Deutschland. Darunter waren auch zahlreiche Gefangene aus Bautzen II, der Sonderhaftanstalt der Staatssicherheit. Für viele Häftlinge war der Freikauf die einzige Chance, vorzeitig oder überhaupt aus der Haft entlassen zu werden.
03.09.12
Mit einem Rekord der Teilnahme ehemaliger politischer Häftlinge beider Bautzener Gefängnisse lädt die Gedenkstätte Bautzen zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals ein. Bislang haben sich 45 Zeitzeugen angemeldet, um über ihre Haftzeit im Speziallager Bautzen, in der DDR-Strafvollzugsanstalt Bautzen I oder in der Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II zu berichten.
28.08.12
Karsten Mädicke (44) aus Rutesheim bei Stuttgart fiel aus allen Wolken, als er am Dienstagnachmittag von Cornelia Liebold, stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte Bautzen, als einmillionster Besucher begrüßt wurde. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Söhnen wollte er sich einen besonderen Urlaubstag machen.
27.06.12
Politische Häftlinge waren in all ihrer menschlichen Tragik immer wieder Thema filmischer Auseinandersetzungen. Zahlreiche internationale Produktionen behandeln die realen Schicksale der Eingesperrten und ihrer Angehörigen. Im Spannungsfeld zwischen historischen Abläufen und dramaturgischen Umgestaltungen entstanden preisgekrönte filmische Meisterwerke.
12.06.12
Vor 40 Jahren wurde der Grundlagenvertrag geschlossen. Die Bundesrepublik erkannte die DDR staatsrechtlich an. Beide deutsche Staaten versprachen sich die Aufnahme „normaler nachbarschaftlicher Beziehungen“. Egon Bahr, der als westdeutscher Unterhändler maßgeblich am Vertragsabschluss beteiligt war, urteilte lakonisch »Bisher hatten wir keine Beziehungen, jetzt werden wir schlechte haben, und das ist der Fortschritt«.
29.05.12
Mit dem »Hörgang Bautzen II« bietet die Gedenkstätte Bautzen eine außergewöhnliche und in der Gedenkstättenlandschaft bislang einmalige Form der Vermittlung. »Hörgang Bautzen II« ist ein akustisches Erlebnis, das den Besuchern der Gedenkstätte Bautzen auf ganz unmittelbare Weise einen Eindruck davon vermittelt, was Isolation und Überwachung in der berüchtigten Stasi-Sonderhaftanstalt bedeuteten.
16.05.12
Unter dem Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages »Welt im Wandel – Museen im Wandel« behandeln stündlich vorgeführte Dokumentarfilme den »Wandel durch Annäherung« (Egon Bahr) in den deutsch-deutschen Beziehungen und dessen Folgen.
04.05.12
»Sie werden platziert!« Wer, der jemals ein DDR-Restaurant besuchte, kennt nicht diese seltsame Aufforderung? Zu warten, bis einem trotz freier Tische erst der Kellner einen Platz zuweisen muss, war einer der seltsamsten Bräuche im Alltag der DDR. Mit der deutschen Einheit verschwand er sofort, im Gedächtnis ist er allen geblieben.
23.04.12
Der Antifaschismus war eines der gewichtigsten Dogmen der SED-Diktatur und wurde bis zum Ende der DDR propagandistisch instrumentalisiert. Politische Gegner wurden schnell des »Faschismus« bezichtigt, der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 zum »faschistischen Putschversuch« umgedeutet, die Mauer als »antifaschistischer Schutzwall« gerechtfertigt. Auch mit ihrem Bekenntnis zur »Völkerfreundschaft« richtete sich die DDR offiziell gegen nationalistische Anmaßungen und rassistische Vorbehalte.
18.04.12
Künftig werden den Besuchern der Gedenkstätte Bautzen Getränke und kleinere Speisen in einem neu eingerichteten Café angeboten. Das Café befindet sich in einer renovierten Garage im unmittelbaren Eingangsbereich der Gedenkstätte. Es ist während der regulären Öffnungszeiten täglich uneingeschränkt barrierefrei zugänglich.