Leiterin des Erinnerungsortes Torgau spricht über Torgauer Militärgefängnisse im Zweiten Weltkrieg
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Rathaus Torgau, Kleiner Ratssaal, Markt 1, 04860 Torgau
Unter dem Titel „Erziehung zum Vernichtungskrieg“ findet am 10. Dezember 2025 um 19 Uhr eine Vortragsveranstaltung im Rathaus Torgau statt. Elisabeth Kohlhaas, Leiterin des Erinnerungsortes Torgau, informiert darin über die Militärhaft in Torgau während des Zweiten Weltkrieges. Veranstalter ist der Geschichtsverein Torgau. Der Eintritt ist frei.
Damals befanden sich in der Stadt zwei große Militärgefängnisse der Nationalsozialisten: Fort Zinna und Brückenkopf. Torgau kam damit eine zentrale Rolle für den militärischen Strafvollzug zu. Mehr als 60 000 Militärgefangene waren in den Kriegsjahren hier inhaftiert. Mehrere Hundert Verurteilte wurden hingerichtet.
Zudem nahm 1943 das Reichskriegsgericht als oberstes militärisches Gericht der Nationalsozialisten seinen Sitz in Torgau. Torgaus Bedeutung für die Militärjustiz der Nationalsozialisten reichte in das gesamte besetzte Europa hinein.
Elisabeth Kohlhaas schildert anhand von Fotos und Dokumenten die Haftbedingungen in den beiden Militärgefängnissen. Der Alltag war meist von Drill, Zwangsarbeit und Hunger geprägt. Der Vortrag stellt persönliche Schicksale der Gefangenen vor, geht auf die Ziele und die Aufgaben des militärischen Strafvollzugs vor dem Hintergrund des Vernichtungskrieges ein und beleuchtet die Einsätze der Gefangenen in der Bewährungstruppe 500 und in den Strafeinheiten als besondere Formen des Strafvollzugs.
Kontakt
Klaus Geißler
Referent für Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 03421 7739684
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