Stasi-Beauftragter Jahn erinnert sich: Gedenkstätten arbeiten alle Facetten der Geschichte auf
MÜNSTER Sie wollten fliehen, doch sie starben im Kugelhagel an der Mauer. Gedacht wurde der Opfer nicht. Natürlich nicht. So war das in der DDR. Roland Jahn hat das dennoch nicht vergessen. Zu sehr haben sich diese Erlebnisse in sein Gedächtnis eingebrannt.
Fast siebzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erfährt ein norddeutscher Klempnermeister vom Schicksal seines verschollenen Vaters. Die Nachricht verändert sein Leben – und das seiner Familie. Die Geschichte einer späten Suche, die dank der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten erfolgreich verläuft.
Ein Gedenkort wird künftig an die größte Abschiebehaftanstalt der DDR in Chemnitz-Kaßberg erinnern. Ein erhaltener Wachturm und zwei Mauersegmente sollen um fünf gleichhohe Informationselemente aus Glas ergänzt werden. Das sieht ein Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Berthold Weidner/Martin Bennis (Stuttgart/Berlin) vor, der jetzt realisiert werden soll, wie die Stiftung Sächsische Gedenkstätten am Montagabend mitteilte.
Ab 1. Januar 2023 hat nach dem Sächsischen Transparenzgesetz jede Person auf Antrag Anspruch auf Zugang zu den bei einer transparenzpflichtigen Stelle verfügbaren Informationen, soweit keine Ausnahme gilt. Sobald die Sächsische Transparenzplattform im Internet errichtet ist, spätestens ab 1. Januar 2026, werden transparenzpflichtige Stellen zusätzlich verpflichtet sein, die in § 8 des Sächsischen Transparenzgesetzes genannten Informationen auf dieser Plattform zu veröffentlichen.
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft ist eine transparenzpflichtige Stelle.
Gefördert durch
Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.