Buchpräsentation und Gespräch zur Leipziger Buchmesse
Datum:
20.03.26
(20:00)
Veranstalter:
Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" LeipzigOrt:
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“, Kinosaal, Dittrichring 24, 04109 Leipzig
Auch nach der Jahrtausendwende hing Werner Tübkes sozialistisches Propagandabild „Arbeiterklasse und Intelligenz“ noch immer unkommentiert in der Universität Leipzig. Der Schriftsteller Erich Loest beauftragte bei Reinhard Minkewitz das Gemälde „Aufrecht stehen“. Das Gegenbild wird zum Politikum der Aufarbeitung der SED-Diktatur. Loests Lebensgefährtin Linde Rotta schildert in ihrem Buch „Rost war die Farbe der Zeit“ unverblümt und präzise den langen Kampf um die Wahrhaftigkeit der Geschichtsdarstellung an der Leipziger Universität.
Nach der Lesung kommt die Autorin unter der Moderation von Verlagsleiter Ulrich Leinz mit dem Leiter der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten Dr. Bert Pampel ins Gespräch. Er wird die Verfolgung des auch auf dem Gemälde dargestellten Herbert Belter und anderer aufgreifen, die als Studenten öffentlich gegen die kommunistische Diktaturdurchsetzung aufbegehrten und dafür von sowjetischen Militärtribunalen verurteilt wurden. Das Todesurteil gegen Herbert Belter und seine Hinrichtung in Moskau jähren sich 2026 zum 75. Male.
Kontakt
Dr. Bert Pampel, Leiter der Dokumentationsstelle Dresden | Stiftung Sächsische Gedenkstätten
Tel. 0351 4695548
bert.pampel@stsg.de
www.dokst.de

