Die Großenhainer Widerstandsgruppe „Albatros“ vor Gericht
Datum:
Veranstalter:
Dokumentationsstelle DresdenOrt:
Museum Alte Lateinschule Großenhain, Kirchplatz 4, 01558 Grossenhain
Am 29. April 1952 standen in Potsdam, auf dem Hauptgelände der sowjetischen Militärspionageabwehr in Deutschland, fünf Männer vor dem Militärtribunal der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland.
Die Angeklagten hatten sich in der Ortsgruppe und im Kreisverband Großenhain der Liberaldemokratischen Partei Deutschlands (LDP) engagiert und gerieten aufgrund ihrer freiheitlich-demokratischen Ansichten in Konflikt zum kommunistischen Regime.
Fritz Riebling, Günther Domschke und Joachim Schenk bezahlten Ihren Kampf gegen die SED-Diktatur mit dem Tode und wurden in Moskau erschossen. Die übrigen verbüßten ihre Strafen in sowjetischen Arbeitslagern bzw. in DDR-Haft.
Die Mitglieder der Gruppe wurden nach 1990 durch die russische Hauptmilitärstaatsanwaltschaft als Opfer politischer Repressionen rehabilitiert.
Die Rostocker Historikerin Dr. Natalja Jeske stellt ihre Forschungsergebnisse zur liberalen Widerstandsgruppe „Albatros“ vor.

