Gedenkstätte Münchner Platz Dresden erstmals bei der Langen Nacht der Wissenschaften
Datum:
Veranstalter:
Gedenkstätte Münchner Platz DresdenOrt:
Gedenkstätte Münchner Platz Dresden,
Veranstaltungsraum,
Münchner Platz 3,
01187 Dresden
Die Gedenkstätte lädt am 26. Juni 2026, um 20 Uhr, zusammen mit dem Hannah-Arendt-Institut (HAIT) zu einem Podiumsgespräch „Zwischen Schwarzmarkt und Kannibalismus. Nachkriegskriminalität in Dresden“ mit Dr. Birgit Sack und Prof. Dr. Mike Schmeitzner ein:
Diebstähle, Plünderungen und Schwarzhandel beschäftigten die Dresdner Kriminalpolizei in den Jahren nach Kriegsende. Die Not breiter Bevölkerungsschichten in der kriegszerstörten Stadt war groß, Raubmord das häufigste Kapitalverbrechen. Ein brutaler Doppelmord, der sich 1946 in der Dresdner Neustadt ereignete, sorgte wegen der Weitergabe von Menschenfleisch für große Unruhe in der Bevölkerung. Wie ging die neu aufgestellte Kriminalpolizei mit dieser schwierigen Lage um?
Außerdem finden hier weitere Veranstaltungen des HAIT statt:
18.00 Uhr
„Echter“ als die Wirklichkeit? KI-Bilder & Videos als Herausforderung für die Geschichtswissenschaft
(Dr. Andreas Kötzing)
Bilder & Videos von historischen Ereignissen, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt worden sind, sind inzwischen allgegenwärtig. Nicht nur Gedenkstätten schlagen zurecht Alarm, denn die KI-Inhalte lassen die Grenzen zwischen Fiktion & historischer Realität zunehmend verschwimmen. Für die Geschichtswissenschaft stellt sich die Frage, wie man quellenkritisch auf die neuen Herausforderungen reagieren kann. Im Kern der Debatte geht es um eine alte Frage: Was ist ein authentisches Bild?
19.00 Uhr
NS-Verbrechen im Visier: Frühe sowjetische Todesurteile gegen Deutsche
(Prof. Dr. Mike Schmeitzner)
Im Vortrag stehen die von 1944 bis 1947 ergangenen Todesurteile von Sowjetischen Militärtribunalen gegen Deutsche im Fokus. Anders als in den Jahren 1950 bis 1953 standen in diesem Zeitraum mehrheitlich nicht Verurteilungen wegen Widerstand und Spionage im Fokus, sondern schwerpunktmäßig deutsche Kriegsverbrechen. Hierbei werden sowohl der Umfang als auch die konkrete Verfolgungspraxis beleuchtet und prominente Beispiele wie der sächsische Gauleiter Martin Mutschmann behandelt.
Der Eintritt ist jeweils frei.
Kontakt:
Dr. Gerald Hacke (Wissenschaftliche Dokumentation und Ausstellungsbetreuung)
Tel. 0351 46331952
gerald.hacke@stsg.de

