Digitalisierung von personenbezogenen Unterlagen zur sowjetischen Verfolgung 1945–1956
21.08.26
Zu den Unterlagen zählen u. a. Kopien von Akten aus dem Russischen Staatlichen Militärarchiv (RGWA) und dem Zentralarchiv des FSB, insbesondere Verhörprotokolle, Urteile sowie Gnadengesuche, aber auch Bescheide über eine Rehabilitierung nach 1991 bzw. deren Ablehnung. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur langfristigen Sicherung dieser Dokumente und zur weiteren Aufarbeitung der Geschichte.
Im Rahmen des Projekts werden die Dokumente digitalisiert, samt ihrer Metadaten in der Personendatenbank der Dokumentationsstelle erfasst und anschließend in das digitale Langzeitarchiv RODA übertragen. Der quelloffene Archivspeicher zur Verwaltung digitaler Objekte ist vollkommen konform mit dem OAIS-Standard für Archivinformationssysteme. Später ist die Anbindung an ein Nutzerportal geplant, das als „digitaler Lesesaal“ den Zugriff auf die digitalisierten Unterlagen ermöglicht. Je nach Nutzungsberechtigung werden die Inhalte frei zugänglich, eingeschränkt zugänglich oder gesperrt bereitgestellt. Darüber hinaus wird ein Zugriff über die Deutsche Digitale Bibliothek geprüft.
Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Projekts ist die Klärung der Nutzungsrechte an den Dokumenten. Hierzu werden derzeit die Rechteinhaber kontaktiert.
Die Arbeiten erfolgen schrittweise über die gesamte Projektlaufzeit bis Ende 2027.
Kontakt
Tel. 0351 2788503-11
bert.pampel@stsg.de
www.dokst.de

