Stiftungsgeschäftsführer Dr. Markus Pieper beim Bundeskongress Aufarbeitung 2026 in Chemnitz
25.04.26
Vom 24. bis 26. April 2026 fand in Chemnitz der 29. Bundeskongress Aufarbeitung statt. Ausrichterin war die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Unter dem Titel „Orte bleiben. Gedenkstätten und die Zukunft des Erinnerns“ rückte der Kongress die Bedeutung von Gedenkstätten für die Auseinandersetzung mit politisch motiviertem Unrecht in der DDR und die Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in den Fokus.
Beim feierlichen Auftakt am 24. April richteten neben dem Eröffnungsvortrag von Dr. Markus Pieper auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Präsident des Sächsischen Landtags Alexander Dierks sowie Chemnitz’ Oberbürgermeister Sven Schulze Grußworte an die Teilnehmenden. Zudem sprachen die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag, Evelyn Zupke, die Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung, Dr. Anna Kaminsky, sowie die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Dr. Nancy Aris. Markus Piepers Eröffnungsvortrag beleuchtete dabei die Besonderheiten und Entwicklungen der sächsischen Gedenkstättenlandschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Orte des Erinnerns in Sachsen in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben, welche Herausforderungen sie prägen und welche Chancen sich für Bildung, Forschung und Vermittlung ergeben.
Chemnitz war als Austragungsort bewusst gewählt worden. Mit der Gedenkstätte Hoheneck und dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis standen zwei Erinnerungsorte der Region im Zentrum, die erst in den vergangenen Jahren entstanden sind und exemplarisch für aktuelle Prozesse der Gedenkstättenarbeit stehen. Führungen und Gespräche zu Entstehung, Rahmenbedingungen und Perspektiven dieser Orte bildeten entsprechend zentrale Programmpunkte.
Der Bundeskongress gilt als das bundesweite Forum, bei dem Betroffene von SED-Unrecht direkt mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik sowie mit Akteurinnen und Akteuren der Aufarbeitung ins Gespräch kommen. Die Stiftung dankt der Sächsischen Landesbeauftragten für die Einladung sowie allen beteiligten Partnern und Teilnehmenden für den offenen, intensiven Austausch in Chemnitz.
Kontakt
Sven Riesel
Stellvertretender Geschäftsführer | Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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