Das Museum im Stasi-Bunker in Machern bei Leipzig bietet am 25. und 26. April 2026 wieder Rundgänge durch die unterirdische Anlage an
22.04.26
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten teilt eine Meldung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ Leipzig:
Am Samstag und Sonntag, den 25. und 26. April 2026 hat das Museum im Stasi-Bunker bei Machern wieder geöffnet. Dann können von 13 bis 16 Uhr interessierte Besucher die original erhaltene Bunkeranlage besichtigen und mehr über die Ernstfallplanungen der Staatssicherheit erfahren.
Der ehemalige Stasi-Bunker befindet sich inmitten des Naherholungsgebietes „Lübschützer Teiche“, etwa 30 km östlich von Leipzig. Am Rande des beliebten Ausflugsortes in Machern baute die Stasi Ende der 1960er Jahre heimlich den Bunker als Ausweichführungsstelle des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig. Ein 100 Mann starker Führungsstab um den Leipziger Stasi-Chef hätte hier im Kriegesfall seine geheimpolizeiliche Tätigkeit weitergeführt. Bis 1989 wurde die unterirdische Anlage funktionsbereit gehalten, um auch während eines Ausnahmezustandes den Machtanspruch des SED-Regimes aufrechtzuerhalten.
Während des Rundgangs durch die unterirdische Anlage erfahren die Gäste interessante Details zur Baugeschichte, wie die Versorgungssysteme funktionierten und DDR-weit Nachrichtenkontakte zustande gekommen wären. Die Planungen die mit dem Bunkerbau einhergingen reichten von der weiteren und noch intensiveren Überwachung der Bevölkerung bis hin zu vorbereiteten Isolierungslagern für Oppositionelle.
Tipp: Das Museum im Stasi-Bunker bei Machern bietet ganzjährig jedes letzte Wochenende das geschlossen im Monat liegt von 13 bis 16 Uhr Rundgänge durch die unterirdische Anlage an. Außerdem hat das Museum im Stasi-Bunker auch am Samstag, den 9. Mai 2026 von 17 bis 23 Uhr zur Museumsnacht geöffnet. Außerdem können Gruppen jederzeit einen Termin für eine Sonderführung buchen.
Letztmalig kann dann noch einmal die Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ mit Fotos von Harald Hauswald besichtigt werden
Die Ausstellung der OSTKREUZ Agentur der Fotografen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeigt über 100 bekannte und unbekannte Fotografien von Harald Hauswald. Er zog in den achtziger Jahren durch Ost-Berlin und fotografierte, was andere übersehen oder für uninteressant halten: kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Hauswalds Bilder prägen das Bild der späten DDR und werden in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Die OSTKREUZ Agentur der Fotografen wurde 1990 von 7 ostdeutschen Fotografen und Fotografinnen gegründet und gilt heute als das renomierteste Fotografenkollektiv Deutschlands. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist.
Die Ausstellung der OSTKREUZ Agentur der Fotografen und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zeigt über 100 bekannte und unbekannte Fotografien von Harald Hauswald. Er zog in den achtziger Jahren durch Ost-Berlin und fotografierte, was andere übersehen oder für uninteressant halten: kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Hauswalds Bilder prägen das Bild der späten DDR und werden in zahlreichen Ausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt. Die OSTKREUZ Agentur der Fotografen wurde 1990 von 7 ostdeutschen Fotografen und Fotografinnen gegründet und gilt heute als das renomierteste Fotografenkollektiv Deutschlands. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist.
Weitere Informationen: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/vermitteln/ausstellungen/voll-der-osten
Kontakt:
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker
Tel: 0341 9612443
Fax: 0341 9612499
mail@runde-ecke-leipzig.de

