Zeitzeugenführungen mit Andreas Herzog in der Gedenkstätte Bautzen
Datum:
Veranstalter:
Gedenkstätte BautzenOrt:
Gedenkstätte Bautzen
Weigangstraße 8a
02625 Bautzen
In regelmäßigen Abständen führen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen durch die Gedenkstätte Bautzen und teilen ihre persönlichen Erfahrungen als politische Gefangene in der DDR. Bei dieser Gelegenheit können Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte mit ihnen ins Gespräch kommen.
Eine Geschichte von Mut, Freundschaft und dem Wunsch nach Freiheit. Führung mit Zeitzeuge Andreas Herzog.
am 6. November 2026
Freitag, Führung um 17 Uhr
und am 7. und 8. November 2026
Samstag und Sonntag Führungen jeweils um 11 Uhr und 14 Uhr
Andreas Herzog wächst in der Oberlausitz auf. Von der Stasi zum Wehrdienst im Wachregiment „Feliks Dzierzynski“ geworben, kommt er im Frühjahr 1976 nach Berlin. Schon bald wird ihm bewusst, wie begrenzt sein Leben in der DDR sein wird: Seine Welt wird immer zwischen dem Dreiländereck und der Ostsee enden. Die fehlende Meinungsfreiheit und die eingeschränkten persönlichen Möglichkeiten lassen seine Unzufriedenheit zunehmend wachsen.
Gemeinsam mit einem Freund, den er während seiner Dienstzeit kennenlernt, reift schließlich der Plan, die DDR zu verlassen. Doch ihr Vorhaben wird verraten. Beide werden verhaftet und verbringen von 1978 bis 1983 ihre Haftzeit im Gefängnis Bautzen II – sogar in derselben Zelle. Eine besonders dramatische Situation erlebt Herzog während einer hausinternen Arreststrafe: Während seiner Abwesenheit wird sein Freund von einem Mithäftling beinahe getötet.
Nach seiner Haftentlassung gelingt Andreas Herzog schließlich die Übersiedlung in die Bundesrepublik.
Erleben Sie diese bewegende Geschichte bei einer persönlichen Zeitzeugenführung mit Andreas Herzog – und erfahren Sie aus erster Hand, wie der Wunsch nach Freiheit sein Leben geprägt hat.
Der Eintritt ist frei.
Kontakt:
Susanne Hattig (Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Gedenkstätte Bautzen)
Tel: 03591 530363
susanne.hattig@stsg.de

