Stolpersteinverlegung für Familie Kohlmann in Radebeul
Datum:
22.09.26
(15:00)
Veranstalter:
Anderer VeranstalterOrt:
Grundstück der Villa Kolbe-Kohlmann-Kuhnt, Zinzendorfstraße 16, 01445 Radebeul
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten teilt eine Veranstaltung der AG Geschichte Radebeul:
Am 22. September 2026, 15 Uhr, werden am Grundstück der Villa Kolbe-Kohlmann-Kuhnt in Radebeul (Zinzendorfstraße 16) vier Stolpersteine verlegt, die an die Familie Kohlmann erinnern.
Obwohl sie evangelisch-lutherisch getauft war, galt Brunhilde (Bronislava) Kohlmann, die einer jüdischen Familie entstammte, nach der pseudowissenschaftlichen NS-Rasseterminologie als ‚Volljüdin‘. Ihre Kinder Ursula und Alexander wurden als ‚jüdische Mischlinge‘ verfolgt. Sie waren antisemitischen Maßnahmen ausgesetzt und mussten Zwangsarbeit leisten. Dass der Ehemann, Vater und renommierte Arzt Johannes Kohlmann keinen jüdischen Familienhintergrund hatte und zu seiner Familie hielt, bot ihnen einen gewissen Schutz. Alle überlebten das Kriegsende.
Zu der von der AG Geschichte Radebeul vorbereiteten Verlegung, die von Radebeuler Schulen, vom Verein Stolpersteine für Dresden e. V., der Musikschule des Landkreises Meißen, der Stadt Radebeul, René Kuhnt und dem Radisson Blu Park Hotel unterstützt wird, werden die Biografien der Kohlmanns vorgestellt. Nach der Verlegung der Stolpersteine besteht die Möglichkeit des stillen Gedenkens, der Ablage von Einzelblumen und des Austauschs im Areal der Villa. Dazu laden wir herzlich ein!
Am Abend findet um 18.30 Uhr im Radisson Blu Park Hotel (Nizzastraße 55) ein moderiertes Gespräch mit zwei Nachfahren der Familie Kohlmann statt, an der Radebeuler Schülerinnen und Schülern teilnehmen. Auch dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Homepage zu den Radebeuler Stolpersteinen: https://www.radebeul.de/stolpersteine
Kontakt
Dr. Daniel Ristau (AG Geschichte Radebeul)
Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsbeirates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten
info@danielristau.de

