Filmvorführung mit Einführungsvortrag: „Der Staat gegen Fritz Bauer“
Datum:
Veranstalter:
Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Anderer VeranstalterOrt:
Kino im Kasten, August-Bebel-Straße 20, 01219 Dresden
Am 21. Oktober zeigt das Dresdner Kino im Kasten gemeinsam mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten um 20 Uhr den Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Dr. Daniel Ristau, Vorsitzender des Beirates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und Mitglied im Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden, hält dazu um 19.30 Uhr einen Einführungsvortrag.
Darin gibt er eine Einführung zur antisemitischen Gewalt und Täterschaft in Dresden ab 1933, begleitet von Originalfilmaufnahmen vom „Judenlager Hellerberg“ aus dem Jahr 1942 sowie einen kurzen Ausblick zur Strafverfolgung nach 1945 – in Überleitung zum Film.
Zum Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“
Deutschland 1957: 12 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges versucht die Gesellschaft die Schrecken und damit verbundene Verantwortung des Krieges hinter sich zu lassen. Dabei wird in Kauf genommen, dass Kriegsverbrecher um ihre gerechte Strafe herum kommen. In dieser Zeit erhält der Staatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) Hinweise darauf, dass sich der Kriegsverbrecher Adolf Eichmann in Argentinien aufhält. Getrieben von seinen Ambitionen möglichst viele Kriegsverbrecher aufzuspüren, geht Bauer dem Fall Eichmann nach. Dabei werden ihm von Seiten der Regierung jedoch immer wieder Steine in den Weg gelegt.
Zur Person Daniel Ristau
Daniel Ristau studierte Neuere und Neueste Geschichte und Politikwissenschaft an der Technischen Universität Dresden. Nach verschiedenen beruflichen Stationen als freier Lektor und wissenschaftlicher Mitarbeiter hatte er von April bis September 2015 einen Lehrauftrag des Instituts für Geschichte (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V.) an der TU Dresden inne. Seit 2015 ist er außerdem freier Lektor und Redakteur für das Projekt „Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur“ der Sächsischen Akademie der Wissenschaften Leipzig. Zu seinen Forschungsinteressen gehören die jüdische Geschichte, speziell in Sachsen, die bürgerliche Gesellschaft im 19. Jahrhundert, die Geschichte des Nationalsozialismus/Totalitarismus, insbesondere der Novemberpogrome und der NSDAP/NS-Bewegung sowie der Themenkomplex Digital Humanities. Daniel Ristau ist seit 2005 Mitglied beim Dresdner HATiKVA, Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V. und seit 2007 Mitglied der Redaktion der wissenschaftlichen Online-Zeitschrift MEDAON – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung. Seit September 2022 ist er Vorsitzender des Beirates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
Zum Kino im Kasten
Das Kino im Kasten (KiK) ist das studentische Programmkino der TU Dresden. Etwas außerhalb des TU-Kerngeländes, in der August-Bebel-Straße, verwandelt sich ein sanierter Hörsaal regelmäßig in einen Kinosaal. Als unabhängiges Unikino zeigt das KiK Filme aus unterschiedlichen Genres und Zeiten, häufig auch in Originalfassung oder mit einführenden Vorträgen und Gesprächen.
Die Veranstaltung erfolgt durch das Kino im Kasten in Kooperation mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, als Beitrag innerhalb der Veranstaltungsreihe TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026.

Kontakt
Objektiv e.V. – Kino im Kasten
info@kino-im-kasten.de

