Juli 2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mit unserem Juli-Newsletter möchten wir Ihnen wieder einen Einblick in die vielfältige Arbeit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und der sächsischen Erinnerungslandschaft geben. Der Sommer lädt an vielen Orten dazu ein, Geschichte vor Ort zu begegnen: etwa bei den täglichen kostenfreien Führungen in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, bei Rundgängen in Großschweidnitz, mit Ausblicken auf den Tag des offenen Denkmals in Zeithain oder im September beim 6. Vernetzungstreffen NS-Zwangsarbeit in Sachsen in Zittau.
Der Newsletter zeigt zugleich, wie sehr Gedenkstättenarbeit von Forschung, Vermittlung, internationalem Austausch und praktischer Unterstützung lebt. Wir berichten unter anderem über ein deutsch-polnisches Projekt zu einem virtuellen Gedenkbuch für die Opfer der NS-Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo, über die Videoinstallation „Generation Mauerbau“ in der Gedenkstätte Bautzen sowie über die Neuerscheinung eines Bandes unserer Dokumentationsstelle zu sowjetischen Militärtribunalen.
Ein Thema beschäftigt uns und die gesamte sächsische Gedenkstättenlandschaft derzeit besonders: der Regierungsentwurf für den sächsischen Doppelhaushalt 2027/2028. Wir wissen um die angespannte finanzielle Lage des Freistaates und nehmen wahr, dass in vielen Bereichen schwierige Abwägungen getroffen werden müssen. Zugleich müssen wir deutlich sagen: Für die Gedenkstättenarbeit bedeuten stagnierende Ansätze angesichts steigender Kosten, wachsender Aufgaben und zusätzlicher Verantwortung wie die Übernahme der Gedenkstätte KZ Sachsenburg in Stiftungsträgerschaft keine Stabilisierung, sondern eine Schwächung. Die Stiftung hat in den vergangenen Jahren neue Aufgaben übernommen, zivilgesellschaftliche Träger und Initiativen unterstützt, Bildungsangebote ausgebaut, internationale Kooperationen vertieft und den Aufbau neuer Gedenkorte begleitet. Diese Arbeit ist anspruchsvoll, sie ist öffentlich sichtbar – und sie braucht verlässliche Grundlagen.
Unsere Newsletter machen regelmäßig deutlich, worum es in unserer gemeinsamen Gedenkstättenarbeit geht: um die Bewahrung historischer Orte, um Bildungsarbeit gegen Antisemitismus, Rassismus, Desinformation und Geschichtsvergessenheit, um Forschung, Dokumentation und Vermittlung – und damit immer auch um die Vermittlung demokratischer Werte, die Stärkung unseres Rechtsstaates und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wenn Sachsen in diesen Bereichen für die Menschen vor Ort ebenso wie für nationale und internationale Kooperationen ein starker und verlässlicher Partner bleiben will, dann braucht es eine nachhaltige haushaltspolitische Stärkung der Gedenkstättenarbeit insgesamt. Und zwar bei der Stiftung ebenso wie bei den vielen Trägern, Vereinen und Initiativen, die diese Arbeit tagtäglich engagiert leisten. Wir werden uns deshalb weiterhin konstruktiv in die Haushaltsberatungen einbringen und für die Bedarfe der sächsischen Erinnerungskultur werben.
Ich lade Sie herzlich ein, die Angebote in diesem Newsletter wahrzunehmen: Besuchen Sie unsere Gedenkstätten, kommen Sie zu Führungen, Veranstaltungen und Gesprächen und hören Sie in neue digitale Formate hinein.
Ihr
Dr. Markus Pieper
Inhalt |
Bevorstehende Veranstaltungen
bis 31.08.2026 | Tägliche kostenlose Führungen in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein
Auch dieses Jahr bietet die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein im Juli und August für alle Interessierten wieder täglich 14 Uhr eine kostenfreie Führung an.
> Mehr26.07.2026 | Öffentliche Führung in der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain
Die anderthalbstündige Führung spannt den Bogen von der Vorgeschichte des Kriegsgefangenenlagers bis zur Nutzung in der Nachkriegszeit und der Geschichte der Gedenkstätte selbst. Ebenso nimmt der Rundgang die wechselvolle Geschichte der Erinnerung an die Leiden der Kriegsgefangenen nach 1945 sowohl in Zeithain als auch in der Sowjetunion in den Blick. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Zurückgelassen. Fundstücke aus der Kriegsgefangenenschaft“ zu erkunden.
> Mehr02.08.2026 | Öffentliche Führung über den Anstaltsfriedhof und durch die Gedenkstätte Großschweidnitz
Jeden ersten Sonntag im Monat bietet die Gedenkstätte kostenfreie Führungen durch die Ausstellung und über das Friedhofsgelände an.
> Mehr30.08.2026 | Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain beim Diakoniesonntag
Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain stellt sich am Diakoniesonntag vor und lädt herzlich zu einem Erzählcafé über die Geschichte und Gegenwart des Zeithainer Ortsteils Nikopol ein.
> Mehr30.08.2026 | Öffentliche Führung in der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain
Die anderthalbstündige Führung spannt den Bogen von der Vorgeschichte des Kriegsgefangenenlagers bis zur Nutzung in der Nachkriegszeit und der Geschichte der Gedenkstätte selbst. Ebenso nimmt der Rundgang die wechselvolle Geschichte der Erinnerung an die Leiden der Kriegsgefangenen nach 1945 sowohl in Zeithain als auch in der Sowjetunion in den Blick. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Zurückgelassen. Fundstücke aus der Kriegsgefangenenschaft“ zu erkunden.
> Mehr13.09.2026 | Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain am Tag des offenen Denkmals: Ein Rundgang im Nikopol
Ausgangspunkt von Mobilität und grundlegende Infrastruktur sind die Wohngebiete eines jeden Ortes. In Zeithain ist kaum ein Quartier so bekannt wie der sogenannte Nikopol, eine Wohnblocksiedlung aus den 1980er Jahren. Den meisten ist unklar, dass die damals sehr modernen ausgestatteten Wohnblöcke gebaut wurden, um Wohnraum für Offiziere, Berufsunteroffiziere und deren Familien in der Nähe des NVA-Truppenübungsplatzes zu schaffen. Woher kommt eigentlich der markante Name? Gibt es Bezüge zwischen Nikopol und dem sowjetischen Ehrenhain?
> Mehr13.09.2026 | Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain am Tag des offenen Denkmals: Begehung des Bahnhofs Jacobsthal und Führung auf ehemaligem Lagergelände
Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals laden der Förderverein der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain und die Gedenkstätte zu einer Besichtigung des Bahnhofgebäudes von Jacobsthal ein.
> Mehr19.09.2026 | 6. Vernetzungstreffen NS-Zwangsarbeit in Sachsen: Geteilte Erinnerung grenzübergreifend gestalten
Die AG „Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen“ lädt herzlich zum 6. Vernetzungstreffen am 19. September 2026 nach Zittau ein. Dieses Mal ist es eine gemeinsame Veranstaltung mit den Städtischen Museen Zittau und der Hillerschen Villa.
> Mehr18.11.2026 | Erinnerungspolitischer Fachtag „Antisemitismus und Erinnerungskultur“
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten wird mit der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) erneut gemeinsam einen Erinnerungspolitischen Fachtag ausrichten. Er findet am 18. November 2026 von 10 bis 18 Uhr an der Technischen Universität Chemnitz statt.
> MehrNeuigkeiten aus der Stiftung und ihren Gedenkstätten
10.05.2026 | Rückblick auf H-Soz-Kult: Dr. Markus Pieper bei internationaler Tagung zur Erinnerungsarbeit in Belene
Auf H-Soz-Kult ist ein Tagungsbericht zur internationalen Konferenz „Absent Traces, active memory: rethinking remembrance at Belene and beyond“ erschienen, die vom 17. bis 20. November 2025 in Belene und Sofia stattfand. Veranstaltet wurde die Tagung von der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und der Sofia Platform Foundation. Für die Stiftung Sächsische Gedenkstätten nahm Geschäftsführer Dr. Markus Pieper an der Tagung teil.
> Mehr09.06.2026 | Motorsensen an, Ärmel hoch und los.
Leipziger Abiturientinnen und Abiturienten des Evangelischen Schulzentrums Leipzig haben für die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain angepackt und historische Orte wieder sichtbar gemacht. Sie unterstützten zehn Tage die Gedenkstätte durch praktische Arbeitseinsätze.
> Mehr11.06.2026 | Virtuelles Gedenkbuch für Opfer der NS-Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo
In einem gemeinsamen Projekt wollen das Deutsch-Polnische Haus sowie die Gedenkstätten Großschweidnitz und Pirna-Sonnenstein ein virtuelles Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo erstellen.
> Mehr17.06.2026 | Videoinstallation „Generation Mauerbau“ – Menschen aus Ost und West erzählen, wie sie den Fall der Mauer und die Deutsche Einheit erlebt haben
Die Videoinstallation „Generation Mauerbau“ ist vom 1. Juli bis 4. Oktober 2026 in der Gedenkstätte Bautzen zu sehen. Frauen und Männer aus Sachsen, Baden-Württemberg und Berlin erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen mit der deutschen Teilung und dem Mauerfall. Alle wurden 1961, im Jahr des Mauerbaus, geboren. In Video-Interviews schildern sie ihre Erinnerungen an die deutsche Teilung, den Mauerfall und an die Veränderungen ihres Lebens durch die Deutsche Einheit. Sie berichten von Glücksgefühlen und Chancen, auch von Enttäuschungen, Ängsten, inneren Brüchen und tiefem Misstrauen gegenüber der Zukunft.
> Mehr23.06.2026 | Neuerscheinung: Zwischen Schuld und Unrechtsjustiz. Zur Praxis sowjetischer Militärtribunale in Deutschland 1945-1956
In der Schriftenreihe „Zeitfenster“ der Stiftung ist als Band 14 der Band „Zwischen Schuld und Unrechtsjustiz. Zur Praxis sowjetischer Militärtribunale in Deutschland 1945-1956“ erschienen. Er enthält im Wesentlichen die Beiträge eines von der Dokumentationsstelle Dresden in Kooperation mit der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam am 7. November 2024 veranstalteten Fachworkshops.
> Mehr24.06.2026 | „Verbotene Zone. Der Podcast der Gedenkstätte Bautzen“ Folge 6 – Gelbes Elend, heimliche Lieder – Die vergessene Musik der Speziallager
Welche Rolle spielte Musik unter den Bedingungen von Haft, Isolation und politischer Verfolgung? Dieser Frage widmet sich ein neuer Podcast der Gedenkstätte Bautzen. Im Mittelpunkt steht die Matinee „Musik, wo Schweigen ist“, die sich mit dem kulturellen Leben im sowjetischen Speziallager Bautzen befasste. Gesprächspartnerin ist die Violinistin und Musikwissenschaftlerin Dr. Anna Barbara Kastelewicz, deren Forschungen neue Perspektiven auf die Geschichte der sowjetischen Speziallager eröffnen.
> Mehr25.06.2026 | Freiwilligendienst in der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain
Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain sucht ab dem 1. September 2026 oder später eine/n Freiwillige/n im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder des Bundesfreiwilligendienstes (BFD).
> Mehr09.07.2026 | Der Geschichte auf der Spur – neues Entdeckungsheft für Jugendliche
Für Jugendliche gibt es ein neues Angebot, um die Ausstellung „Mut und Ohnmacht“ im Erinnerungsort Torgau kennenzulernen: Ein Entdeckungsheft lädt zu einer spannenden Spurensuche ein. Es ist kostenfrei am Info-Tresen in der Ausstellung erhältlich. Nach erfolgreicher Detektivarbeit wartet ein kleines Geschenk.
> MehrNeuigkeiten von weiteren Erinnerungsorten und Initiativen
10.07.2026 | Pressemitteilung der sLAG: Sächsischer Haushaltsentwurf steht für Stagnation und Kürzungen im erinnerungskulturellen Bereich
„Bei der Stiftung Sächsische Gedenkstätten (StSG) wird wiederholt eine Nullrunde angesetzt, was bei zusätzlichen Aufgaben einer Kürzung gleichkommt. Erneut werden ein seit vielen Jahren existierender Investitionsstau in der baulichen Substanz und fehlende Personalstellen im pädagogischen Bereich ignoriert und folglich ausgebaut. Die StSG betreibt sechs eigene Gedenkstätten und finanziert zudem ein Dutzend Erinnerungs- und Lernorte in freier Trägerschaft. Sie ist darüber hinaus maßgeblich für die Projektförderung im Bereich Erinnerungskultur zuständig. Auch diese ist durch den Haushaltsentwurf gefährdet“, so das Statement der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zum Haushaltsentwurf der Sächsischen Landesregierung.
> Mehr01.06.2026 | Gedenkstätte Hoheneck startet mit Projekt Spurensuche 2026
Die Gedenkstätte Hoheneck ist mit einem eigenen Jugendgeschichtsprojekt im Jugendgeschichtsprogramm „Spurensuche“ der Sächsischen Jugendstiftung erstmals dabei. Unter dem Titel „Der Klang eines Tages im Frauengefängnis Hoheneck“ setzen sich junge Menschen mit den akustischen Erfahrungen und Eindrücken der inhaftierten Frauen von Hoheneck auseinander. Dafür werden noch interessierte freiwillige Jugendliche gesucht!
> Mehr01.06.2026 | Gedenkstätte KZ Sachsenburg im Aufbau: Website bündelt künftig Neuigkeiten und Angebote
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten bündelt auf einer neuen Unterseite künftig Informationen zum Aufbau und zur Entwicklung der Gedenkstätte KZ Sachsenburg. Die Seite begleitet den laufenden Prozess, informiert über Neuigkeiten und Veranstaltungen und verweist auf bereits bestehende Angebote am Ort. Darüber hinaus dokumentiert sie den Prozess der geplanten Übernahme der Gedenkstätte in die Trägerschaft der Stiftung.
> Mehr15.06.2026 | Videoporträt zum Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2026: Archiv Bürgerbewegung Leipzig ausgezeichnet
Auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist ein Clip zur Verleihung des Karl-Wilhelm-Fricke-Preises 2026 erschienen. Der Hauptpreis ging in diesem Jahr an das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V.
> Mehr16.06.2026 | Angebote der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig im Juli und August 2026
Auch im Sommer hat die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig für Interessierte verschiedene Angebote.
> Mehr17.06.2026 | Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis: Gedenken an den Volksaufstand in der DDR vor 73 Jahren
Am 17. Juni erinnerte die Stadt Chemnitz gemeinsam mit der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. (VOS Sachsen) und dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. am Gedenkort an den Volksaufstand in der DDR im Jahre 1953, der sich zum 73. Mal jährte.
> Mehr18.06.2026 | Call for Participation der Stiftung Friedliche Revolution: Revolutionale International Round Table Conference 2026 in Leipzig
Vom 8. bis 10. Oktober 2026 findet in Leipzig die Revolutionale International Round Table Conference 2026 (IRT26) unter dem Motto „Democratic Memories. Democratic Futures“ statt. Die internationale Demokratie- und Menschenrechtskonferenz richtet sich an Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger, Vertreterinnen und Vertreter von NGOs sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa und weltweit.
> Mehr06.07.2026 | Feierliche Übergabe des Vorlasses von Gunter Jähnig an das Archiv Bürgerbewegung Leipzig
Am 18. Juni 2026 übergab Gunter Jähnig, Vorsitzender und ehemaliger Geschäftsführer des Behindertenverband Leipzig e. V., seinen Vorlass an das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V.
> Mehr07.07.2026 | Stiftung für ehemalige politisch Verfolgte tagte in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau
Am 30. Juni und 1. Juli fand die erste auswärtige Sitzung des Stiftungsrats der Stiftung für ehemalige politisch Verfolgte (vormals Stiftung für ehemalige politische Häftlinge) in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau statt.
> Mehr17.08.2026 | Vernissage „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945” im Ariowitsch-Haus Leipzig
Aus dem Deutschen Reich wurden zwischen 1938 und 1945 mehr als 200.000 Menschen deportiert. Die meisten von ihnen wurden in den Vernichtungslagern ermordet, nur wenige überlebten. Zahlreiche dieser Deportationen sind fotografisch dokumentiert. Aus fast siebzig deutschen Städten sind Bilder von Deportationen überliefert – viele weitere Aufnahmen sind möglicherweise noch unentdeckt.
> Mehr23.08.2026 | Ausstellungseröffnung „wüst und leer“ – Arbeiten von Christian Ratajcak
Das Bautzen-Komitee wird im August 2026 erstmalig eine Kunstausstellung auf der Gräberstätte Karnickelberg beherbergen, die am Sonntag, den 23. August im Rahmen einer Vernissage eröffnet wird.
> Mehr06.09.2026 | Busexkursion: „Staffelstab – Erinnerung in Bewegung“. Gedenkfahrt durch die Oberlausitz – eine Spurensuche an Orten jüdischer Verfolgung im Nationalsozialismus
Im Rahmen des Themenjahres „TACHELES – Jüdische Kultur in Sachsen 2026“ lädt das Projekt „Staffelstab – Erinnerung in Bewegung“ zu einer bewegenden Reise ein: einer gemeinsamen Gedenkfahrt zu Orten jüdischer Verfolgung und NS-Zwangsarbeit in der Oberlausitz.
> MehrPresseschau
04.06.2026 | Ingo Sasama wird neuer Geschäftsführer des Bürgerkomitees Leipzig
„Das Bürgerkomitee Leipzig hat einen neuen Geschäftsführer: Ingo Sasama soll den Verein, der sich im Umbruch befindet, stabilisieren. Der 65-Jährige war Mitbegründer des Neuen Forums und langjähriger Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Leipziger Stadtrat.“
> Mehr06.06.2026 | Hochrangiger Besuch – Landtagspräsident Alexander Dierks und Bundestagsabgeordnete Dr. Schenderlein besuchten neuen Gedenkort in Torgau
Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtags, und die nordsächsische Bundestagsabgeordnete Dr. Christiane Schenderlein besuchten den Erinnerungsort Torgau. Das SonntagsWochenBlatt berichtet über ihren Besuch der Ausstellung und des neuen Gedenkorts Torgau-Brückenkopf.
> Mehr11.06.2026 | „Schatzkammer von 1989“: Bundesstiftung ehrt Leipziger Archiv
„Das Archiv Bürgerbewegung Leipzig wird am Donnerstag mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis geehrt – für sein herausragendes Engagement für Freiheit, Demokratie und die kritische Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.“
> Mehr14.06.2026 | Archiv-Fund deckt NS-Verbrechen an Dresdner Diakonissen auf
MDR Kultur berichtet über einen Archivfund zur Geschichte dreier Dresdner Diakonissen, die während der NS-„Euthanasie“ ermordet wurden, unter anderem in Pirna-Sonnenstein. Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein unterstützte die Recherchen zur Rekonstruktion der Verlegungswege. Stolpersteine erinnern nun an die Opfer.
> Mehr18.06.2026 | Die geheimen Hinrichtungen
„In der Leipziger Südvorstadt erinnert ein Gedenkort an mindestens 64 vollstreckte Todesurteile – zuletzt vor 45 Jahren.“
> Mehr19.06.2026 | Die letzte Hinrichtung auf deutschem Boden: Werner Teskes tragisches Schicksal in der DDR
„Der Ort des Geschehens, die ehemalige zentrale DDR-Hinrichtungsstätte in Leipzig, strahlt beklemmende Nüchternheit aus.“
> Mehr21.06.2026 | Todesstrafe in der DDR: Vor 45 Jahren war Werner Teske in Leipzig das letzte Hinrichtungsopfer
„Die ehemalige Todeszelle in Leipzig ist original erhalten, ein karger Ort, ein Zimmer in einer ehemaligen Hausmeisterwohnung des einst angrenzenden Gefängnisses.“
> Mehr26.06.2026 | Letzte Hinrichtung in der DDR: Leipzigs schaurigster Ort öffnet seine Pforten
„An diesem Freitag (26. Juni) öffnet das Bürgerkomitee Leipzig, das das Stasi-Museum in der ‚Runden Ecke‘ betreibt, die Pforten in der Arndtstraße 48, dem schaurigsten Ort der Justizgeschichte in Leipzig.“
> Mehr01.07.2026 | Unsensibel und verstörend? Darum gibt es Streit um einen Pine-Standort in Pirna
Die Sächsische Zeitung berichtet über die Kritik am Standort der neuen Sparkassen-Pine in Pirna, die unmittelbar neben einem Denkzeichen zur Erinnerung an die NS-Verbrechen auf dem Sonnenstein steht. Dr. Boris Böhm, Leiter der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, verweist auf die notwendige Sensibilität im Umgang mit Erinnerungszeichen im öffentlichen Raum.
> Mehr03.07.2026 | Sachsen beschließt neuen Doppelhaushalt
Die evangelische Zeitung berichtet über den von der sächsischen Landesregierung beschlossenen Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028. Darin sind Mittel für die sächsischen Gedenkstätten in Höhe von jährlich 5,67 Millionen Euro vorgesehen.
> Mehr06.07.2026 | Gedenkstätte Bautzner Straße: Heiko Neumann neuer Vorstandsvorsitzender
Das Neustadt-Geflüster berichtet über die Wahl von Dr. Heiko Neumann zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden. Der Beitrag nimmt auch die Arbeit der Gedenkstätte als Ort der Erinnerung, Aufarbeitung und Vermittlung zu sowjetischer Besatzung und SED-Diktatur in den Blick.
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Texte/Redaktion: Sven Riesel (Stellvertretender Geschäftsführer, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und Gesine Werner (Sachbearbeiterin Öffentlichkeitsarbeit)
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