Rückblick: Von der Stiftung geförderter Audiowalk „Resonanz Eins“
18.09.26
Am 17. September 2026 fand in Dresden der erste geführte Rundgang „Resonanz Eins – Ein Audiowalk bei Nacht zu Zwangsarbeit bei Radio Mende in Dresden“ statt. Der rund zweistündige Audiowalk begann und endete in der Meschwitzstraße 9 und führte über das Gelände des ehemaligen Fabrikkomplexes von Radio Mende.
An acht Stationen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Entstehung des Projekts, die historische Recherche und die künstlerische Arbeitsweise von „Fragmente & Frequenzen“. Im Mittelpunkt standen persönliche Perspektiven von Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden, sowie ein Zeitzeugenbericht aus der DDR-Zeit. Die Veranstaltung nahm damit verschiedene Zeiten und Blickwinkel auf.
Besonders eindrucksvoll war das Zusammenspiel von Klang, Bild und Umgebung. Die Informationen wurden über ein Radio und Kurzfilme vermittelt sowie Elemente mittels Augmented Reality ergänzt. Dadurch entstand eine besondere Verbindung zwischen den historischen Inhalten und dem Gelände, auf dem sich die Geschichte tatsächlich ereignet hat.
Die nächtliche Atmosphäre verlieh dem Rundgang eine zusätzliche Wirkung. Dunkelheit, Umgebungsgeräusche und die eigens entwickelte Klanggestaltung machten die einzelnen Stationen unmittelbar erfahrbar und verbanden Vergangenheit und Gegenwart, ein bewusst gewähltes künstlerisches Element. Zugleich gelang es dem Projekt, eine schwierige, teilweise lückenhafte Quellenlage verständlich und sensibel aufzubereiten.
Der Rundgang überzeugte vor allem durch seine persönlichen Perspektiven und die sorgfältige Verbindung von Erinnerungsarbeit und künstlerischer Vermittlung. „Resonanz Eins“ war damit ein sehr eindrucksvolles und lohnenswertes Erlebnis, das neue Zugänge zur Geschichte der Zwangsarbeit eröffnete.
Kontakt
Laurenz Hochmuth (FSJ-Politik)
Telefon 0351 4695548
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