Rückblick: Erster „Tag der Begegnung“ in der Gedenkstätte Hoheneck bei Stollberg
15.09.26
Am 12. September 2026 fand in der Gedenkstätte Hoheneck erstmals ein „Tag der Begegnung“ statt. Zu dem Mehrgenerationentreffen kamen zahlreiche ehemalige Inhaftierte, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie deren Angehörige zusammen. Das Programm umfasste unter anderem Führungen, Gespräche und weitere Angebote.
Auch Dr. Markus Pieper, Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, nahm an der Veranstaltung teil. Er informierte sich über die aktuelle Arbeit der Gedenkstätte und dankte dem Team für dessen großes Engagement sowohl für die Organisation des Begegnungstages als auch für die kontinuierliche Arbeit des Erinnerungsortes.
Markus Pieper kam mit zahlreichen Zeitzeuginnen und deren Angehörigen ins Gespräch.
Hoheneck war von 1950 bis 1989 das zentrale Frauengefängnis der DDR. Insgesamt waren dort etwa 24.000 Frauen inhaftiert, darunter rund 8.000 aus politischen Gründen. Viele von ihnen wurden wegen Republikflucht, Fluchtversuchen oder Ausreiseanträgen verurteilt. Seit 2024 erinnert die Gedenkstätte an die Geschichte des Gefängnisses, an die Schicksale der Inhaftierten und an die politische Verfolgung in der DDR.
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten ist eine langjährige Förder- und Fachpartnerin der Gedenkstätte Hoheneck. Sie unterstützt deren laufenden Betrieb institutionell aus Landes- und Bundesmitteln. Im Jahr 2025 belief sich die Förderung auf insgesamt 371.800 Euro, davon 202.800 Euro aus Landesmitteln und 169.000 Euro aus Bundesmitteln. Für 2026 sind insgesamt 358.000 Euro vorgesehen, davon 189.000 Euro Landes- und 169.000 Euro Bundesmittel.
Wir danken für die Einladung zum ersten „Tag der Begegnung“!
Kontakt
Laurenz Hochmuth (FSJ-Politik)
Telefon 0351 4695548
laurenz.hochmuth@stsg.de

