22. Treffen ehemaliger DDR-Heimkinder in Torgau | 30 Jahre Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e. V.
07.09.26
Rund 140 ehemalige DDR-Heimkinder, Angehörige und weitere Gäste kamen am 5. September 2026 zum 22. Treffen ehemaliger DDR-Heimkinder in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau zusammen.
In ihrem Grußwort zum 30-jährigen Bestehen der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e. V. blickte die Vorstandsvorsitzende Gabriele Beyler auf den Weg vom lange wenig beachteten Leid ehemaliger DDR-Heimkinder hin zu öffentlicher Erinnerung und Aufarbeitung zurück. Sie erinnerte an bereits verstorbene Betroffene und dankte allen, die sich für die Anerkennung des erlittenen Unrechts eingesetzt haben. Besonders bewegend war die Vorstellung eines der neuen Vorhaben der Gedenkstätte. Das von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur geförderte Projekt „Heute ich, morgen Du?“ befasst sich mit den langfristigen und generationenübergreifenden Folgen repressiver DDR-Heimerziehung. Die persönlichen Schilderungen einer am Projekt beteiligten Betroffenen machten deutlich, wie Erfahrungen aus der Heimerziehung auch innerhalb von Familien nachwirken können und gaben Anlass zu intensiven Gesprächen.
Auch darüber hinaus bestand großer Gesprächs- und Beratungsbedarf. Insbesondere der neu eingerichtete bundesweite Härtefallfonds der Stiftung für ehemalige politisch Verfolgte stieß auf großes Interesse. Viele Gäste nutzten zudem die Gelegenheit zum persönlichen Austausch, informierten sich über die Beratungsangebote der Gedenkstätte oder besuchten die Dauerausstellung. Zahlreiche Teilnehmende waren erstmals in Torgau.
Kontakt:
Manuela Rummel: m.rummel@jugendwerkhof-torgau.de
Juliane Weiß: j.weiss@jugendwerkhof-torgau.de
Tel: 03421 714203
www.jugendwerkhof-torgau.de
www.blackbox-heimerziehung.de
Instagram: ddr_heimerziehung_aufarbeiten

