Letzte Station 2026: BLACKBOX HEIMERZIEHUNG in Breitenbrunn Wanderausstellung zur repressiven DDR-Heimerziehung auf dem Campus Breitenbrunn
05.11.26
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten teilt eine Meldung der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau:
Die Wanderausstellung BLACKBOX HEIMERZIEHUNG der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau macht Station auf dem Campus der Staatlichen Studienakademie Breitenbrunn der Dualen Hochschule Sachsen. Vom 28. Oktober bis 2. Dezember 2026 ist die Ausstellung für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich. Sie informiert über die Geschichte der repressiven Heimerziehung in der DDR und erinnert an die rund 135.000 Kinder und Jugendlichen, die zwischen 1949 und 1989 die Spezialheime zur Umerziehung durchlaufen mussten.
Standort Breitenbrunn bietet einen besonderen fachlichen Bezug zum Thema: An der Staatlichen Studienakademie werden im Studiengang Soziale Arbeit zukünftige Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ausgebildet. Bereits im ersten Semester setzen sich die Studierenden mit der Entstehungs- und Professionsgeschichte der Sozialen Arbeit sowie mit der Geschichte der Kinder- und Jugendhilfe in der DDR auseinander.
Standort Breitenbrunn bietet einen besonderen fachlichen Bezug zum Thema: An der Staatlichen Studienakademie werden im Studiengang Soziale Arbeit zukünftige Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ausgebildet. Bereits im ersten Semester setzen sich die Studierenden mit der Entstehungs- und Professionsgeschichte der Sozialen Arbeit sowie mit der Geschichte der Kinder- und Jugendhilfe in der DDR auseinander.

„Wir freuen uns sehr, diese Ausstellung bei uns auf dem Campus begrüßen zu dürfen. Gerade weil unsere Studierenden später selbst Verantwortung für junge Menschen übernehmen werden, ist die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte unverzichtbar. Sie erinnert uns daran, wie wichtig es ist, institutionelle Macht kritisch zu reflektieren, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu achten und pädagogisches Handeln immer wieder ethisch zu hinterfragen“, betont Prof. Dr. Philipp Seitz, Lehrender im Studiengang Soziale Arbeit. Die Ausstellung wird heute im Rahmen des vierten Nachhaltigkeitstages im Studiengang Soziale Arbeit in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau und der Gemeinde Breitebrunn eröffnet.
Die Gedenkstätte lädt gemeinsam mit der Hochschule alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, die BLACKBOX HEIMERZIEHUNG eigenständig zu besuchen. Die Ausstellung befindet sich im oberen Bereich des Campusgeländes in der Nähe des Mensagebäudes. Der Besuch ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung möglich.
Die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten und das Projekt BLACKBOX HEIMERZIEHUNG durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Die BLACKBOX HEIMERZIEHUNG klärt im Innen- und Außenbereich eines umgebauten Seecontainers über die Strukturen des DDR-Heimsystems, die Methoden der sogenannten Umerziehung und die Schicksale der betroffenen Kinder und Jugendlichen auf. Im Mittelpunkt stehen die persönlichen Erinnerungen ehemaliger Heimkinder, die der historischen Aufarbeitung eine eindringliche menschliche Perspektive verleihen. Seit 2022 ist die Ausstellung bundesweit unterwegs und macht an wechselnden Orten auf dieses dunkle Kapitel der DDR-Geschichte aufmerksam.
Ausstellungsinformationen
Zeitraum: 28. Oktober bis 2. Dezember 2026
Ort: Duale Hochschule Sachsen, Staatliche Studienakademie Breitenbrunn, Schachtstraße
128, 08359 Breitenbrunn
Standort: Oberer Campusbereich, in der Nähe des Mensagebäudes
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr
Telefon: 03421 714203
Manuela Rummel: m.rummel@jugendwerkhof-torgau.de
Juliane Weiß: j.weiss@jugendwerkhof-torgau.de
Instagram: ddr_heimerziehung_aufarbeiten

