Rückblick: 30-jähriges Jubiläum des Museums im Stasi-Bunker in Machern bei Leipzig
14.09.26
„Machern ist keine Ausweichstelle der Erinnerung. Dieser Ort eröffnet einen eigenen und unverzichtbaren Blick auf das Herrschaftssystem der SED-Diktatur.“
Mit diesen Worten würdigte Sven Riesel, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, die Bedeutung des Museums im Stasi-Bunker Machern. Am 12. September 2026 feierte das Museum sein 30-jähriges Bestehen mit einer Gedenkveranstaltung und einem Festakt.
Der zwischen 1968 und 1972 errichtete Bunker diente ursprünglich als geheime Ausweichführungsstelle des Ministeriums für Staatssicherheit. Im Dezember 1989 wurde die Anlage durch eine Initiative des Pfarrers Gottfried Süß entdeckt. Nach der Übernahme durch den damaligen Kreistag Wurzen und dem späteren Engagement des Bürgerkomitees Leipzig e. V. wurde der Bunker gesichert und zu einem Museum entwickelt. Am 8. September 1996 öffnete er erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit.

In seinem Grußwort betonte Sven Riesel, dass der Bunker heute „weit mehr als ein beeindruckend erhaltenes Sachzeugnis der Geschichte“ sei. Dieser mache die Herrschaft und die Sicherheitsvorstellungen der SED-Diktatur anschaulich und leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung und politischen Bildung.
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten unterstützt die Arbeit des Bürgerkomitees bereits seit mehreren Jahren. So beteiligte sie sich unter anderem mit 50.000 Euro an der Sanierung des ehemaligen Kommandantenwohnhauses, in dem 2020 das Besucherzentrum eröffnet wurde. Auch künftig soll die Zusammenarbeit finanziell und fachlich fortgesetzt werden.


Zum Jubiläum dankte Herr Riesel allen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, dem Bürgerkomitee Leipzig sowie den kommunalen und regionalen Unterstützern.
Am darauffolgenden Sonntag, dem 13. September 2026, beteiligte sich das Museum im Stasi-Bunker Machern am Tag des offenen Denkmals. Besucherinnen und Besucher konnten die Gelegenheit nutzten, die denkmalgeschützte Anlage zu besichtigen und bei Rundgängen mehr über ihre Geschichte und Funktion als ehemalige Ausweichführungsstelle des Ministeriums für Staatssicherheit zu erfahren.
Kontakt:
Laurenz Hochmuth (FSJ-Politik)
Tel: 0351 4695548
laurenz.hochmuth@stsg.de

