Erinnerungspolitischer Fachtag: Intervention. Antisemitismus und Erinnerungskultur
Datum:
Veranstalter:
Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Anderer VeranstalterOrt:
Technische Universität, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude, Reichenhainer Straße 90, 09126 Chemnitz
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten wird mit der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) erneut gemeinsam einen Erinnerungspolitischen Fachtag ausrichten. Er findet am 18. November 2026 von 10 bis 18 Uhr an der Technischen Universität Chemnitz statt.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Fachtags steht das Themenfeld Antisemitismus und Erinnerungskultur. In einem polarisierten Zeitgeschehen soll nach Möglichkeiten gesucht werden, Diskursräume zu öffnen und eine Erinnerungsarbeit fortzusetzen, die auf Vernetzung und profundem Wissen basiert und die sich jedem Versuch, den Holocaust zu relativieren, widersetzt. Auch das Programm des Fachtags, entstanden in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern aus Gedenkstättenarbeit, Wissenschaft, Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft, spiegelt dieses Bemühen.
Für die Keynotes haben wir Andreas Stahl (Gesellschaft für kritische Bildung und Mitglied des Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien / CARS) und Marina Chernivsky (OFEK e. V.) gewinnen können und fünf Werkstattgespräche am Nachmittag laden zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis ein, zu Analyse und der Verständigung über Handlungsmöglichkeiten der Prävention und (Re-) Aktion. Inputs dazu kommen von sLAG-Mitgliedern aus dem Fachnetzwerk Antisemitismus und dem Erich-Zeigner-Haus, von „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“, vom Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender und TaMaR Germany, vom Haus der Wannseekonferenz und RIAS sowie vom Projekt #LastSeen und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Programm
9 Uhr: Empfang / Anmeldung (EG, Foyer)
10 Uhr: Willkommen mit einem Grußwort von Dr. Markus Pieper, Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft
10.30 Uhr:
Vortrag: Erinnern als höchste Form des Vergessens? (Um-)Deutungen des Holocaust vor und nach dem 7. Oktober
Andreas Stahl
11.30 Uhr: Kaffeepause
12 Uhr:
Vortrag: Erinnern als psychischer und relationaler Prozess – Wie viel Vergangenheit ist in der Gegenwart möglich?
Marina Chernivsky
13 Uhr: Mittagspause
14 Uhr: Werkstattgespräche
Werkstattgespräch 1 „Antisemitische Angriffe im digitalen und analogen Raum: Einblicke in Arbeitsrealitäten und Handlungsoptionen“
mit Dr. Christian Landrock, Julian Mosch, Christopher Mäbert und Dr. Julia Roos
Werkstattgespräch 2 „Israelbezogener Antisemitismus und Antizionismus“
mit Alexandra Farkas Bandl und Prof. Dr. Vladimir Shikhman
Werkstattgespräch 3 „Antisemitismus an NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorten – Befunde, Herausforderungen und Perspektiven antisemitismuskritischer Praxis“
mit Dr. Linda Giesel und Dr. Tanja Kinzel
Werkstattgespräch 4 „Erfahrungen und Handlungsstrategien im Umgang mit KI-generierten Holocaustdarstellungen“
mit Dr. Iris Groschek und Dr. Alina Bothe
Werkstattgespräch 5 „Post-Shoah-Antisemitismus, Verantwortung und deutsche Identität(en)“
mit Dr. Raja-Léon Lange und Kristin Kaufmann
16 Uhr: Kaffeepause
16.45 Uhr: Werkstatt-Präsentationen
17.30 Uhr: Schlussworte / Ausblick
18 Uhr: Ende des Fachtags
WARM-UP am Vortag
17.11., 18 bis 19.30 Uhr, Chemnitz
KOLOT sind STIMMEN. Jüdische Zeugenschaft als Prozess
Projektvorstellung und Podiumsgespräch
Eintritt frei, Anmeldung per E-Mail an jane.wegewitz@slag-aus-ns.de (Ort wird nach Anmeldung bekanntgegeben)
Die Teilnahme am Fachtag ist kostenfrei.
Weitere Informationen und einen Link zur Anmeldung finden Sie auf der Homepage der sLAG sowie im Veranstaltungsflyer.

Eine Veranstaltung der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow e.V. , dem Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender, dem Verbundprojekt “ LastSeen. Bilder der NS-Deportationen“ , dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. , Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 und OFEK e.V.
Kontakt
Sven Riesel
Stellvertretender Geschäftsführer Stiftung Sächsische Gedenkstätten | Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0351 4695545
sven.riesel@stsg.de

