Begleitprogramm zur Wanderausstellung „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus. 1933-1945-heute“ in Leipzig
11.02.26
Zur Wanderausstellung „Die Verleugneten“, welche gemeinsam von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, der Stadt Leipzig, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg präsentiert wird, findet im Februar und März 2026 ein umfangreiches Begleitprogramm statt.
Die Wanderausstellung „Die Verleugneten“ rückt eine lange marginalisierte Opfergruppe in den Mittelpunkt: Menschen, die im Nationalsozialismus als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisiert und verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum – von staatlicher und polizeilicher Verfolgung, Inhaftierung und Gewalt bis hin zu Ermordungen. Zugleich thematisiert die Ausstellung das lange Nachwirken nach 1945: In der Bundesrepublik, der DDR und in Österreich wurden Betroffenen Entschädigung und Anerkennung über Jahrzehnte verwehrt – ihre Unrechtserfahrungen blieben vielfach „verleugnet“. Erst 2020 erkannte der Deutsche Bundestag die als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ Verfolgten als Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft an.
Ausstellung »Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945 – heute«
Ausstellungsdauer: 27. Januar bis 30. März 2026
Ort: Neues Rathaus Leipzig, Untere Wandelhalle
Öffnungszeiten: Mo bis Do 7 bis 18 Uhr; Fr 7 bis 16 Uhr
Kuratorische Führungen durch die Ausstellung
29. Januar / 12. Februar / 19. März / 26. März,
jeweils 16 Uhr
Veranstaltungen im Begleitprogramm
„Solidarität untereinander üben - alle sind gleich“ - Ein Gespräch mit Ines Eichmüller
27. Februar 2026, 17 Uhr
Ort: Neues Rathaus, Leipzig
Von Stigmatisierung bis Kriminalisierung - Kontinuitäten antiziganistischer Zuschreibungen und ihre Folgen
Ein Gespräch mit Daniel Weißbrodt, Gjulner Sejdi sowie einer Vertretung der Rechtsabteilung der MIA Bund
4. März 2026, 19 Uhr
Ort: Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen (IKS), Karl-Liebknecht-Straße 54, Leipzig
Historischer Rundgang auf dem Gelände der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt
15. März 2026, 11 Uhr
Ort: Riebeckstraße 63, Leipzig
Stolpersteine-Rundgang mit Achim Beier
25. März 2026, 17 Uhr
Treffpunkt: Stadthaus, Burgplatz 1, Leipzig
Ein Ausstellungsprojekt der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Kooperation mit der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft
Veranstalter: Stadt Leipzig in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig und der Initiative Riebeckstraße 63 e.V.
Außerdem im Angebot: Führung durch die Ausstellung für Schulklassen
Die Führung bietet einen Überblick über das lange beschwiegene Thema und stellt einzelne Biografien vor – mit Schwerpunkt auf den Erfahrungen der Verfolgten. Das dialogische Format lädt dazu ein, eigene Interessen und Fragen einzubringen und richtet sich an Besucher/-innen ab 14 Jahren.
Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die sich bereits im Unterricht ansatzweise mit dem Nationalsozialismus beschäftigt haben. Die Ausstellung eignet sich dazu, am Beispiel der Verfolgung von »Gemeinschaftsfremden« Grundzüge der nationalsozialistischen Politik einzuführen (beispielsweise gesellschaftlicher Ausschluss, Erbbiologie, System der Konzentrationslager).
Dauer: 90 Minuten
Anmeldung: protokoll@leipzig.de
Kosten: 40,00 €
Die Reisekosten sowie die Teilnahmegebühr können unkompliziert von der Landesservicestelle Lernorte des Erinnerns und Gedenkens (www.lernorte.eu) erstattet werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Riebeckstr. 63 e.V. und der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.
Kontakt:
Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
Tel: 0341 235 2075
gedenkstaette@zwangsarbeit-in-leipzig.de
www.zwangsarbeit-in-leipzig.de
Riebeckstraße 63 e.V.
Riebeckstraße 63 | 04317 Leipzig
verein@riebeckstraße63.de
www.riebeckstraße63.de/

