Vortrag: Spuren jüdischer Opfer der Krankenmorde in der Landesanstalt Großschweidnitz während des Zweiten Weltkriegs
19.10.26
Im Rahmen von TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 bietet die Gedenkstätte Großschweidnitz am 28. Oktober 2026 um 17 Uhr, einen Vortrag an.
In der Landesanstalt Großschweidnitz ermordeten Ärztinnen und Ärzte, Pfleger und Schwestern zwischen 1939 und 1945 über 5.500 psychisch kranke, geistig behinderte und altersschwache Menschen. Sie galten als „lebensunwert“, als „unnütze Esser“.
Unter den Ermordeten waren auch jüdische Patientinnen und Patienten. Sie unterlagen aufgrund ihrer jüdischen Herkunft und ihrer psychischen Erkrankungen einer doppelten Stigmatisierung.
Christoph Hanzig von der Gedenkstätte Großschweidnitz beleuchtet in seinem Vortrag das Schicksal dieser Patientinnen und Patienten. Anhand biografischer Beispiele untersucht er, wie jüdische Kranke behandelt wurden und welchen Mordaktionen sie zum Opfer fielen. Darüber hinaus werden auch die Familienschicksale betrachtet und in die Verfolgungsmaßnahmen der Nationalsozialisten gegen die von ihnen als „jüdisch“ definierten Personen eingeordnet.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei.
Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 23. Oktober 2026 per Telefon oder E-Mail .
Die Gedenkstätte hat am 28. Oktober 2026 von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Vortrag beginnt 17 Uhr.
Kontakt
Dr. Maria Fiebrandt (Referentin für wissenschaftliche Dokumentation, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel: 03585 2113511
grossschweidnitz@stsg.de

