Gedenkstätte KZ Sachsenburg im Aufbau: Website bündelt künftig Neuigkeiten und Angebote
01.06.26
Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten bündelt auf einer neuen Unterseite künftig Informationen zum Aufbau und zur Entwicklung der Gedenkstätte KZ Sachsenburg. Die Seite begleitet den laufenden Prozess, informiert über Neuigkeiten und Veranstaltungen und verweist auf bereits bestehende Angebote am Ort. Darüber hinaus dokumentiert sie den Prozess der geplanten Übernahme der Gedenkstätte in die Trägerschaft der Stiftung.
Die Gedenkstätte KZ Sachsenburg entsteht am historischen Ort des frühen nationalsozialistischen Konzentrationslagers Sachsenburg (1933–1937). Trägerin des Aufbaus ist die Stadt Frankenberg, die die Gedenkstätte derzeit in eigener Verantwortung errichtet. Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten begleitet den Prozess fachlich und fördert den Aufbau seit mehreren Jahren.
Der Aufbau knüpft an jahrelanges zivilgesellschaftliches Engagement an, das die Erinnerung an Sachsenburg vor Ort wachgehalten und zentrale Impulse für die heutige Entwicklung gesetzt hat. Mit der anschließenden Übernahme des Projekts durch die Stadt Frankenberg als Trägerin entsteht Schritt für Schritt ein dauerhaft gesicherter Erinnerungs- und Lernort. Nach Fertigstellung ist vorgesehen, die Gedenkstätte in die Trägerschaft der Stiftung zu übernehmen. Ziel ist ein dauerhaft gesicherter Gedenkstättenbetrieb nach Abschluss der baulichen und konzeptionellen Arbeiten.
Auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei Sachsenburg befand sich von 1933 bis 1937 ein frühes Konzentrationslager. Es war das bedeutendste und am längsten betriebene frühe KZ in Sachsen. Zunächst wurden vor allem politische Gegner der Nationalsozialisten inhaftiert. Später kamen weitere Verfolgtengruppen hinzu, darunter jüdische Häftlinge, Zeugen Jehovas sowie sogenannte „Vorbeugehäftlinge“. Die Geschichte des KZ Sachsenburg steht exemplarisch für die Frühphase des nationalsozialistischen Terrors und den Übergang von frühen Haftstätten zum später zentral organisierten Konzentrationslagersystem.
Der Aufbau umfasst ein Besucherzentrum mit einer künftigen Dauerausstellung. Im Kommunikations- und Dokumentationszentrum ist bereits die Ausstellung „Sachsenburg – eine Gedenkstätte entsteht“ zu sehen. Zudem ist der „Pfad der Erinnerung“ als Außenraumausstellung am historischen Ort zugänglich. Für das Kommunikations- und Dokumentationszentrum gelten derzeit folgende Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 14–16 Uhr, Sonntag 10–16 Uhr.
Kontakt
Sven Riesel
Stellvertretender Geschäftsführer Stiftung Sächsische Gedenkstätten | Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0351 4695545
E-Mail: sven.riesel@stsg.de

