Gedenkstätte KZ Sachsenburg
Die Stadt Frankenberg errichtet derzeit in eigener Trägerschaft die Gedenkstätte KZ Sachsenburg am historischen Ort. Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten begleitet den Aufbau fachlich und fördert ihn seit mehreren Jahren. Nach Fertigstellung ist eine Übernahme der Gedenkstätte in die Trägerschaft der Stiftung vorgesehen. Ziel ist ein dauerhaft gesicherter Gedenkstättenbetrieb nach Fertigstellung des neuen Erinnerungsortes.
Auf dem Gelände der ehemaligen Spinnerei Sachsenburg befand sich von 1933 bis 1937 ein frühes nationalsozialistisches Konzentrationslager. Es war das bedeutendste und am längsten betriebene frühe KZ in Sachsen. Inhaftiert wurden zunächst vor allem politische Gegner der Nationalsozialisten, darunter Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter. Später kamen weitere Verfolgtengruppen hinzu, unter ihnen jüdische Häftlinge, Zeugen Jehovas, Geistliche beider Konfessionen und sogenannte „Vorbeugehäftlinge“. Die Geschichte des KZ Sachsenburg steht exemplarisch für die Frühphase des nationalsozialistischen Terrors und für den Übergang von den frühen Haftstätten des Jahres 1933 zum späteren, zentral organisierten Konzentrationslagersystem.
Nach jahrelangem zivilgesellschaftlichem Engagement und der anschließenden Übernahme der Stadt Frankenberg als Trägerin entsteht heute am historischen Ort eine Gedenkstätte. Bereits zugänglich sind der „Pfad der Erinnerung“ als Außenraumausstellung am historischen Ort sowie das Kommunikations- und Dokumentationszentrum. Dort erhalten Besucherinnen und Besucher Informationen zur Lagergeschichte, zum historischen Gelände, zu erhaltenen baulichen Spuren und zum laufenden Aufbau der Gedenkstätte.
Öffnungszeiten Kommunikations- und Dokumentationszentrum
Freitag bis Samstag 14 bis 16 Uhr
Sonntag 10 bis 16 Uhr

