Gästebuch
Verpflegung in Cottbus
16.01.12
Bernd Stichler
Verpflegung in Cottbus
Lieber Justaff , ick kann Dir nachfühln denn ick war zweemal uff Transport in Cottbus, 1962 unn 1974 . Jruß Bernd
torgau
10.01.12
günther stein
torgau
ich war 73 bis74 in torgau oberleutnant born war mein sog.erzieher habe bei elmo als ankerwickler für ca.30 mark mon. arbeiten müssen wobei mann nicht alles vrbrauchen durfte war 21 arrest wegen arbeitsverweigerung dort den groben gottlieb erlebt und oblt. kazmarek auch solche namen vergisst mann nicht mehr was ich erlebt habe billige arbeitskräfte deswegen konnte elmo norm immer erfüllen könnte viel mehr schreiben aber es kommt alles wieder hoch 1974 ausreise in brd jahrelang alles verdrängt auch anerkannt war sehr oft beim vo wegen aureise öfter arrest insgesamt 105 tage schlimme zeit vielleicht will ein ehem. mit mir in verbindung treten g. stein(stonie) kenne noch einen häftling heim glaube ich war 3 mon. in absonderung kann mir einer sagen ob er es auch nach brd geschafft hat ??? vielleicht später mehr habe jetzt erst einen pc
Torgau
09.01.12
Michaela
Torgau
Torgau war die hölle ich war 81 da 4,5 monate es war hölle meine akte habe ich nun gelesen unglaublich meine erinnerungen möchte ich vergessen es geht einfach nicht schlafstörungen angstzustände noch jahre später.geschlossene räume geht fast gar nicht es gibt tage da verkriesche ich mich möchte mit keinen reden und von den sport sind meine gelenke bestimmt so kaputt ständig schmerzen in den knien treppen steigen eine qual,habe jetz vor einen reha antrag zustellen das ich rehabilitiert werde. gesundes neues jahr noch an alle. Lieben gruss michaela
Schlechte Verpflegung in Luckau
09.01.12
Gustav Rust
Schlechte Verpflegung in Luckau
Lieber Kamerad Bernd Stichler, herzlichen Dank für Deine Zeilen. In Cottbus war das Essen nicht einen Deut besser als in Luckau. Ich war zweimal in Cottbus. 1960 kam ich nach der Verurteilung vom Stasi-Knast Spreeufer über die Mauerstraße zur Bautzener Straße. An die damalige Verpflegung kann ich mich nicht gut erinnern. Ich kam von dort in das HAL Schacksdorf bei Finsterwalde (Ziegelei) und von dort ins HAL Seese bei Lübbenau. In meiner Biographie "Ich war auch dabei" schildere ich alles genau... Als ich aber 1964 von Waldheim nach Cottbus verlegt und am 24. Juni 1966 von dort entlassen wurde, schwammen dicke Maden im Brühreis, der überwiegend aus heißem Wasser bestand. Wenn es Pellkartoffeln gab, bekam jeder vier Stück, wovon man zwei gleich in den Kübel werfen konnte (Nichtarbeiter-Station, damaliges Haus III, war noch nicht modernisiert, Haus I hatte Spültoiletten). Den Brühreis mit fetten Maden bekamen wir im Haus I, Arbeitskommando Pentacon. Die Knaster baten mich, kurz vor der Verlegung auf die Entlassungszelle, wegen des schlechten Fraßes ans Ministerium des Inneren zu schreiben, was ich tat und auch Antwort erhielt. Eine Kommission besuchte die Haftanstalt, wie mir mitgeteilt wurde. Die Schuld am schlechten Fraß trugen (angeblich) die Knast-Küchenbullen, die Konserven-Fleisch verschoben oder so ungefähr. Kein Wort stand im Schreiben, daß der jeweilige Polizei-Küchenbulle seine Aufsichtspflicht verletzt hatte. Wie konnten sonst die Knaster soviel Fressalien in dunklen Kanälen verschwinden lassen?... Es steht alles in meiner Biographie, von der ich Dr. Tomas Kittan von der "BZ" ein Exemplar schenkte. Er forscht ja noch weiter und will ein zweites, umfangreicheres Buch über den Strafvollzug Cottbus schreiben... Bei dieser Gelegenheit teile ich Dir und den anderen hier schreibenden Kameraden mit, daß im Archiv der JVA Cottbus angeblich keine Akten über mich vorliegen. Ebenso befinden sich angeblich keinerlei Haftakten über mich aus Waldheim und Torgau im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig. Mit kameradschaftlichen Grüßen, Gustav Rust, www.gustav-rust.de
Jugendhaus Luckau
13.12.11
Bernd Stichler
Jugendhaus Luckau
Wie ich feststellen konnte haben auch andere ehemalige Luckauer ihre Erfahrungen mit der Verpflegung gemacht. Es war ja nicht nur der schlechte, oftmals bereits vergammelte Zustand der Verpflegung sondern auch die zu geringe Menge. Laut DDR-Gesetzgebung hätte Jugendlichen eine etwas bessere Verpflegung zustehen müssen als erwachsenen Strafgefangenen. Im Jugendhaus Luckau war das nicht so ! Warum aber nicht ? An den staatlichen Finanzen kann es wohl kaum gelegen haben denn die waren gesetzlich festgelegt wie alles in der DDR. Wir müssen also davon ausgehen daß die Anstaltsleitung vom Staat die nötigen Finanzen bekommen hat um die Jugendlichen vorschriftsmäßig zu verpflegen. Wenn das aber nie wirklich geschehen ist dann stellt sich doch unweigerlich die Frage : warum nicht, was wurde mit den Geldern wirklich gemacht ? Eine Antwort auf diese Frage wüßte ich schon. Das würde dann auch bedeuten daß daran mehrere Personen beteiligt gewesen sein müssen. Unverständlich ist mir nur daß da niemals eine Überprüfung stattgefunden hat. Oder aber die Überprüfer steckten mit in diesem Sumpf.
STVE Luckau 1978 - 1984 Schiller, Gerd
12.12.11
Gerd Schiller
STVE Luckau 1978 - 1984 Schiller, Gerd
Auch ich kam per Zufall auf diese Seite, denn ich suche noch immer Mithäftlinge aus meinen beiden Haftzeiten im Zeitraum 1978 - 1984 aus der STVE Luckau. Ich saß zu dieser Zeit zwei Haftzeiten (18 Monate und 30 Monate) wegen § 213 in Luckau ab und wurde dann im Februar 1984 über die STVE Karl-Marx-Stadt nach Giessen entlassen. Zu meinem großen Glück kann ich nicht über solche gravierenden, unmenschlichen Zustände in der STVE Luckau berichten wie sie zu Jugendhaus Zeiten herrschten. Was nicht heißen mag das es während "meiner Zeit" alles Friede, Freude, Eierkuchen war. Ich lag damals im Haus II auf der Station II unter der "Regie" von Leutnant Krüger, unserem "Erzieher". Gearbeitet haben wir im zweischicht System des "Sachsenwerk", welches sich auf dem Gefängnisgelände gegenüber des Freistundehofes befand. Also zwischen Haus II und Haus I. In diesem Sachsenwerk bestand meine tägliche Aufgabe darin Elektrospulen in Gehäuse einzulegen. Wir saßen dort im ersten Stock an drei Bändern welche von den Spuleneinlegern bestückt wurden. In punkto Verpflegung war es wahrscheinlich genauso beschissen bei uns wie zu Jugendhauszeiten. Z.B. wurde im Auftrag des Küchenbullen vergammelte Wurst mit "Fit" in großen Schüsseln gewaschen (natürlich heimlich) um sie dann als ok wieder an die Gefangenen zu verteilen. Der hier oft erwähnte "Funki", "Funkturm" ist auch mir aus meiner Haftzeit bekannt. Dies erst einmal zu mir und meiner Haftzeit. GeSchill@web.de Viele Grüsse, "Schilli".
stefan gross-----jugendhaus halle ''frohe zukunft''
30.11.11
mario
stefan gross-----jugendhaus halle ''frohe zukunft''
hallo stefan,ich wurde 1977 aus halle entlassen,1-3jahre,ich habe damals im manometerbau gearbeitet,was du schreibst kann ich nur bestätigen,aber dieser name frohe zukunft korios und zugleich beeindruckend da wußte man gleich was einen bevorstand,ich war damals 16 jahre alt und ich habe nichts vergessen,ich habe heute noch manchmal alpträume.
Jugendhaus Halle
21.11.11
Stefan Gross
Jugendhaus Halle
hallo ers mal auch ich habe im jugendhaus halle eingesessen, wurde 1978 zu 18 monate verurteilt. erst mal die blaue uniformen die wir tragen mussten, alles im gleichschritt, wie kleine soldaten das essen war eklig, immer rippchen, die stullen haben wir in zeitungspapier für die arbeit eingepackt ich weiss auch nicht wieviele sonderschichten wir schieben mussten eben eine billige arbeitskraft die medizinische versorgung war eine hand voller tabletten wenn man etwas hatte eiterbeulen und hautreizungen waren an der tagesordnung ein trakt bestand aus 3 schlafräume und zwei gruppenräume die selbserziehung war die hölle, die erzieher haben immer weg geschaut. meine erzieher waren panzer und delle gruppe eine eine lehre als dreher mit 120 % musste ich absollvieren. wenn nicht gabs dresche die normen sind immer höher geschraubt worden, und wir haben neben den richtigen staftätern gearbeitet. braune kleidung mit gelben streifen das schlimmste waren immer die bellenden hunde. es waren dort 14- 18 jährige eingespert. auch unter uns gab es zuträger, die die erzieher immer alles berichtigten und zigaretten dafür bekamen einer hat dort einen ausreiseantrag gestellt, einzeilhaft, dresche bis zur bewustlosigkeit und die gruppe wurde bestafft mit stunden langen maschieren, achterbahn, im winter einhacken der gehwege in der anstallt die einziegen, die menschlich waren ( klassenlehrer und lehrmeister ) orginal unterlagen habe ich noch von meiner lehrzeit nach meiner vorzeitigen entlassung natürlich auf den $346 mit 3 jahren Bewährung und arbeitsplatzbindung habe eine wohnung bezogen die dem mfs unterstand, so das ich wieder unter kontrolle war habe heute noch die orginal abgestempelten briefe meiner eltern habe in halle 2011 die frohe zukunpft mal angeschaut, es hat sich viel verändert damals standen nur zwei blöcke und zwei weitere waren im bau schade das es es wie im roten ochsen keine ausstelung gibt ich denke die meisten wüsten garnicht das es in der ddr jugendhäuser gab es waren umerziehungslager des mfs nur geschlossen
Luckau 62
02.11.11
Bernd Stichler
Luckau 62
Hallo ehemalige Luckauer, ich war während des Jahres 1962 in Luckau und habe als jemand, der nicht zu den körperlich Stärksten gehört ( dafür aber gesitg besser ausgestattet ) diesen ganzen Druck der internen " Selbsterziehung " ebenfalls durchstehen müssen. Ich war politisch dort. Die Namen oder Spitznamen der " Erzieher " bleiben mir bis ans Lebensende geläufig: Hauptmann Wagner als Anstaltsleiter,Oberleutnant Fiedler als Erziehungsleiter und dann die anderen wie Elvis , Hecht, Atze , Apfelbacke, Kern , Funkturm, Filzhut, Hahn , Oberleutnant Brock , Martens , Specki, Oberwachtmeister Garnitz ( den nannten wir immer " Garnichts " weil er als Oberwachti da drin ein Einzelfall war und nicht standesgenäß für uns ) und natürlich Old Focking , der war beliebt weil er alles ohne Druck machte sondern mit Humor und damit hatte er Erfolg. Ich war auf Station II in der Gruppe BD 1 . Gleich im Nebenhaus wohnte Leutnant Wackernagel und dessen jungendliche Tochter konnte von ihrer Wohnung aus direkt in unsere Toilette schauen , was sie auch oft gemacht hatte. Dann hörten wir immer Wackernagel schimpfen. Mit mir zusammen im gleichen Schlafraum war Addi Wolf von der " Usedomer Rowdybande ". Die Verpflegung war furchtbar. Viele von uns bekamen zuerst irgendwo einen kleinen Pickel, der wurde grösser und entwickelte sich zum eiternden Loch welches auch größer wurde. Der Sani konnte nicht helfen weil dessen Salbe nunmal gegen den gravierenden Vitaminmangel nicht ankam. Auch ich hatte zwei solcher Eiterlöcher in den Beinen, die man heute noch sehen kann, ich bin jetzt 67. Diese Eiterlöcher gingen erst dann weg als ich ein Geburtstagspaket von zu Hause bekam mit Obst , Biomalz und Büchsenmilch. Wir bekamen dort zu Mittag keine ordentlichen Speisekartoffeln sondern Futterkartoffeln die für`s Vieh verwendet werden. Die waren erfroren oder angefault aber wir haben vor Hunger alles gefressen, die Kartoffeln vorher zu schälen wäre pure Verschwendug gewesen. Ich besitze noch Videoaufnahmen der Aussenansicht des Jugendhauses im Originalzustand. Sowas vergißt mann niemals, das verblaßt auch nie in der Erinnerung.
Luckau
27.10.11
winkelmann bernd
Luckau
Hallo hier mal ein paar Zeilen von Winkelmann(ja er lebt noch) suche die Jugendlichen von 1975 die am 7 November 1975 mit mir aus Luckau Entlassen wurden . Wir Liefen genau in die Arme von Funki (Oberstleutnant Westpahl)er wünschte uns alles gute fürs weiter Leben. Diesmal aber ohne SS-Uniform sondern in Schlosser-Anzug ,also genauso ein armer Willi ,wie alle in der schönen grauen DDR -Damals 1975 in der DDR
Jugendhaus Luckau
10.08.11
Klaus Gold
Jugendhaus Luckau
Hallo, habe den Beitrag von Rainer durch Zufall entdeckt und wollte ihm mal meine Geschichte zu dem Zuchthaus erzählen. Ich war im Jahr 1967 da wegen sog. versuchtem Grenzdurchbruch und habe die Hölle erlebt. Die ganze Quälerei und Schikane trieb mich in den Suizid, den ich überlebte und sofort nach Gräfentonna verlegt wurde. In Luckau hat man mir während des Arrest einfach einen Backenzahn gezogen - einfach nur mal so weil ich in dem Kellerloch der Arrestzelle randaliert hatte. Da gab es einige Schließer (Erzieher) die in ihren Löffelhosen aussahen wie SS-Männer und sich auch so benahmen. So viel Schläge wie ich da bekommen habe, erlebte ich mein Lebenlang nicht. Gearbeitet habe ich dort für Sternradio Berlin und musste Autoradiogehäuse entgraten und Kabelenden löten. Die Nahrung war der reinste Fraß. Die Schikanen nach "Einschluss" waren die Hölle. Jeden Tag das Gleiche Spiel. Schon wenn ich das Wort Luckau höre, bekomme ich die Krise. Nie in meinem Leben werde ich den Ort betreten - NIE !!! Heute bin ich 61 und damals war ich gerade mal 18 Jahre und habe mit so etwas nicht gerechnet. 34 Monate die mein Leben veränderten und die mir keiner zurück gibt. Gruß an alle Klaus Gold
Unser Tapfere Bundeskanzlerin
30.06.11
Horst Anstatt
Unser Tapfere Bundeskanzlerin
Der Präsident der USA lobte unsere tapfere Bundeskanzlerin Angela Merkel als Kämpferin gegen das SED - Regime. Nun das wusste ich nicht, man lernt eben nie aus. ==================================================== Wer aber lobte die First Lady der ehemaligen DDR Margot Honecker Sie bekommt vom Klassenfeind 1500 Euro Rente Monatlich. Die Frage muss erlaubt sein: warum wird ihre Rente nicht in Ostmark ausbezahlt,von ihrer geliebten Deutschen Demokratischen Republik ( es werden doch noch ein paar Ostmark zu finden sein.) Also vorwärts immer Rückwärts nimmer: der rechtsstaat machts möglich !?
landogar/hammerfest
09.05.11
mario burkhardt
landogar/hammerfest
1974 totschlag worm? warum hast du strobel vergessen der war doch auch mit daran beteiligt,oder war der nicht nennenswert?ich kenne finschow persönlich ,nicht das missverständnisse aufkommen,finschow war mein spanner nach dem er nachschlag bekommen hat und wir hatten keine geheimnisse.ich frag dich mal wurum ging es denn damals?finschow war jemand der ein gutmütiger mensch war.der war auch intelligent.
Jugendhaus Luckau 1966 - 1969 / 1-3
05.05.11
Detlef Wegner
Jugendhaus Luckau 1966 - 1969 / 1-3
hallo, suche auf diesen Weg Leute die zu o.g. Zeitraum ebenfalls in Luckau waren, habe hier in Berlin Schwierigkeiten eine Reha. zu bekommen. Habe meine Zeit in der BP - Gruppe als Schleifer und Polierer abgerissen, wegen versuchter Rep.Flucht. Ausbilder war Herr Kühnel (ganz anständiger Typ) aber die Trainer (hallo hallo) speziell TONGO /Kugelblitz. mein Name ist Detlef Wegner, email : katzeola01@yahoo.de ok, bis denne. freundlich D.Wegner
Beitrag von Norda Kraul
02.05.11
Rainer Jer
Beitrag von Norda Kraul
Hallo unbekanter Weise vielen dank das du dich auf meinen Betrag gemeldet hast ich gebe dir hinsichtlich dem Kindergefängnis Bad Freienwalde 100% recht und wir haben den Kampf auf Rehabilitierung nicht aufgegeben (wir das sind 6-8 ehemalige) alleine haben wir gegen die Justitz keine Chance auf Rehabilitierung des Kindergefängnis Bad Freienwalde nur zusammen notfalls mit einer sog. Sammelklage besteht die Möglichkeit auf Rehabilitierung so versuchen wir nun mit den mit dem jeweiligen Landesbeauftragten Brandenburg und Sachsen Anhalt wege zufinden um doch anerkannt zuwerden. Siehe hier Torgau erst die Maße brachte die Wende im Fall Torgau und das wollen wir auch für Bad Freienwalde. Ich würde mich freuen, wenn du dich persönlich bei mir melden würdest meine über das Forum Portal Heimkinde eu siehe Bad Freienwalde kannst du mich perönlich an schreiben. LG Rainer
Peter Pelka
02.05.11
Mattias Schubert
Peter Pelka
Liebe Frau Lindner, ich kannte Peter keine 4 Wochen, bis es zu diesem Totschlag kam. Es war im Toalettenraum der nicht einsehbar war. 5 Jugendliche hatten sich Kaputzen genäht und gingen dann mit diesen vermummt auf ihren tötlichen Zug. In der Nacht holten sie Peter in diesen Toalettenraum, mehr oder wehniger wahllos ausgewählt und prügelten auf ihn ein. Das geschah 2 mal. Er war regelrecht zertrümmert. Ich war als 14 Jähriger nicht in der Lage zu handeln um das zu verhindern. Stunden habe ich geschrien und gegen die Zellentür geschlagen, doch es kam niemand. Ich habe alles noch genau vor Augen und glauben Sie das ich bis heute damit nicht klar komme. Nein den Wärtern ist nichts geschehen. Der Tot von Peter hatte zur Folge das alle Großzellen aufgelößt wurden und andere Konsequenzen sind mir nicht bekannt. Es tut mir sehr leid um Peter Pelka. Herzlich Mattias Schubert
Suche von Rainer Jerneizig
02.05.11
Norda Krauel
Suche von Rainer Jerneizig
Hallo ich war im D-Heim in Bad -Freienwalde 1980 für 6 Mnate .Vom Landgericht Frankfurt Oder habe ich schon schriftlich das Bad-Freienwalde nur ein Kinderheim zur Überbrückung für die spätere Heimunterbringung war.Laut Gericht war es zur damaligen Zeit ein ganz normaler Vorgang der heute nicht zu beanstanden wäre.Es war ja nur ein Kinderheim ,die Gitter vor den Fenstern ,verschlossene und verriegelte Türen Arbeit den ganzen Tag kein Besuch keine Post und so weiter das nennt man heute vor Gericht Menschenwürdig.Es war eine sehr entwürdigende Feststellung vom Gericht .Es ist schon traurig das ein Deutsches Gericht hohe Mauern eingesperrte Kinder ,Monate lang keine Schulbildung einfach weg redet.Meine Eltern wußten über 9 Monate nicht wo ich war .Es gab kein Gerichtsbeschluß und keine schriftliche Einweisung .Unsere Menschenwürde wurde und wird immer noch mit Füßen getreten. Mfg.Norda Krauel
jugendhaus luckau/jugendhaus halle-frohe zukunft
28.04.11
mario burkhardt
jugendhaus luckau/jugendhaus halle-frohe zukunft
vielen dank erst mal das ich die möglichkeit habe mich mitzuteilen.ich wurde 1975 zu 1-3 jahren jugendhaus verurteilt ausserdem hatte ich noch eine offene bewährungsstrafe von1.6monaten wegen versuchter republikflucht negativ gesagt 4.6 jahre und das mit knapp 16 jahren.das hiess für mich erst einmal jugendhaus luckau.schon bei der bürokratischen aufnahme sagte man mir oh da bist du aber lange hier was für mich so klang "hier kommst du nie wieder raus".in der zugangszelle standen in der mitte 7 betten an der wand ein lautsprecher und die zellen tür war ein grosses gitter wo dich alle insassen sehen konnten.ok ich möchte kein roman schreiben aber ich weiss alles noch als wäre es gestern.ich kenne noch viele namen von häftlingen und erziehern die ich hier aber nicht nennen möchte.es gab wärter die ziemlich brutal waren,wenn im essensaal eine kafeekanne aus mangel von platz auf dem boden stand hat er diese genommen und einem häftling am tisch über dem kopf gegossen. die zellen in haus 1 waren pro zelle für mindestens 16 leute eingerichtet in den zellen gab es nur einen kübel für die menschlichen bedürfnisse.in den zellen keine waschgelegenheit die waren draussen auf dem gang.also nachts kein wasser.selbsterziehung war an der tagesordnung soll heissen bei einer schlägerei hat der wärter schon mal weg gesehen.es gab auch tote dann erst haben sie reagiert,es ist eine schande wie mit uns damals umgegangen wurde.1976 wurden alle gefangenen von luckau nach halle/saale/frohe zukunft transportiert wobei mir der name sehr makaber vorkam aber ich war ja schon einiges gewohnt.das erste was die sogenannten erzieher mit mir gemacht haben war,sie haben mir alle knöpfe von meinem schwarzen schulanzug geschnitten nur weil der obere knopf offen war ich meine dort herschte eine militärische ordnung mit allem drum und dran exzerzieren meldung machen usw.wenn jemand interresse hat mehr darüber zu erfahren kann sich mit mir in verbindung setzen.marioburk@kabelmail.de
15.6.1974 Tod von Peter Pelka
12.04.11
Gabriele Lindner (geb. Polesky)
15.6.1974 Tod von Peter Pelka
Es ist schrecklich diese Tatsachenberichte zu lesen. Ich war damals die Freundin von Peter und habe nie verstehen können wie es passieren kann, dass ein Jugendlicher von Mithäftlingen erschlagen werden kann, ohne das ein Wärter eingreift. Die Schilderungen sind schrecklich. Was hat Peter erleiden müssen, geduldet von Menschen ohne Gefühle und Menschlichkeit. Ich glaube daran, dass alles was wir im Leben tun, ob nun gut oder schlecht, bekommen wir zurück. Für diese Wächter gibt es hoffentlich die härteste Strafe, die das Leben einem auferlegen kann. Gabriele Lindner
Information über den GJWH Torgau
06.04.11
Magdalena
Information über den GJWH Torgau
Hallo Mein Name ist Magdalena,ich bin 14 Jahre alt und besuche die 9 Klasse. Ich bin dabei meine Facharbeit zu schreiben (eine schriftliche Arbeit, die jeder Schüler im Land Brandenburg schreibt)über den Jugendwerkhof in Torgau. Da ich dafür nur 2 Monate Zeit habe ist eine wirklich gründliche Recherche leider nicht möglich. Außerdem gibt es leider noch nicht so viel Information über dieses Thema, deswegen würde ich mich freuen wenn jemand bereit wäre mir seine Geschichte zu erzählen (soweit dies möglich ist) und mir ein paar Fragen zu beantworten Viele liebe Grüße Magdalena
Anmerkung der Redaktion:
Liebe Magdalena, bitte wende Dich an die Gedenkstätte Jugendwerkhof, Tel.: 03421/714203.
Durchgangsheim - KINDERGEFÄNGNIS BAD FREIENWALDE
16.03.11
Rainer Jerneizig
Durchgangsheim - KINDERGEFÄNGNIS BAD FREIENWALDE
Hallo Leute Immer wieder liest man wie schlimm es in Torgau war was die Jugendlichen dort über sich ergehen lassen mußten - aber es gibt nicht nur Torgau wo die Grausamkeit Unmenschlichkeit herrschte! so u.a. das Durchgangsheim KINDERGEFÄNGNIS Bad Freienwalde !!!!!!!!!! hinter dem Kreis jetzt Amtsgericht. Unter den Nazis Gefängnis, später Frauengefängnis und dann KINDERGEFÄNGNIS ich war in diesem KINDERGEFÄNGNIS Bad Freienwalde März 1972 - Aug. 1972 von den Schilderungen die es aus dem damaligen JWH Torgau gibt, ist zusagen, dass gleiche war auch in Bad Freienwalde so der Unterschied zu Torgau liegt nur darin, dass in Bad Freienwalde Kinder und heranwachsende Jugendliche eingesperrt waren und Mißhandelt wurden. Wir - das sind z.Zt. 6.ehmalige aus dem KINDERGEFÄNGNIS Bad Freienwalde kämpfen vor dem Landgericht Frankfurt/Oder und Cottbus für die Anerkennung und Rehabilitierung der Zwangseinweisung in dieses KINDERGEFÄNGNIS. Ich rufe alle auf die zur damaligen Zeit in diesem KINDERGEFÄNGNIS Bad Freienwalde waren sich zu melden damit wir der Staatsanwaldschaft Frankfurt/Oder und Cottbus das Handwerk legen denn diese Staatsanwaltschaften behaupten, das KINDERGEFÄNGNIS Bad Freienwalde hät es so nicht gegeben.! Ich hoffe und wünsche mir das sich viele melden werden die dort einsitzen müßten Liebe Grüße Rainer
Jugendhaus Luckau und Halle
16.03.11
Rainer
Jugendhaus Luckau und Halle
Hallo Leute auch ich war in der Zeit vom März1974 - April1976 im Jugendhaus Luckau April1976 wurden wir dann alle aus Luckau in das Jugendhaus Halle (Frohe Zukunft) verlegt. Den Typen Namen Pfeifzahn kenne ich auch ein kleiner dicker der nur ne große Klappe hatte wenn er durch andere Rückendeckung hatte allein war er feige! Ich war in einer Dreher-Gruppe im 2.OG bis so mitte 1975 danach auch Außenkomando Schraubenfabrik Finserwalde Funkturm war dann mein sog. Erzieher Verurteilt wurde ich damals wegen Diebstahl eines Mopeds, unerlaubtes benutzen von KFZ und versuchter Republicksflucht Das Mopet hatte ich nicht gestohlen und gefahren bin ich es auch nicht - ich war halt nur dabei. Dafür gab es dann 1 - 3 Jahre Jugendhaus ! Im August 1976 wurde ich dann nach fast 2.1/2 Jahren entlassen März 1977 erneut zu 18.Monate verurteilt wegen versuchter Republicksflucht war hier u.a. Stasiknast Wismar, Cottbus Spreeufer, Cottbus Bautzenerstr. Karl Marx Stadt, Berlin Lager X (Hohenschönhausen) August 1978 wurde ich dann freigekauft. Gruss an alle Rainer
beitrag von 08.02.11
15.03.11
bernd winkelmann
beitrag von 08.02.11
hallo Landogar ich hatte auch leutnant westpahl als erzieher,das mit den gruppenälsten den man erschlagen wollte war der langner man hatte es mit ein tischbein versucht ich lag neben langner und sollte der neste sein habe indresse mich mit dir auszutauschen. winkelmann.mail@t-online.de melde dich mal bernd
Luckau-Halle 1974-77
08.02.11
Landogar Hammerfest
Luckau-Halle 1974-77
Luckau wurde im Volksmund auch als Kinder-KZ bezeichnet, und das nicht zu unrecht.Das dort gefoltert wurde kann ich bestätigen,10 Srich 1,Maskenball, Achterbahn,Schmetterling-mit Handschellen am Gitter hängen-,Arrestsport bis zum umfallen und natürlich Schläge.Ich kann mich gut erinnern was für Folgen eine Arbeitsverweigerung hatte.Mein Trainer-Oberleutnant Westphal-war wohl einer der noch am menschlichsten drauf war,doch wenn ich an Tongo-zu meiner Zeit schon Leutnant-,oder Oberleutnat Lehmann diese Sadisten denke wird mir Heute noch übel.Einige von Euch haben ja Tongo als Trainer gehabt-meiner Gruppe gegenüber-,kennt ihr noch Pfeifzahn sein richtiger Name:Gral. Gral,Scheffert und Finschow haben Worm 74 totgeschlagen,ich habe daneben gestanden.Gral 8Jahre Nachschlag,Scheffert 12 und Finschow 4 Jahre.Dann haben Mettig und Rost versucht unseren Gruppenältesten Nachts um zu bringen,da hats wohl auch reichlich Nachschlag gegeben .Rost war auf Bp5-der Trainer war Leutnant Wölke-selber Opfer gewesen,"Fahradfahren" aber mit Bohnerwachs getränkten Socken,Rost war ein halbes Jahr im Haftkrankenhaus,ist knapp einer Amputation beider Füße entgangen.Hirachie und Gewalt der Sver wurde von uns kopiert.Es ging zu wie im Mittelalter,keine Toiletten,Much,TBC und sogar Fälle von Syphillis sind bekannt geworden,ich kenne Heute noch die Namen der Betroffenen.Wer 74 - 75 da war müßte auch noch den Werksmeister-Damaschke-kennen,der hat sich in der Werkhalle das Leben genommen-mit Starkstrom-, der war total in Ordnung,der hat uns immer mit an seinen Frühstück beteiligt und Zigarren spendiert.Ich habe dann nur noch Scheiße gebaut und bin oft im Arrest gelandet,dann hat man mich mit Krüger,Jahnke,Seigis,Rupp,Anders nach Halle verlegt,da ging es dann richtig ab,KTS1=Konzentrationsgruppe 1 unter Aufsicht eines Staatsanwaltes,wir waren von allen abgesondert und haben in der Werkhalle in einen Stahlkäfig gearbeitet.Auch hier haben wir nur Scheiße gebaut,Leute auf Verlangen verstümmelt usw.Einer von der Stasi sagte im Arrest zu mir"ihr seid wie dei Tiere",den habe ich geantwortet:ist doch normal wenn mann unschuldig eingesperrt ist das man irgendwann abdreht. Ich weiß bis Heute nicht für was ich eigentlich gesessen habe."Ihr Russenknechte seid doch verdammte Lakaien des Kremels,ich hoffe das sich die Menschen hier irgendwann den Weg in die Freiheit frei schießen,ich bin dabei!" Das habe ich laut zu Vopos am "Alex" gesagt,dann hat man noch ein Fahnentuch mit "Hetzschriften" drauf bei mir gefunden.z.B.Heute kein Kaffee morgen kein Bier,Honecker wir danken Dir".In Luckau habe ich dann auch wieder Schriften angefertigt und eine Arbeitsverweigerung organisiert,danach gab es Haue Arrest und eine Tribunalverhandlung -deren Vorsitz OL-Lehmann hatte. Icch wurde zum Schein zu !Jahr und 9 Monaten Nachschlag wegen Assitum,Sabotage und Staatsfeindlicher Hetze verurteilt.Mein Trainer"Funki" war mein Anwalt.Mußte die Strafe nie verbüßen. Lehmann hat mir während dieses Schmierentheaters noch die Knöpfe vom Filzkittel abgerissen weil ich ihn einen Clown genannt habe.Das waren brutale Zeiten.So,jetzt habe ich genug Getalkt. mfg
Anrechnungszeiten für die Rentenberechnung
06.01.11
Dieter Heim
Anrechnungszeiten für die Rentenberechnung
Nach §6Abs.3 des SVG der DDR vom 07.04.1977 wird die versicherungspflichtige Tätigkeit nachgewiesen, d.h. auf dem Bestätigungsschein, der bei der Entlassung übergeben wird steht: " ... wird bestätigt, daß ... Jahre und ... Monate als versicherungspflichtige Tätigkeit gemäß §6Abs.3 des SVG vom 07.04.1977 (GBl.I Nr. 11 S.109) anzurechnen sind. Auch wenn kein Eintrag im SV-Ausweis erfolgte, sollte dieser Schein ausreichen (Vordruck SV 129). In wie weit sies auch rückwirkend gilt, ist zu prüfen, siehe SVWG der DDR vom 12.01.1968. Es ist möglich, das noch Unterlagen in den Archiven der jeweiligen StVE/StVA bezüglich Gefangenengelderkasse vorhanden sind. Möglich auch bei der Behörde der Stasiunterlagen in Berlin über eine mögliche, personengebunden Akte anfragen.
Haftschäden
03.01.11
Horst Anstatt
Haftschäden
Anerkennung von Haftschäden könnte man ja die Gefängnisärtzte Fragen. Der Gefängnisarzt in Cottbus "Doktor Schnelltod" diagnose besonders dumm, und damit ist schon alles gesagt.
Aufarbeitung der DDR
03.01.11
Horst Anstatt
Aufarbeitung der DDR
Als Ergebnis heute, bei der Schaumschlägerei, die sich juristische Aufarbeitung der ehemaligen DDR - Diktatur nannte. Müssen wir nur noch darum würfeln, wer Täter und wer Opfer sein darf.........................
anerkennungszeiten
21.12.10
ulrich hatek
anerkennungszeiten
ich hätte da mal,als " ehemaliger " , eine frage. wie sieht es eigendlich mit anerkennungszeiten für die rentenberechnung aus? habe ja schließlich,in meinen fall auf " meisen ",als karuselldreher und späne- fuchs im 3-schichtsystem gearbeitet und das nicht zu knapp. man war ja sv-pflichtig(kranken-und rentenversichert). oder kann man sich noch an den betrieb kfz-zubehörwerk meisen wenden,falls es noch exestiert.
Anmerkung der Redaktion:
Sehr geehrter Herr Hatek, eine Haftzeit in der ehemaligen DDR wird im bundesdeutschen Rentenrecht nicht angerechnet, weil es keine Rechtsgrundlage dafür gibt: im Einigungsvertrag wurde dazu nichts geregelt. Nach bundesdeutschem Recht wird während einer Haft keine rentenrechtlich relevante Zeit zurückgelegt (es sei denn nach erfolgter Rehabilitierung).
Weihnachten
16.12.10
Horst Anstatt
Weihnachten
Ich wünsche allen Ruhe und Gelassenheit, dass Sie ein schönes Weihnachtsfest erleben und dass im kommenden Jahr alle Höhen und Tiefen genauso gut gemeistert werden wie in diesem Jahr. Bleiben oder werden Sie gesund. Horst Anstatt
Aufenthalt von 1976-1977 und 1979-1981
25.11.10
Jürgen Brand
Aufenthalt von 1976-1977 und 1979-1981
Ich war 2 x in Torgau gewesen und habe 14 Monate im Strengen Einzelarrest verbracht.1979 als das Strafvollzugsänderrungsgesetz rauskam musste ich bei Elmo die Arbeit aufnehmen um nicht ständig "Nachschlag" zu kriegen. Wer war zu diesen Zeitraum auch dort?Mein möchtegern Erzieher war Leutnant Müller Gruß Jürgen B.
Torgau
22.11.10
Martina Rößler
Torgau
Hallo, auch ich war 1965 zwei mal in Torgau und es war für mich das Schlimmste was ich in meinen Leben erlebt habe.Die Verbrecher Sprewitz,Richter, Lehmann,Cretschmar werde ich nie vergessen können.Ich bin 60 und habe nur die Albträume die mich in den Wahnsinn treiben. Da kann mir kein Arzt helfen. Alle Kuren schlagen nicht an.Man ist nur noch zum sterben bereit, denn das Leben ist nicht Lebenswert. LG: Martina
Stasi Zuchthäuser DDR
22.11.10
Horst Anstatt
Stasi Zuchthäuser DDR
Zu Manfred Krieger: Hallo bin 68 Jahre alt war von 1961 bis 28.08.1968 in Bautzen, Cottbus, Haftkrankenhaus Klein Meusdorf Leipzig In Kürze ======== 20.08.1961 Stasi Cottbus Spreeufer Boykotthetze 19 und Staatsverleumdung 04.09.1961 Bautzen gef.Buch - Nr 890/61 12.11.1963 Haftanstalt Cottbus Zelle 10 24.Febr.1964 Haftkrankenhaus Leipzig Klein Meusdorf 31.05.1965 Cottbus Kom. Haus 2 Zelle 9 Freigekauft am 28.08.1968 über Karl Marx Stadt Horst Anstatt, ist dir mein Name bekannt u.s.w.
Stasi und Zuchthäuser DDR
16.08.10
Manfred Krieger
Stasi und Zuchthäuser DDR
Hallo, bin jetzt 63 Jahre alt und war von 1961 bis 1968 in den verschiedenen Stasihaftanstalten, JWH und Zuchthäuser. JWH Letschin und kurz in Torgau. Untersuchungshaftanstalten der Stasi in Cottbus und Leipzig. Zuchthäuser: Brandenburg, Cottbus, Torgau, Waldheim und auch im Haftkrankenhaus Klein Mäusdorf bei Leipzig. Ganz kurz auch mal bei der Stasi in Karl Marx Stadt. Mif freundlichem Gruß Manfred Krieger
Torgau war die Hölle
16.08.10
Schubi
Torgau war die Hölle
Ich war von Mitte 1974 bis Anfang 1976 in der Gruppe C2/2, der "Erzieher" war Oberleutnant Tischer.
peter bardch
10.06.10
bernd winkelmann
peter bardch
hallo peter barsch hast du eine e mail adresse damit ich dir mal mailen kann,kännst du noch funki (leutnant westphal)der musste sich immer bücken wen er durch die zellentür reinmachte oder unterleutnant kugelplitz das war ein ganz schlimmer zeitgenosse meine e-mail winkelmann.mail@t-online.de
Das Grauen hat einen Namen ...
07.06.10
Bodo Blunck
Das Grauen hat einen Namen ...
Es ist ja kaum fassbar, was in Torgau … Jugendwerkhof / Fort Zinna … alles gelaufen ist. Wie Menschen - über Jahre hinweg wie Freiwild gejagt wurden - in Verhören zugeschlagen wurde - ihnen das Leben mit Brutalitäten zur Hölle gemacht wurde - wie sie durch die Gänge gejagt, gefoltert und die Knüppel geschwungen wurden - wie Menschen in den Tod getrieben wurden. Es ist wirklich kaum fassbar. Und dann lese ich hinsichtlich der Suche nach Verantwortlichen immer wieder was von „die Stasi“ … die böse Stasi etc. Korrekterweise müsste es aber heißen: es war nicht die Stasi, die das fabriziert hat. Es waren Menschen … Menschen in Torgau, die das gemacht haben. Genauer gesagt: vorwiegend Menschen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt waren … in Torgau ... und die sich partiell ggf. auch heute noch auf Kosten des Steuerzahlers ein schönes Leben machen. Und wenn ich dann lese, dass die Verurteilung der brutalen Monster in Menschengestalt nur in Einzelfällen erfolgte und das Gericht in diesen Einzelfällen lediglich Geldstrafen verhängte, da kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Da passt es doch schon fast maßgeschneidert ins Konzept, dass der Torgauer Stadtradt rund 20 Jahre (?!) brauchte, um eine Überprüfung der Stadträte auf eine frühere Tätigkeit für die DDR-Stasi in die Wege zu leiten … 20 Jahre !? Ich weiß schon, weshalb ich niemals nach Torgau fahren und dort auch keinem älteren Menschen die Hand geben würde, der im öffentlichen Dienst beschäftigt war. Vielleicht hat die gleiche Hand vorher ja auch mitgemacht, Menschen systematisch in den Tod zu treiben.
Einweihung des Mahnmals am 09.05.2010
31.05.10
Manfred Spies
Einweihung des Mahnmals am 09.05.2010
Am 09.05.2010 hatte ich eine Einladung zur Einweihung des Mahnmals wie es off hieß:"Für die Opfer der NS-Militärjustiz,der sowjetischen Speziallager 8+10 und der DDR Strafvollzugsanstalt.Doch wenn ich geahnt hätte was ich dem Ort des Gedenkens erleben mußte macht mich das nach 14 Tagen immer noch wütend.Es waren dort Leute anwesend,die keine Einladung hatten aber mit ihren ausgerollten Spruchbändern von den Antifa-Linken aus Leipzig uns provozierten und mich persönlich attackierten.Der "Höhepunkt"war aber als nach der Mahnmal-Enthüllung der 89 jährige Vorsitzende des Opferverbandes der NS-Militärjustiz Ludwig Bau- mann das Mahnmal als Schandmal bezeichnete.Er verlangte neben einer Tafel mit Namen der NS- Richter,die ohne Gerichtsverhandlung in den Speziallagern umkamen ein noch größere räumliche Trennung zwischen beiden Gedenkorten,obwohl schon eine 2m hohe Hainbuchenhecke die beiden Gedenkorte trennt.Wenn man sich über die Vita des Herrn Baumanns informiert kann man folgendes erfahren.Seine Anti- Naziaktivitäten bestande´n darin,daß er 1942 mit seinem Freund Kurt Oldenburg in Frankreich nach Bordeaux desertieren wollte und an der Grenze zwischen dem bestzten und unbesetzten Frankreich festgenommen wurde.Bei Desertation mit Waffen wurde normalerweise das Standrecht verhängt,daß er mit 12 Jahren Zuchthaus,von denen er 3 Jahre absitzen mußte kann man nur als Riesenglück be- zeichnen.Es berechtigt ihn aber nicht dazu die Opfer der sowjetischen Speziallager und der DDR Terrorjustiz zu diffamieren.Ich möchte nur noch daran erinnern,daß an der innerdeutschen Grenze Zivilpersonen,die von Deutschland nach Deutschland wollten brutal umgebracht wurden.
Beitrag vom 29.01.2010,von Thomas,über Luckau.
18.05.10
Karl-Heinz Freitag
Beitrag vom 29.01.2010,von Thomas,über Luckau.
Hallo Thomas,würde Dich gerne persöhnlich kennen lernen.Meine E-mail : margittakalle@t-online.de Viele liebe Grüße,an Alle die den ganzen Scheiß mitgemacht haben,Kopf hoch,wir haben schon ganz andere Dinge durchgemacht.Gruß Kalle.
Hallo Bernd
07.04.10
Peter Barsch
Hallo Bernd
Ich war zwischen 73-75 in Luckau. Außenkomando Finsterwalde. Kann sein das wir uns kennen.
Gestohlene Jugend - gestohlene Lebenszeit
06.04.10
Dieter Heim
Gestohlene Jugend - gestohlene Lebenszeit
Es nicht so einafch, über 'DASS' zu berichten oder zu schreiben, was man in in Torgau 'erlebt' und 'gelebt' hat. Zunächst dachte ich auch, ich schreibe einafch auf, was ich während meiner Haftzeit erlebt habe, aber die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Da werden Erinnerungen wach über 'dass', was man 'erleben' und 'übersich ergehen' lassen musste. Es ist nicht so einfach, über Erlebnisse und Erfahrungen zu sprechen oder zu schreiben, wie es sich 'Unbeteiligte' so einfach vorstellen. Man hört auf, macht eine Pause - die Monate oder Jahre andauert, weil man einafch nicht verstehen kann, warum Menschen so grausam sein können. Man redet sich ein, es war doch gar nicht so schlimm und vergisst, mögliche Folgen werden ignoriert. Wird man nach so einer Aussetzung des Bösen - nicht zwangsläufig selber gefühlslos oder böse? Kann man das überhaupt verstehen? Begreift man überhaupt, was da in einem passiert? Glauben wir zu wissen - was richtig ist? Nach fast vierzig Jahren nach der Haft muss ich erkennen, ich habe keine einfache Antwort, denn ich habe auf einmal mehr Fragen als Antworten.
Gästebuch
05.02.10
Mattias Schubert
Gästebuch
Sehr geehrter Herr Hiop sehr geehrte Ehemalige, mein kleiner Beitrag dessen Inhalt Sie Herr Hiop anzweifeln, ist ein winziges Stück Erinnerung an Gewesenes. Ihre Zweifel kann ich nicht ausräumen und brauche es auch nicht zu tun. Es ist für SIe egal denn es ist meine kleine Erinnerung und nicht die ihre. Ich habe mit diesen Tatsachen zu kämpfen denn es sind meine unvergesslichen dunklen Erlebnisse und nicht ihre. Also ist es uninteressant ob Sie Zweifel haben oder nicht. Ich war dabei und zwar unmittelbar. Ich hatte in dieser Nacht als Peter Pelka Starb unvorstellbare Angst um mein eigenes 14 Jahre altes Leben. Ich habe Stundenlag panisch gegen die Tür getrommelt und so geschrien das die ganze Stadion erwachte nur es kam kein Schließer. Danach Verlegung und Verhöhre, Verhöhre, Verhöhre. Alle wollten sich reinwaschen und ich war die gesamte weitere Haftzeit der "Anscheißer".Das Erlebnis für einen 14 Jährigen . Nein bitte Herr Hiop ich werde ihre Zweifel nicht ausräumen. Wenn Sie Zweifeln wollen dann bitte oder informieren Sie sich selbst wenn Sie das interessiert. EIn Mord oder Totschlag durch Gefangene in einer Haftanstalt wird irgendwo dokumentiert sein. Herzlich Mattias Schubert
Anmerkung der Redaktion:
Die Angaben zum Tod von Peter Pelka sind nach den uns vorliegenden Gefängnisunterlagen korrekt. Er ist am 15.6.1974 an den Folgen von Mißhandlungen durch jugendliche Mithäftlinge in der StVA Torgau gestorben.
Torgau 1958
02.02.10
Horst Kreeter
Torgau 1958
Hier aus Erinnerungen meiner Haftzeit in Torgau von 1956 bis August 1964 - Frankfurt/Oder, den 01.06.1992. Wortgetreue Textabschrift des Führungsberichts der Vollzugsanstalt Torgau von 1958. Seine bisherige Führung und Disziplin entsprachen nicht immer den Anforderungen. Er nahm verbotene Gegenstände mit in die Zelle und benahm sich gegenüber dem Aufsichtspersonal Disziplinlos, b.z.w. widersprach dessen Weisungen. Auf Grund dessen mußte er bereits einigemale mündlich verwarnt werden. Gegenüber den Mitgefangenen benahm er sich bisher ruhig und verträglich. K. ist seit langer Zeit im A.-Betrieb Meißen als Dreher eingesetzt. Seine Arbeitsleistungen sind gut und er wurde auf Grund dessen im Januar 1958 mit 20,- DM ausgezeichnet. Seine Disziplin am Arbeitsplatz ist ebenfalls nicht immer befriedigend. Der Strafgf. K. ist Leser der Berliner Zeitung und benutzt aus der Gefangenenbücherei allgemeine Literatur. An der Entwicklung in der DDR ist er nicht interessiert. Obwohl von ihm selbst noch nicht festgestellt wurde, daß er negative Diskussionen führt, muß unbedingt erwähnt werden, daß er negativen Gesprächen unter Mitgefangenen nicht entgegentritt und auch das Aufsichtspersonal hiervon nicht verständigt, sondern sich zurückhaltend benimmt. Die Leitung der Strafvollzugsanstalt Torgau ist der Ansicht, daß bei dem K. bisher keine wesentlichen Erziehungserfolge erreicht wurden. Seine oben erwähnten guten Arbeitsleistungen stehen im Gegensatz zu seiner politischen Einstellung, welche sich seit seiner Straftat kaum verändert hat. Auf Grund dessen wird eine eventuelle Herabsetzung seiner Strafe nicht befürwortet. Tuschling Hauptmann der VP -------------------- ----------------------- ------------------------ Fast gleichlautende Berichte 1959, 1960 und 1962. Leiter der Anstalt Tuschling ab 1960 Major. Sein Stellvertreter Heidler, Oberleutnant.
Karl-Heinz Freitag (Luckau)
29.01.10
Thomas
Karl-Heinz Freitag (Luckau)
Ich war 1973/74 in Luckau; § 213 (RF) Die schlimmste Zeit meines Lebens und ich war später in Pankow, Hohenschönhausen, Brandenburg ... aber Luckau war die Hölle!
Allgemeines
26.01.10
Mattias Schubert
Allgemeines
Hallo alte Kameraden, ich habe leider keine Ahnung, ob der OKS Horst hies. Ich habe Ihn bitter kennengelernt. Er leitete die Vernehmungen zum Totschlag an Peter Pelka. Ich war Ihm einfach höfnungslos ausgeliefert,als hätte ich Peter erschlagen. Die gesamte Zeit im Zuchthaus Zinna belastet mich auch 38 Jahre danach und ich kann der Aussage des Lustigen Vogtländers nicht folgen. Es giebt hir nichts zu relativieren. Ich war 14 Jahre zu dieser Zeit und ging nach Hause als Zombi! Ich war Jahre nicht mehr Lebensfähig und denke immer noch an diese Zeit, es läst mich nicht los. Es ist nicht allein damit getan ein Gedenkmahl zu setzen was auf die Erschossenen hinweist. Den Totet gilt das Andenken in Ehren, aber wir leben seit Jahrzehnten in der Erinnerung an die Folter Zinna und sind nicht Tot wir müssen es ertragen! Ich war ein kleiner Junge, und wurde entlassen mit der Leiderfahrung eines 80 Jährigen der zum Schweigen verurteilt war weil keiner glaubte was du zu erzählen hattest. Die Zeit nach Zinna war nicht besser, nur etwas anders. Zinna und die Stasi haben mich geprägt und mir bist heute das Lachen vergält, das machen die Haftentschädigung und die 250 Euro nicht gut. Was ist mit den Bütteln die uns die Gänge langgejagt und den Knüppel geschwungen haben? Oder die uns im Keller nach Herzenslußt verdroschen haben? Den militärischen Drill, die Krankheiten. Jeder kleine Schnitt den du hattest vereiderte großfläschig. Mangelernährung, Bewegungsmangel, Astma, Herzrhythmusstörung. Die schwarzen dicken Klamotten Sommer wie Winter. Die Schläger Beller, Conrad, Propp im Auftrag der Erzieher. Erinnert Ihr euch an den Satz von Härtel:"Wenn Du unsere Normative des sozialistischen Zusammenlebens nicht einhalten kannst, dann werden wir aus der kleinen Palette der Vergünstigungen auch nichts für dich herausgeben". Den hatte er wohl auswendig gelernt. Aber aus der Palette des Horrors wurde kräftig verteilt. Fort Zinna war das schlimmste Jugendzuchthaus an welches sich auch die Hafterfahrenen erinnern und nicht jeder hat es überlebt! Es mag jeder anders empfinden,aber es giebt nichts am Jugendstrafvollzug der Kategorie1 Fort Zinna was in irgendeiner Art gut gewesen währe. Mattias Schubert E2 A1 73 - 75
OKS (Offizier für Kontrolle und Sicherheit)
14.12.09
Arthur Meyer
OKS (Offizier für Kontrolle und Sicherheit)
Weiß jemand ob der OKS Leutnant Raschke mit Vornamen Horst hieß ??? Er war in meiner Zeit von Jan. 1975 bis März 1976 OKS ein penetranter Menschentyp. Beschreibung zur Errinnerung wie ich den Mann noch vor Augen habe. - ca. 175 cm - mittelblond - kalte blaugraue Augen - schlank bis sportliche Figur - ca. 70 - 75 Kilo schwer Wer weiß wie lange er in Torgau war und wo er noch sein Unwesen trieb ! Gruß Arthur Meyer
karl-heinz freitag
23.11.09
bernd winkelmann
karl-heinz freitag
hallo karl-heinz freitag ,wie alt warst du, als dein weg dich nach luckau gebracht hat.ich war mit 15 jahren für 1 bis 3 jahre nach luckau verbracht worden
Anfrage,ob ich der jüngste politische Gefangene in der DDR war !
16.11.09
Karl-Heinz Freitag
Anfrage,ob ich der jüngste politische Gefangene in der DDR war !
Guten Tag,mein Name,Karl-Heinz Freitag,geboren 30.06.1956 in Schönberg/Mecklenburg.Im Mai 1971 beim Fluchtversuch in die BRD leider im Todesstreifen erwischt worden und in die Untersuchungshaftanstalt nach Wismar (Kellerstraße 1)gekommen,viel prügel und Nachtverhöre von den Stasischergen bekommen.Nach einer Woche wurde ich in Grevesmühlen zu 1-3 Jahren Jugendhaus verdonnert,dann ging es nach Schwerin in U-Haft und von da aus mit einen Sammeltransport (Otto Grotewohl Express)so hies der Zug quwer durch die DDR,für mich war in Berlin Hohenschönhausen erst mal Endstation wieder eine Woche lang viel Scläge und Verhöre durch die Stasi-Schweine,danach hat man mich mit der grünen Minna nach Luckau in die Karl-Liebknecht Straße gefahren,ins ehemalige KZ(Jugendhaus)hier blieb ich bis zum 09.11.1972,durch die große Generalamestie frei gekommen,bin durch die Schläge und Erniedrigungen der DDR-Schergen heute zu 30% geschädigt und lebe nur noch von Medikamenten.Ich bekomme zwar eine kleine Rente und auch die Opferrente aber den Schmerz aus meinen Herzen bekomme ich nicht weg,eines Tages kommt der Tag der Abrechnung.(Die Kommunistenbrut ist doch schon wieder voll am Ruder)
Manfred Spies
10.11.09
Rainer Hildebrand
Manfred Spies
Hallo Manfred Spies, ich habe heute durch Zufall das Gästebuch der DIZ Torgau entdeckt und gleich als ersten Beitrag Deine Angaben über Deinen Leidensweg in Torgau gelesen. Ich war zwei Jahre nach Dir in diesem verachtungswürdigen Betrieb KFZ-Meissen gelandet und auch wie Du aus rein politischen Gründen.Ich arbeitete mit Sicherheit auch an Maschinen welche Du in Deiner Haftzeit betreuen musstest. Unter anderem drehte ich für Robur Bremstrommeln wie auch für W-50 und war am Karussel Lenkkränze drehen, wie an der Kopfbank zum abstechen dieser Lenkkränze tätig. Auch musste ich in der Härteanlage kurze Zeit arbeiten ehe ich dann in die Werkzeugschleiferei kam, bis zu meiner Entlassung im Juni 1969. Ich hätte ein paar Fragen an Dich was Mitgefangene betrifft welche vor meiner Zeit eventuell Deine Leidensgefährten sein konnten und würde mich freuen,wenn Du mir etwas darüber sagen könntest. Sagen Dir die Namen " Gottfried Gerber,Walter Beerbaum,Wolfgang Ludwig,Edwin Raschke, Ernesto, Max Melhorn,Walter Marquart,Dieter Brandenburg gen.Büffel, Valyasper,Peter Liebchen,Reiner Ohde,Helmut Kühling,Dieter Weissflog,oder Lochner von Hüttenbach etwas?Wenn ja, dann rufe bitte die Frau Zimmermann an und Du erfährst von dieser netten Frau vom DIZ meine Rufnummer, falls Du bereit sein solltest mit mir in Kontakt zu treten.Alles was Du über den groben Gottlieb und über die Berufsverbrecher schreibst kann ich nachvollziehen,denn ich habe auch genug in dieser Hinsicht miterleben müssen. Gab es zu Deiner Zeit den Mitgefangenen Winter schon,der wie ein Sklave vom groben Gottlieb behandelt wurde und sich selbst das Leben nahm? Alle waren damals der Meinung dass den armen Teufel nur einer auf dem Gewissen haben konnte.Solltest Du an einem Gespräch mit mir interessiert sein so würde ich mich über einen aufschlussreichen Erfahrungsaustausch mit Dir freuen. mit freundlichen Grüßen Rainer Hildebrand
Meine Haftzeit 1962-1965
19.10.09
Manfred Spies
Meine Haftzeit 1962-1965
Hallo Kameraden! Nach meinerStasi-U-Haft im August 1961,kam ich nach meiner Verurteilung(7 Jahre § 14 STEG)im Januar 1962 nach Torgau.Nach einigen Tagen auf der Isolierstation wurde ich zum KFZ-Zubehörwerk Meissen eingeteilt.Ich arbeitete dort in der Reparaturschlosserei im Einschichtsystem.Es kam aber häufig vor,daß ich Nachts geweckt wurde,wenn eine Havarie an den Drehmaschinen oder Karusseldrehbänken auftrat.Ich war unter anderem mit Horst Kreeter 2 Jahre auf einer Zelle,ehe er 1964 freigekauft wurde und zu seinen Angehörigen in die BRD kam.1963 zu Kuba- Krise erhielten wir nur das stark zensiert"ND",damit keiner von der krisenhaften Entwicklung zwischen den Großmächten USA-SU etwas erfuhr.In dieser Situation tat sich der Hauptwachtmeister"Grober Gottlieb"hervor,der übrigens mit seiner Bunawurzel wie wir den Gummiknüppel bezeichneten mit Schlägen in die Rippen die ständig blaue Flecken hinterließen.Wörtlich sagte er dann,wenn wir uns unterhielten:"Ihr müßt doch nicht glauben,das wir keine Wand finden an die wir euch stellen,bevor die GI-Helme über die Mauer gucken. In dem Moment war uns klar,daß die Situation zwischen den Russen und Amerikanern eskalierte und wir alle sehr beunruhigt waren.Nachdem mein Freund und Zellengenosse Horst Kreeter 1964 freigekauft wurde und zu seinen Angehörigen in den Westen entlassen wurde hatte ich meine schlimmste Zeit in Torgau.Ich bekam nämlich einen Berufsverbrecher auf die Zelle,der die Aufgabe hatte mich mit politischen Äußerungen zu provozieren und anschließend zu melden.Die Konsequenz war,daß ich im Januar 1965 zum Stationleiter Oberl."Reisschiene"vorgeladen wurde,und er mir wegen angeblicher illegaler Gruppenbildung und Hetze mir eine mehrjährigen Nachschlag androhte.Doch im Juli 1965 wurde ich ebenfalls freigekauft und kam über die U-Haftanstalt der Stasi in Berlin Magdalenenstr.in die Freiheit. Nachtrag:Mein Cousin Lothar Holopp wurde 14-jährig von den Russen 1945 aus Schönebeck abgeholt,weil er angeblich beim Werwolf war.Über die Haftstationen Buchenwald endete sein junges Leben im "Speziallager" der Russen in Torgau. 1950
Kommandoleiter Oberleutnant Scholz
05.10.09
Gustav Rust
Kommandoleiter Oberleutnant Scholz
Liebe Kameraden, ich war mit Unterbrechung insgesamt mehr als neun Jahre in Polit-Haft. Zeitraum 1958 bis 1975. In Torgau war ich von 1974 bis zu meiner Entlassung am 15.7.1975. In Torgau schrieb ich meinen dritten, 14-seitigen Ausreiseantrag, gespickt mit Marx-Engels und Lenin-Zitaten, hatte mich etwa 6 Jahre mit dem Selbststudium des Marxismus befaßt. Dieser Antrag ist nirgends aufzufinden. Bei der Abt. Inneres in Zossen mußte ich nochmals wenige Sätze als Antrag zu Papier bringen. Am 31. 10.75 durfte ich dann legal ausreisen und nahm in Berlin-Steglitz meinen Wohnsitz. 1996 erschien die erste Auflage meiner Biographie "Ich war auch dabei". Seit etwa 3 Jahren war sie vergriffen, bis ich sie jetzt von 256 auf 415 Seiten erweiterte und noch einmal 1000 Exemplare drucken ließ. Ich signiere sie am Mahnmal für die Mauertoten aus dem Bereich des Spreebogens, Ebert/ Ecke Scheidemannstraße, sammle dort Spenden, pflege die Gedenkstätte und ließ schon 152000 doppelseitige Flugblätter für die Touristen drucken. Soweit Spendengled übrig war, sendete ich es an das Strafvollzugsmuseum Waldheim, "Hilferufe von drüben" u.s.w. Näheres zu meiner Biographie etc. könnt Ihr in meiner Homepage erfahren. Mein Kommandoleiter 1974/ 75 beim Kdo. Meißen war Oberleutnant Scholz. Die Schleimer nannten ihn "Fürst", wir anderen "Meckerlatte". Er soll zwischenzeitlich durch einen Unfall verstorben sein. Ich arbeitete bei Meißen Normalschicht, war Schweißer und Schmied in der Werkstatt. Kennt noch jemand Oberleutnant Scholz? Einer von Euch erwähnte ihn in seinem Eintrag. Ich bin organisiert in der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V., gegründet 1950, der älteste und noch immer der größte Opferverband. VOS, Stremannstraße 90, 10963 Berlin. Tel.: 030-26552380 Mit kameradschaftlichen Grüßen, Gustav Rust, www.gustav-rust.de
Gästebuch
23.04.09
Bernd Winkelmann
Ich habe doch ganz vergessen meine e-mail anzugeben winkelmann.mail@t-online.de wie gesagt war ich von 1972 bis 1975 für drei jahre im jugendzuchthaus luckau wegen diebstahls (10Monate) und versuchter Republikflucht die nicht stattfand weil wir durch verrat in Eisenach aus dem zug gezhärt wurden mir wurde nach verbühsung der drei jahre, 3Jahre bewährung mit arbeitsplatzbindung sowie meldeplicht ($48)auferlegt frage ist dieses strafmaß gerecht . freue mich auf antworten bernd
Gästebuch
16.04.09
Hi Torgauer
Ich war auch 4 Jahre Fort Zinna, kam zu Wende raus.\r\nWas soll man sagen, ich habe Menschlichkeit erlebt als Reaktion auf Unmenschlichkeit.\r\nOb Insassen oder Personal, auf beiden Seiten gab es solche und solche.\r\nVom Personal hätte man Menschlichkeit erwarten dürfen, leider.\r\nTorgau stand für \"Qualität\" und man hatte den berühmten roten Punkt in der Akte wenn man dahin verlegt wurde von der Staatsanwaltschaft.\r\nDen Todesfall im Arrest, ich war zu diesem Zeitpunkt im Arrest und konnte akustisch alles verfolgen(wegen Nicherfüllung der Arbeitsnorm Meißen).\r\nIch kann das also Bestätigen, der bettelte um medizinische Hilfe, klagte über starke Schmerzen und die Antwort war\" Simuliere nicht\" !!!!\r\nIch wünsche jeden Betroffenene viel Stärke, viel viel Gesundheit, und Ruhe für seine Seele !!!!\r\n\r\nMFG Der lustige Vogtländer
Gästebuch
02.04.09
bernd
hallo auch ich bin bernd und habe von 1972 bis 1975 in luckau das grab meiner jugend verbringen müssen habe großes intresse mich mit leidensgenossen zu unterhalten.
Gästebuch
09.02.09
drewuschewski, jürgen
hallo! ich war von feb. 1970 bis märz 1972 in luckau. ich war in der gruppe B4, das war außenkommando finsterwalde. wenn mich aus dieser zeit noch jemand kennt der sich mit mir über diese zeit unterhalten will, dann bin ich gerne bereit dazu. mein haftgrund war der §213. es sind in der zeit viele gekommen u. gegangen. wäre gut mal mit jemand drüber reden zu können. "draußen" ist immer das vorurteil zu spüren, jugendhaus wäre sowas wie erziehungsheim gewesen. was dort manchmal abging, na ja, wer dabei war weiß es ja selber. schlimm, denn wir waren ja alle so zwischen 15 und 20 jahre alt, da sollte man sowas noch nicht erleben müssen! also gut, ich bin gespannt wer sich meldet. meine anschrift: jsc-drewu@t-online.de
Gästebuch
15.01.09
Peter Wende
Hallo, ich war in den Lahren 1970 bis 1972 im Jugendhaus Luckau inhaftiert. Ich hatte eine Jugendstrafe von 1-3 Jahren abzusitzen. Mich würde interessieren, ob es diese Einrichtung zur Besichtigung noch gibt. Ich würde gerne meine Vergangenheit aufarbeiten, so dass mir hier jede Unterstütung hilft. Peter Wende
Anmerkung der Redaktion:
Sehr geehrter Herr Wende, Teile des früheren Gefängniskomplexes in Luckau sind heute zugänglich. Das Museum in Luckau befindet sich in der Klosterkirche und bereitet für dieses Jahr eine Ausstellung zum früheren Gefängnis, natürlich auch zum Jugendhaus vor. Kontakt: http://www.luckau.de/index.php?id=126 Tel. (03544) 2293
Gästebuch
18.12.08
Horst Kreeter
Ich war von Juli 1956 bis August 1964 als politischer Häftling in Fort Zinna. Mit Stasi U-Haft fast 9 Jahre. In Torgau kamen wir Politische erst einmal auf die Station 1 (Isolierstation)in strenge Einzelhaft. Zusätzlich eingenähte breite rote Stoffringe um linken Oberarm und rechtem Oberschenkel. Einzellhaft war ich schon gewohnt. Die tägliche "Freistunde" der Station 1 im halbstündlichen Gänserundmarsch mit größerem Abstand untereinander damit wir uns nichts zuflüstern konnten,auch.Im Herbst wurden viele von den Russen Verurteilte entlassen. So kam ich dann schon nach relativ kurzer Zeit von der 1 runter und in den Arbeitseinsatz. Zuerst in ein Mechaniker-Kommando. Wir bauten im Keller Fahrscheindrucker Zählwerke zusammen. Im Januar 1957 dann in ein Lehrkommando für Dreher. Anschließend in das Kommando Meißen. Ein in der Anstalt aufgebauten Betrieb für Kfz.-Ersatzteile Herstellung. Wir hatten 3 Schichtbetrieb und eine Tagschicht dazu. Betriebsleiter, Technologe, Zeitnehmer und Meister der Teilekontrolle waren vergatterte Zivilisten. Alle anderen, wie Meister, Arbeitsvorbereiter, Schichtleiter, Werkzeugmacherei usw. waren Häftlinge. Bezahlt wurde nach Leistungslohn, wobei die Anstalt dreiviertel des Lohns einbehielt. Anfallende Krankenstunden wurden zum Jahresende in Sonderschichten Aufgearbeitet. Urlaub viel sowieso weg, so dass wir praktisch alle Arbeitstage des Jahres voll eingeplant waren. Sozusagen die Sklaven des zwanzigsten Jahrhunderts. Von mir hat die Anstalt in den 7 Jahren ca. 20.000 Mark kassiert."Froschauge", den Heinz Biro erwähnte, war 1956 auf der Station 6 als Polizeimeister Kommandoleiter. Ein Hauptmann Tuschling war damals Leiter der Anstalt. Ich fand diesen Namen später in meiner Strafakte in Frankfurt/Oder. Von den Bewachern gab es keine Klarnamen. Spitznamen, wie Toni (Oberleutnannt und sein Stellverträter) Sarottimohr (Leutnannt Postabteilung)Putenschlund, Elisabet, Küchenheinz und Grobe Gottlieb, sind mir noch in Erinnerung. Den Stasi-Verbindungsoffizier nannten wir T34, weil das seine Raumnummer war. Nachdem ich die hygienischen Zustände in anderen Haftanstalten kennen gelernt hatte, war man in Torgau immer noch gut bedient. Es war fließend kalt Wasser mit Waschbecken und Spültoilette in jeder Zelle. Dazu bekam jeder ein Stück Kernseife, ein Zahnpastestück, das mit nasser Zahnbürste (Holzstiel) gerieben, so etwas wie Zahnputzmittel von sich gab. Das Essgeschirr bestand aus einer Aluminiumschüssel nebst einem Löffel aus dem gleichen Material. Darin bekam man morgens und abend den Malzkaffee und mittags den Schlag Essen. Unsere Jacken und Hosen mußten abends sauber zusammengelegt und übereinander auf ein Hocker gestapelt werden. Zwischen den Päckchen mußten die Löffel gesteckte werden und oben drauf kamen die Schüsseln. Dann wurde dieser Hocker herausgestellt um morgens nach dem Wecken wieder hereingeholt zu werden. Da die Zellen ja immer verschlossen wurden, war das jedes mal ein geräuschvolles Geschließe. Die eigentlich ein Mann Zellen waren für 3 Mann umgebaut, in dem zum Klappbett an der Längstwand der Zelle ein schmales Doppelhochbett unter das Fenster aufgestellt war. Für kurze Zeit waren wir später auch zu viert auf der Zelle. Da wurde eine Art Matratze in die Zelle gelegt die am Tage unter das Klappbett (blieb sowieso immer heruntergeklappt) geschoben wurde. Nach Erzählungen von Mithäftlingen die 1956 schon zum Teil 10 Jahre (von den Russen verurteilt und Tribunale genannt) dort waren, lagen die zeitweilig zu sechs auf der Zelle. Uns, ab 1953 von der DDR verurteilte, nannte man die Artikel sechser.
Gästebuch
10.11.08
Frank Freund
Hallo an alle die diese Zeit miterleben musten wie ich.Nur war ich im Jugendhaus Luckau von 1975-1976 und auch wir mussten in der Produktion mit 17 Jahren Auf Akkort Arbeiten im VEB-Schraubenwerk Finsterwalde.Aber Angst hatten wir damals alle vor Torgau.Ich war 1974 inhaftiert worden und habe erst in der U-Haftanstalt Rummelsburg verbracht auf der Jugendstation 1 in Haus eins.Vieleicht gibt es unter euch einiege die diesen Matyrium ausgestst waren.Meldet eu nur.Frank Freund fh.freund@telfort.nl
Gästebuch
03.11.08
Dieter Heim
Ich war von 07/1969 bis 12/1972 im Jugenhaus Torgau inhaftiert. Was in der JStVE (JVA) Torgau passiert ist, ist typisch für alle Gefängnisse während der DDR-Zeit. Auch diese Zeit ist mit ihren Ereignissen Bestandteil der deutschen (DDR) Geschichte und sollte deßhalb auch mit der gebotenen Sachlichkeit betrachtet werden. Unrecht läßt sich nicht mit polarisierenden und polemischen Aussagen in ein Raster zwängen, denn sie sind leider auch das Ergebnis aller Beteiligten. In den kommenden Monaten werde ich, entsprechend meinen Erinnerungen, meine Zeit in Torgau beschreiben. E-Mail: heim-d@versanet.de
Gästebuch
18.06.08
Manuel Discher
Sehr geehrte Damen und Herren, ich würde sehr gerne wissen ob sich im Fort Zinna noch Frank Hänsgen aufhält, da ich sein leiblicher Sohn bin.
Anmerkung der Redaktion:
Sehr geehrter Herr Discher, bitte wenden Sie sich an die Vollzugsgeschäftsstelle der Justizvollzugsanstalt Torgau, Am Fort Zinna 7, 04860 Torgau, Tel.: (03421) 7450, Fax: (03421) 745241, E-Mail: post@jvato.justiz.sachsen.de
Gästebuch
20.02.08
Klaus-Jürgen Richter
Sehr geehrter Frank Hiob;was hier Stuss ist,ist doch einzig und allein Ihr Kommentar zu so manchen Beiträgen.Ich habe frei nach meinen Errinerungen geschrieben,was ich in Torgau erlebt habe.Wo Sie da eine Begeisterung für Torgau herauslesen,wird wohl Ihr Geheimniss bleiben,oder sie sind der deutschen Sprache nicht in dem Maße mächtig,um meinen Beitrag zu verstehen.Wenn Sie den einen oder anderen ironisch gemeinten Satz als Begeisterung auffassen,so liegt das ganz allein an Ihrer Betrachtungsweise,aber das ist ja nun mal Ihr Problem.Im übrigen wage ich zu bezweifeln,ob Sie auch nur ein Funken Ahnung von dem haben,was sich hinter den Mauern von Torgau abgespielt hat.Wenn Sie in Naumburg waren,kann ich Ihnen mitteilen,das Naumburg gemessen an Torgau ein "Erholungsheim"war.Ach,Sie fragen wie ich darauf komme?Nein?Ich sag es Ihnen trotzdem,weil ich auch Naumburg zu meinem Leidwesen von innen kenne,Haus 1,MEWA 2a.So,nun können Sie das ja wieder als einen Beigeisterungsturm lesen,das ist Ihre Sache.Es würde Ihnen aber gut zu Gesicht stehen,ein weinig Sachlichkeit walten zu lassen,und nur von Dingen zu reden,von denen Sie was verstehen.Mit freundlichen Grüssen Klaus-Jürgen Richter
Gästebuch
20.02.08
Ronny Scherwing
Sehr geehrter Herr Hiob! Was ist mit Ihnen los? Bei allem Verständnis, dass Sie Ihre Vergangenheit aufarbeiten müssen, berechtigt Sie das zu unsinnigen Komentaren über die Beiträge anderer Betroffener?? Wenn Klaus Richter und ich vielleicht andere Erfahrungen in Torgau gemacht haben als Sie, wie kommen Sie dazu uns hier persönlich in einer solchen Art und Weise anzupöbeln? Die Machtkämpfe unter den Gefangenen waren wirklich schlimm. Und offensichtlich soll das jetzt so weiter gehen? War hier der eine mehr Gefangener oder politischer als der andere? Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich manche Ereignisse in meinem Gedächtnis zeitlich verschoben haben, denn immerhin war ich insgesamt 7 Jahre in verschiedenen Haftanstalten zu Gast. Aber was mir und auch Herrn Richter zugestossen ist, können Sie wohl kaum beurteilen, da wir meines Wissens nie zusammen in einer Zelle waren. Also verkneifen Sie es sich bitte in Zukunft, meine Erfahrungen zu beurteilen. Danke!
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12.02.08
Frank Hiob
Hallo Herr Meyer, ich möcht noch erwähnen,dass ich 1974 einen Herrn Jürgen Karow in Naumburg kennen lernte. Wir hatten ausgemacht uns mal zu treffen, wenn wir entlassen sind, ich glaube er kam aus Finsterwalde, es hat leider nie geklappt, ich traf ihn dann wieder in den Transportzellen in Cottbus, das war Anfang 1979, ich kam von der Stasi-U haft in cottbus in den Strafvollzug Cottbus und er ging auf Transport nach Torgau
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12.02.08
Frank Hiob
Hallo Herr Mayer Ich war nicht in Luckau, habe aber einige Freunde die da waren unteranderem Bübi(Gerhard Lück) er wohnte in Binz, mit ihm habe ich mich in Naumburg angefreundet Wir hatten auch weiterhin kontakt ausserhalb der Gefängnisse. In Torgau lernte ich jemanden kennen, Namenes Schimmelpfennig, leider hab ich nie wieder was von ihm gehöhrt, er war ein feiner Kerl, der auch in Luckau war.
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11.02.08
Frank Hiob
Hallo Herr Scherwing und Herr Schubert, mir stellt sich zu Ihren Beiträgen haupsächlich eine Frage, ob Ihre Behauptungen auch bestätigt werden, denn zu meiner Zeit wäre zumindest das gelegendlich Gesprächsstoff gewesen, war es aber nicht, so erlaube ich mir zweifel anzumelden, die ich hoffe, dass Sie sie aus der Welt räumen können, ich wäre Ihnen dankbar, der Bestätigung, Kraft zu geben, oder der Dementierung zu helfen, in der Erwartung konstruktiver Aufarbeitung die Hilfe nicht zu verweigern
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11.02.08
Arthur Meyer patriot@primacom.net
Hallo Frank Hiob, bist Du auch von Torgau nach Luckau und dann nach Ichtershausen verlegt worden. Wenn ja errinnerst Du Dich an Mureck, den langen Jahn, Golz als Mithäftlinge oder an Schillow den Ausbilder der immer gesagt hat - Ich könnte Euch mit den nackten Arsch ins Gesicht springen - . Gruß A. Meyer
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07.02.08
Frank Hiob
Herr Richter Sie scheinen sich mit Begeisterung an Torgau zu erinnern und erzählen viel Stuss, aber wie dem auch sei, ich unterstelle Ihnen mal, dass Sie kein Interesse haben, dass wirklich geschehene mit aufarbeiten zu wollen, ich hoffe, dass Sie sich auch mal konstruktiv äussern werden, danke
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11.01.08
Frank Hiob
1978 im Oktober wurde ich nach 2 Jahren und 3 Monaten als politscher häftling entlassen. Torgau sollte mich ein Stück weit prägen in meinem Hass auf die DDR. Am schlimmsten waren die Machtkämpfe unter den Gefangenen die Grundlage für Hierachie und Nötigungen verschiedenster Art waren.
Anmerkung der Redaktion:
Sehr geehrter Herr Hiob, wir würden gerne Genaueres über Ihre Haftzeit in Torgau erfahren und bitten Sie, Kontakt zu uns aufzunehmen (Tel.: 03421/7739680 bzw. oleschinski@diz-torgau.de). Unter dem Menüpunkt Archiv findet sich ein Fragebogen für Zeitzeugen. Wir bitten ehemalige Häftlinge, unsere Forschungen zur Geschichte der Torgauer Haftstätten zu unterstützen und uns diese Fragebögen zuzusenden oder in Verbindung mit uns zu treten.
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11.01.08
Günter Galetzka
Ich war zwar nicht in Torgau kenne aber einen(Grote,Harald), der extrem darunter litt. Ich glaube es war für ihn die Hölle, und ich denke er leidet heute noch darunter. Du weißt ja Artur ich bin wie jeder Verfolgte völlig unzufrieden, daß die uns damals quälten, von der Bundesrepublik dafür belohnt worden sind. Trotz allem wünsche ich Dir und Deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest. Die VOS Bernburg richtet am 15.12.07 ihre Weihnachtsfeier aus. Ab 15:00 Uhr bist auch Du eingeladen.
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11.01.08
Mattias Schubert
Hallo Ihr alle und ein Hallo an Klaus Jürgen Richter, ich war als 14 Jähriger in den Jahren 1974-76 2,3 Jahre im Fort Zinna Gruppe A3.Diese Zeit Prägte mein gesamtes weitere Leben.Stadion 14 oder 15 war meine erste Erfahrung. Ich freundete mich mit einem anderen Jugendlichen an er hieß Peter Pelka. Diese Freundschaft dauerte nicht lange bis 5 Mitgefangene ihn erschlugen in der Nacht mit Kaputzen auf dem Kopf die sich diese vorher genäht hatten.Einen Teil meiner Haftzeit verbrachte ich dann im Keller (9X 21 Tage) weil ich nur noch Angst hatte und lieber allein war als mit anderen zusammen. Es verfolgt mich diese Knastzeit bis heute und ich bekomme es aus meinem Kopf nicht heraus. Herzlich Mattias
Anmerkung der Redaktion:
Sehr geehrter Herr Schubert, wir würden gerne Genaueres über Ihre Haftzeit in Torgau erfahren und bitten Sie, Kontakt zu uns aufzunehmen (Tel.: 03421/7739680 bzw. oleschinski@diz-torgau.de). Unter dem Menüpunkt Archiv findet sich ein Fragebogen für Zeitzeugen. Wir bitten ehemalige Häftlinge, unsere Forschungen zur Geschichte der Torgauer Haftstätten zu unterstützen und uns diese Fragebögen zuzusenden oder in Verbindung mit uns zu treten.
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11.01.08
Klaus -Jürgen Richter
Durch Zufall und mit Hilfe von Herbert Scherwing gelang ich auf diese Seite.Ich hatte das zweifelhafte "Vergnügen"gleich 4xin Torgau gewesen zu sein,das erste Mal als 16jähriger von 1971-73,zu dieser Zeit gab es in Torgau neben den Erwachsenen Strafvollzug auch ein Jugendhaus.Wenn ich meinem Gedächtniss trauen kann,belegten die Jugendlichen die Stationen 5,6,7,und 8,sowie 14 oder 15.Auf eine der beiden letztgenannten Stationen befanden sich die Schulräume. Station 16 war der sogenannte Kino-oder Fernsehraum.Die zellen auf Station 14 oder 15 waren grosse,wogegen die Zellen auf den Stationen 5-8 kleine waren,in der jeweils 3 Jugendliche lagen.Bis auf die Zeit auf Arbeit bzw.Schule,waren wir ständig unter Verschluss.Ich kann mich noch an einige Namen von Schliessern errinnern,wobei sich ja einige auch "Erzieher"nannten.Da waren Oberleutnant Born und dessen Bruder Obermeister Born.Sie wurden der grosse und der kleine Born genannt.Der Oblt.war mein Sogenannter Erzieher auf der CII.Später wurde ich in die Gruppe C5 verlegt,da war der Erzieher Obermeister Brandmeier,wir nannten ihn Brändy.Das war einer der versiertesten Schliesser,wenn der aus seinem Dienstzimmer kam,steckte sei Zwilling(Schlüssel)schon 6 Zellen weiter im Schloss,mann hatte kaum die Möglichkeit,rechtzeitig aus dem Bett zu kommen,dessen benutzen am Tag verboten war.Ich kann mich noch an Schliesser erinnern,die den einfachen Dienst taten. Es waren Obm.Schmidt,Obm.Wilhelm.Die geläufigsten Bestrafungen waren Häschenhüpf,das auf der 5 begann,die Flügel hatten jeweils 2 Treppen,wir hüpften also von der einen Treppe zur nächsten,die wir dann im Laufschritt hochjagten zur 8.Dort angekommen ging es im Entengang zur nächsten Treppe,und im Laufschritt runter zur 5,wo es von vorn begann.Meistens ging es anschliessend noch zum Duschen.Der Duschraum befand sich auf Station 5.Mann stelle sich die Duschen im Kreis angebracht vor.Im Vorraum wurde das Kalte Wasser angestellt,und wir begannen im Dauerlauf unter den Duschen lang zu laufen.In der Tür stand der Schliesser,und jedesmal,wenn wir an ihm vorbei mussten,gab es eine mit dem Gummiknüppel,war schon ne "lustige Angelegenheit".Wenn jetzt jemand überlegt,wieso ich 4x in Torgau war,muss ich zur meiner Verteidigung sagen,daß ich kein sogenannter Berufsverbrecher war.Verurteilt wurde ich schon als Jugendlicher auf Grund des Paragraphen 213.Von 1975-76 war ich zum 2x in Torgau.Das Jugendhaus befand sich in der Auflösung.Ich kam auf das Komando KFZ-Meissen als Dreher,es wurden Lenkkränze für W50 gefertigt,aber auch Bremstrommeln für Wartburg,Multikar und ROBUR.Hier hiess der Erzieher Leutnant Kalisch.Auch die beiden Borns und so manch anderen traff ich da wieder,unter anderem Auch Lück,der zu diesem Zeitpunkt Hauptmann war,und sich durch körperlich Angriffe auf Gefangene auszeichnete,die wie aus heiterem Himmel erfolgten.Wenn ich jetzt sage,ich habe nichts getan,was eine Verurteilung gerechtfertigt hätte,wird so mancher lächeln.Wer aber das Strafgesetzbuch der DDR kannte,weiss,daß es den Paragraph 44 gab.Der besagte,das ein Vorbestrafter,sollte er sich wieder eines Vergehens schuldig machen,nicht unter einem Jahr,bei einem Verbrechen nicht unter drei Jahren bestraft wird.Ich muss dazu sagen,das ich bis 1985 nicht im Besitz eines Personalausweises war,sondern nur den sogenannten PM 12 besaß,und staatlicher Kontrollmaßnahmen unterlag.Hierführ gab es wieder den Paragraphen 48.Aber das führt alles zu weit jetzt.Die Zeit in den siebzigern war in Torgau sehr hart,Briefe durften nur einer pro Monat geschrieben werden, der den umfang einer DIN A 4 Seite nicht überschreiten durfte.Besuch gab es alle 2 oder 3 Monate,das weiss ich nicht mehr so genau.Die Dauer betrug jeweils 30 Minuten.Packete war eine Kannbestimmung. Ich kann mich an ein Ereigniss errinnern wo ein Gefangener im Arresttrackt zu Tode geprügelt wurde.Man schlug ihn zusammen,und liess ihn liegen.Am anderen Morgen war er tod,weil mann ihm die Nieren locker geschlagen hat.Es erfolgte seitens der Anstaltsleitung lediglich die Versetzung der Beteiligten auf den Turm. Dann gab es da den Oberleutnant Scholz,seineszeichens Erzeiher bei Elmo. Bei einem Stubendurchgang fiel seine Truppe mal durch.Da liess er sie alle Antreten,und mit Hocker und Rasierzeug auf den Hof bringen.Dort standen sie eine ganze Weile sramm,und mussten sich dann rasieren.Das alles wäre ja noch sehr lustig,aber es war Winter,und bitter kalt.Zum 3x war ich von 1980-81 in Torgau,es war wieder die Mindeststrafe des Paragraphen 44.Diesmal war der Erzeiher Hauptmann Kunstmann,er war eigentlich wenn mann so will,sehr menschlich.Zum 4 und letztem mal war ich von 1983-85 in Torgau,der Erzieher hieß diesmal Oberleutnant Müller.Die Haftbedingungen hatten sich gelockert,mann konnte im Bett liegen,Skat-spielen war erlaubt.Ich konnte einfach nicht mein Maul halten.Es hatte aber den Vorteil,daß ich jetzt endlich einen richtigen Ausweis bekam,und keiner Kontrolle mehr unterlag. Abschliessend Möchte ich noch die beiden Stasi-Hauptmänner Strauchmann und Fischer erwähnen.Ersterer gab uns des öfteren zu verstehen,daß wir in seinen Augen keine Menschen sind,und auch dementsprechend behandelt werden müssen. Mann spricht heute immer über die drei B,s,Bautzen-Brandenburg-Bützow oder Waldheim.Meiner Meinung nach muss hier Torgau unbedingt mit genannt werden,den von den Haftbedingungen war Torgau der schlimmste. Klaus-Jürgen Richter
Anmerkung der Redaktion:
Sehr geehrter Herr Richter, wir würden gerne Genaueres über Ihre Haftzeit in Torgau erfahren und bitten Sie, Kontakt zu uns aufzunehmen (Tel.: 03421/7739680 bzw. oleschinski@diz-torgau.de). Unter dem Menüpunkt Archiv findet sich ein Fragebogen für Zeitzeugen. Wir bitten ehemalige Häftlinge, unsere Forschungen zur Geschichte der Torgauer Haftstätten zu unterstützen und uns diese Fragebögen zuzusenden oder in Verbindung mit uns zu treten.
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27.12.07
A.Meyer
Hallo Ronny und an die Stiftung, ist in diesem Fall eine Untersuchung bezüglich des Toten vorgenommen wurden. Nach Aussage von Ronny hört sich das wie mindestens ein Mord durch schwere Körperverletzung an. Ronny ich habe Deine Nachricht abgespeichert und werde sie der Staatsanwaltschaft und Medien übermitteln. Anhand Deines Verlegedatums kann man Dienst - und Transportpläne ermitteln. Frohe Weihnachten an Euch A.Meyer
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25.12.07
Ronny Herbert Scherwing
Wie jedes Jahr,sitze ich hier und bin traurig Ich war in einzelhaft,weil ich von der stasi kam,war ich im keller,, die ganze nacht,haben sie neben mir in der zelle einen menschen gebrügeld, ganz früh ging ich auf transport, stand mit dem gesicht an der wand, und habe den toten gesehen,,, Er ging mit mir auf transport, Es war Weihnachten Ronny,, Es war in Torgau ,,,,,,,
Gästebuch
30.07.07
Kerstin Kuzia
Ich möchte mich bei allen Gästebucheinträgern und vor allem bei der Stiftung für diese Seiten bedanken !! Auch ich verbinde mit dem Wort Torgau nur Horo und Panik da ich 1984 in dem Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau war. Heute nach fast 25 Jahren, meine Söhne sind teilweise schon selbstständig fange ich mit der Aufarbeitung in einer Therapie an und muss sagen das mir diese Seiten hier sehr helfen überhaupt darüber zu reden. Denn jetzt habe ich das Gefühl das mir jemand glaubt und ich nicht dran schuld war, was uns ja immer eingeprügelt wurde. Bitte liebe Stiftung macht weiter mit Eurer Aufarbeitungs-Geschichte denn sie hielft den Betroffenen endlich den Mut zu finden, über den Gedanken man ist nicht allein damit,daran zu arbeiten und es endlich zu beareiten damit man endlich wieder schlafen kann und Ruhe im Kopf bekommt. Mit diesen Alphträumen und Ängsten. Danke Kerstin
Gästebuch
29.05.07
Paul Steinbach
Nach dem Ableben meiner Mutter habe ich erste Spuren meines Vaters gefunden.Er soll im Januar 1945 in Torgau als "Fluechtiger der Wehrmacht" "verstorben" sein.Er war luxemburger und hiess FERDINAND. Kann mir jemand dabei weiterhelfen ? Ich moechte etwas mehr ueber meinen Vater wissen .Ich bin jetzt 63.Sowas darf nie wieder geschehen
Gästebuch
23.05.07
Ursula Fritz
Ich wollte diese Seiten hier nicht verlassen, ohne ein paar Zeilen zu hinterlassen, ich sehe es als eine persönliche Verpflichtung an zu sagen, den Zeitzeugen von diesem Martyrium zu danke für den Einblick. Die kommenden Generationen - unser Kinder und Enkel - muß wachgehalten werden, durch Erinnern, damit sie die notwendigen Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Ursula Fritz.
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30.11.06
Arthur Meyer patriot@primacom.net
Endlich hat jemand zu dieser Seite gefunden. Danke dir Kamerad, jetzt kann auch jemand das bestätigen, was ich über Torgau schreibe und jetzt weiter tun werde und bitte diese Seite immer wieder weiter empfehlen. Danke, Danke und nochmals Danke Arthur Meyer
Gästebuch
27.11.06
Herbert "Ronny" Scherwing
Gruß an Arthur Meyer. Von Oktober 74 bis April 76 verlief mein Leben nach den Vorstellungen des "Fürsten von Torgau", Oberstleutnant Lück. Inzwischen habe ich erfahren, daß dieser Unmensch verstorben ist. Meine Trauer hält sich in Grenzen. Vielleicht sind wir uns mal über den Weg gelaufen beim Drill, dem wir dort ausgesetzt waren. Ich war damals 20 Jahre alt und kam gerade aus dem Jugendwerkhof. Bis ich 81 endlich ausreisen durfte, habe ich nur sehr wenig Zeit in Freiheit verbringen dürfen, denn erst einmal als "Geschwür am Arsche des Proletariats" erkannt (Zitat eines Richters aus Rostock!) mußte unbedingt verhindert werden, daß ich den Bazillus des Freiheitsdrangs verbreite! Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut, mir das ganze Elend nochmals anzuschauen, aber irgendwann nach meiner Rehabilitierung muß ich das in Angriff nehmen. Viele Grüße, falls Lust auf Kontakt besteht, Steingeier@web.de, wäre bestimmt interessant.
Gästebuch
30.10.06
Arthur Meyer wie-neu@freenet.de
Nein stark sein muß ich nicht. Obwohl ich seit damals Jahrelang danach in keinerlei Justiz Vertrauen hatte. Warum auch, all das Vertrauen in Gerechtigkeit ist in kürzester Zeit, wie Sturm hinweggefegt worden. Das Märchen Gerechtigkeit wird für jene die in den Klauen der Mächtigen geraten zu einem Alptraum. Zu einen Horrer dessen mächtige und brutale Krallen tief in deine Seele eindringen und die Bestie Kommunismus im Namen des Volkes die Diktatur des Proletariats an dir vollstreckte, um den Geist jener zu brechen die anders waren als die anderen oder jene die sich nicht wagten zu widersetzen. Hier heute und jetzt geht das Tor, das ich damals nicht von aussen sah. Während ich mit Herrn O. durch die Kontrolle gehe, kriecht in mir ein trotz der warmen Temperatur ein eisiges Gefühl in mir auf, wie damals in der ersten Januarwoche 1975 ....
Gästebuch
26.10.06
Arthur Meyer wie-neu@freenet.de
Über 11000 Tage später nach Fort Zinna ! ________________________________________Nach mehr als drei Jahrzehnten,heute am 25.10.2006 hatte ich die Gelegenheit an den Ort als Besucher einkehren zu dürfen, der mir ein Abschnitt meiner Jugend genommen hat. Fort Zinna (ich kenne es aus meiner Zeit als Festung Troja - einfach unüberwindbar) eine Festung die ich heute zum ersten Mal als freier Mensch betreten und verlassen durfte. Die Hinfahrt nach Torgau von meiner Geburtsstadt Staßfurt war verhältnismäßig lang wohl weil ich schon mit gemischten Gefühlen in mein Auto gestiegen bin und eine deutlich längere Strecken gefahren bin als notwendig war aber irgendwie war das Automatisch einfach unabsichtlich. Meine Erinnerungen an Fort Zinna waren lauter im Kopf als die Musik meiner Tochter aus Ihrem MP3 Player, den sie mir liebevoll mit ihrer Lieblingsmusik für weiten Weg mit gab und der kindlichen Bemerkung, Papa damit es dir nicht langweilig ist. Na ja mit acht Jahren war meine Gedankenwelt auch so wunderschön kindlich unbedarft und Papa sagen zu dürfen zu meine Papa, war das letzte Mal in der ersten Januarwoche 1975 im Untersuchungsgefängnis Halberstadt. Danach wurde es mir vom Schicksal für alle Zeiten verwehrt. Ich hätte nie gedacht, das wenn man seine eigene Zeitmaschine Erinnerung anschaltet und sich darauf konzentriet, so das Bilder, Momente entstehen und mit ihnen eine Flut von Gefühlen die auch einen Mann, wie mich das Salzwasser der Seele in die Augen fließen läßt aber hier hier im Auto muß ich nicht stark sein wie seiner Zeit in Fort Zinna.
Gästebuch
09.10.06
Arthur Meyer wie-neu@freenet.de
Es ist bedauerlich so wenig Einträge im Gästebuch zu lesen und macht mich betroffen. Ich war als jugendlicher politischer Gefangener von Januar 1974 bis Frühjahr 1975 im Zuchthaus Fort Zinna. Das war eine Zeit die man nicht vergessen kann insbesondere wenn man die Aufmerksamkeit von Leutnant Raschke (OKS Offizier für Kontrolle und Sicherheit - MFS Ministerium für Sadismus an Menschen ) erregt hatte. Dieser Mann hielt mich für ein Spion des Westens ( war gerade mal 17 geworden ).Seine Verhöre waren nicht einfach für mich aber ich habe mich nie aufgegeben für diese Monster in Menschengestalt. Mein erster Arbeitslohn für ein Monat im Schichtdienst waren ca. 8.50 Mark und durfte noch nicht mal kaufen was ich wollte. Der Arrestkeller war auch kein Vergnügen in diesen wie Tigerkäfige aussehenden Zellen mit Urinrinne und Betonplatte auf dem Boden mit einem Holzbrett belegt.Ich errinnere mich viereinhalb Schritte lang und zweieinhalb Schritte breit und hat man die Hand hochgestreckt war man an der Decke mit spärlichem Lampenlicht und Rauhputz an den Wänden und vergitterten Glasbausteinfensterchen und die Schreihe und das Weinen anderer da unten. Nichts und Niemand dort konnte mich brechen auch die Verlegung ins Jugendzuchthaus Luckau und ins Jugendzuchthaus Ichtershausen nicht denn ich habe bis heute mein Oppertunismus bewahrt. Schade das die Menschen den Schmerz und die Leiden anderer vergessen und nicht wahr haben wollen. Vergeben gehört zur Güte Vergessen zur Ignoranz.
Gästebuch
22.04.05
Heinz Biro (H.Biro@t-online.de)
Von 1962 - 1965 befand ich, mich als politischer Häftling in der Strafvollzugsanstalt Torgau. Währed dieser Zeit gab es zwei Fluchtversuche. Die Gefangenen wurden bis zum Mittag wieder gefaßt und körperlich misshandelt. Der Oberleutnant "Froschauge"(Spitzname) könnte mit Sicherheit detaillierte Angaben zu diesem Vorfall machen. Was ist eigentlich aus den ehemaligen Bewachern geworden ? Gab es Ermittlungsverfahren und Verurteilungen ? Ich habe ernsthafte Zweifel daran.
