Projektarbeit

»Augen sagen mehr ...« / Gestalten einer Gedenktafel

Die Teilnehmer wählen aus verschiedenen Augenpaaren von Opfern der nationalsozialistischen »Euthanasie« eines aus, welches sie besonders anspricht. Anschließend begeben sich die Teilnehmer innerhalb der Gedenkstätte auf Spurensuche nach dem Augenpaar und der zugehörigen Biografie.
Anhand der Opferbiografie und von Quellen setzen sich die Teilnehmer mit dem individuellen Lebenslauf und Schicksal der Person auseinander. Im Anschluss daran entwerfen sie mit Hilfe von verschiedenen Materialien und Werkstoffen eine Gedenktafel, die an dieses Opfer erinnert und dessen Persönlichkeit hervorhebt.
In einer abschließenden Präsentation werden die einzelnen Menschen und die Gedenktafel vor der ganzen Gruppe vorgestellt.
Ab Klasse 8
Dauer: ca. 2 h

Von der Ausgrenzung zur Vernichtung.
»Euthanasie« inmitten der nationalsozialistischen Gesellschaft

Das Projekt vertieft die bei der Einführung erläuterten Informationen zur nationalsozialistischen Propaganda gegen psychisch kranke und behinderte Menschen, zu den Tätern in der Tötungsanstalt und zum Verhalten der Öffentlichkeit. Zudem wird die Perspektive der Opfer und ihrer Angehörigen an individuellen Beispielen verdeutlicht.
Dabei geht es stets um die grundsätzliche Frage, wie die »Euthanasie«-Mordaktion letztlich mitten in der deutschen Gesellschaft stattfinden konnte und welche Verantwortung den Einzelnen als Akteure oder Mitwissende zukam.
Ab Klasse 9
Dauer: ca. 2 h

Diskussionsstationen

Die Teilnehmer setzen sich an verschiedenen Stationen mit diskussionswürdigen Fragen zur nationalsozialistischen »Euthanasie« sowie zu aktuellen Fragen des Umgangs mit psychisch kranken und behinderten Menschen, sowie bioethischen Debatten auseinander. Dabei werden sie kreativ tätig und gehen mit ihren Beiträgen aufeinander ein. Die Ergebnisse dienen als Grundlage einer Diskussionsrunde.
Ab Klasse 9
Dauer: ca. 2 h

Die nationalsozialistische »Euthanasie«: Täter und Opfer

Die Teilnehmer erarbeiten anhand authentischer Dokumente Biografien von Menschen aus verschiedenen Opfergruppen und von Tätern sowie den juristischen Umgang nach dem Krieg mit diesen Ärzten. Im Zentrum steht dabei die Einordnung dieser Biografien in den entsprechenden historischen Zusammenhang.
Ab Klasse 11
Dauer: ca. 2 h

Diskussionsrunde: »Weitere Fragen stellte ich nicht mehr.« Zum Verhalten der Schwestern und Pfleger in der zweiten Phase der NS-»Euthanasie«

In vier Kleingruppen setzen sich die Teilnehmer mit verschiedenen Sichtweisen auf das Verhalten der Schwestern und Pfleger, die sich an der Mordaktion an Patienten mit Medikamenten in Psychiatrien und Behinderteneinrichtungen beteiligt haben. Im Plenum werden die Meinungen zunächst referiert und in der anschließenden Diskussion kritisch hinterfragt.
Ab Klasse 11
Dauer: ca. 2 1/2 bis 3 h

Arbeit an der Gedenkspur

In Kooperation mit dem Pirnaer Verein Aktion Zivilcourage lädt die Gedenkstätte ihre Besucher ein, die Gedenkspur fortzusetzen und zu pflegen. Sie erinnert an die 13720 geistig behinderten und psychisch kranken Menschen sowie an die 1031 Häftlinge aus Konzentrationslagern, darunter auch zahlreiche jüdische Bürger, die in den Jahren 1940/41 von den Nationalsozialisten auf dem Sonnenstein ermordet wurden. Für jedes Opfer wird ein buntes Kreuz auf den Weg gesprayt. Die Gedenkspur verbindet das Zentrum der Stadt Pirna mit dem Ort der NS-Verbrechen und symbolisiert die kaum vorstellbare Zahl der Opfer.
Dauer: ab 3 h
Bitte Arbeitskleidung mitbringen

Das ausführliche Pädagogische Angebot der Gedenkstätte können Sie sich hier herunterladen: Pädagogisches Angebot

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