05.10.09
Erich Wollenberg
Erinnerungen an Bautzen verblassen nicht
Ich war von 70-72 in Bautzen inhaftiert und sollte eigentlich min 10 Jahre dort bleiben, wie es sich der Staatsanwalt wünschte. Nach wie vor konnte ich nicht dort hin fahren.......ich schaffte es vom Kopf her nicht. In Zukunft werde ich es aus gesundheitlichen Gründen auch nicht mehr können. Ich wünsche den Ehrenamtlichen und Festaangestellteten Mitarbeitern des Museum bei Ihrer Arbeit viel Erfolg. Bitte hören Sie nicht auf über die Ungerechtigkeiten zu berichten aber Vergessen Sie auch nicht die Guten Ereignisse. ich erinnere mich gern daran das wir beim Voleybalspiel manchmal vergassen wo wir eigentlich sind.....aber man hat uns zur Not schnell daran erinnert. Es gab sone und solche Polizeimeister die einen meinten das sie sich besonders hervortun konnten in dem sie über das verlangte hinaus härte zeigten zur Not auch mit dem Gummiknüppel während es auch solche gab die mal ein Stück Brot zusätzlich besorgten zu mindest für uns Heizer.! Ich werde oft gefragt ob es denn nicht langweilig war auf Einzelzell ? Wir wurden mit Arbeit gut versorgt langeweile kam nicht auf eher Erschöpfung besonders in der Heizperiode mußten wir ja auch noch die Haushandwerkerarbeit schaffen.Und wir haben sehr viel damals umgebaut...... Am ersten November wurde ich in arbeitsunfähigem Zustand mit gebrochenem Fuß entlassen der nicht versorgt wurde sogenannte Talusabsprengung erlaubt ja noch wenn auch mit Schmerzen zu gehen.....ich hab heute noch Probleme damit.
