11.07.07

Manfred Eger ,Coburg ,Deyßingstraße 12 e-mail: manfred.eger@t-online.de

Am 6.7.07 waren wir mit Freunden in der Gedenkstätte und haben in Ruhe die vielen Räume und aufschlußreichen Hinweise und Dokumente studiert.Besonders berührt hat mich die Ausstellung über das Speziallager,da ich ja selbst vor unserem Transport nach Mühlberg am 7.10.1945 ,n BZ I Gefangener war. Ich habe mir das Buch über dieses Speziallager gekauft und auch schon gelesen. Unser Transport ist darin nicht erwähnt. Anschließend waren wir noch in der Gedenkstätte auf dem Karnickelberg. Da kamen mir die Erinnerungen wieder. Als wir am 21.09.1945 dort angekommen waren,konnten wir von dem Gebäude aus,wo wir "gefilzt" worden sind in Richtung Spree blicken und die zur Verteidigung angelegten Schützengräben vom April 1945 waren noch deutlich auszumachen.....Es wurde dann im Lager erzählt,die Toten des Lagers würden dort in den Gräben ihre letzte Ruhe finden. Eine plausible Erklärung,denn man konnte sich das Ausheben von Gräbern sparen.Sicher gibt es Möglichkeiten durch Luftaufnahmen dieses Verteidigungssystem nochmals aufzuspüren,denn die nur 248 gefundenen Toten am Karnickelberg sind nur ein Bruchteil. Ich hatte schon früher einmal Kontakt mit der Gedenkstätte und bitte diese Anregung zu prüfen.

Anmerkung der Redaktion:
Sehr geehrter Herr Eger, es stimmt, auf dem Karnickelberg sind mit 248 gefundenen Toten nur ein kleiner Teil der Toten des Speziallagers geborgen worden. Die Idee weitergehender archiologischer Forschungen steht auch auf unserer Wunschliste, aber leider sind solche Untersuchungen sehr teuer und wir verfügen im Moment nicht über ausreichende Mittel.

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