24.01.08
Erich Wollenberg "Willi"
ja wie beginne ich es ist nicht so einfach...\r\nirgendwann im frühjahr 1970 kamm ich nach einem Transport im \"Barkas\" von \"Berlin Magdalehnenstrasse\" wo ich ca 8 Monate in U-Haft beim Mfs war.\r\nWas hatte ich getan ... ich konnte es nicht ertragen 1968 als DDR-Grenzsoldat Ufw \"diensthundestaffelführer\" zur Tschechoslowakei geschicktn zu werden ....\r\nbis dahin habe ich Militärdienst als eine Art Sport empfunden........\r\nnach dem ich erfolgreich geflüchtet war habe ich meine frau nachholen wollen....\r\nErgebnis : 10 Jahre wegen Fahnenflucht,Spionage und sammeln von Nachrichten verurteilt.......\r\nIch habe nur kurz für die ESGO gearbeitet und war dann in Einzelhaft und als Heizer sowie Haushandwerker ( ich bin Maurer) beschäftigt ich habe fast alle Zellen umgebaut auf Spül- toiletten.......\r\nDurch dire grosse Amnestie habe ich mit vielen anderen z.Teil auch Krimminellen im Sinne der Bundesdeutschen Rechtsprechung am 1.11.1972 in Hof freiheitlichen Boden betreten.\r\nNach dem Wiedereingliederungsverfahren in Gießen kam ich nach Hamburg... dort begann das sogen. Wiederaufnahmeverfahren bei der Oberstaatsanwaltschaft Hamburg mit dem Ergebnis, das von den 10 Leuten die mit mir zugleich dort ankamen nur zwei als zu unrecht Verurteilte und somit als anerkant politisch Verfolgte anerkannt wurden. Ich war einer davon mit meinem\r\nKameraden \"Gerd\" das heist von 10 angeblich politischen waren nur wir zwei \"Bautzener\" wirkliche politische...\r\nEs wurden meines Wissens auch längst nicht alle \"Politischen\" wie bei dem innerdeutschen Abkommen verlabngt damals entlassen worden .....\r\nIch hatte das alles vergessen bis die Stasifuzis sich ab dem Mauerfall 1989 sich allmählich in Europa verteilt haben .......jetzt träume ich wieder von Dunkelhaft ,Schrankzelle und Stasivernehmungen etc.... manchmal kann ich nicht konzentriert arbeiten.........\r\nich weiss nicht ob es mir möglich sein wird diese Gedenkstätte einmal aufsuchen zu können ... ich habe Angst...\r\ngruß wolle
Anmerkung der Redaktion:
Jedes Jahr treffen sich ehemalige Häftlinge aus Bautzen II. Mit ihnen könnten Sie sich über deren Erfahrungen austauschen. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an info.bautzen@stsg.smwk.sachen.de.
