10.08.11
Klaus Gold
Jugendhaus Luckau
Hallo, habe den Beitrag von Rainer durch Zufall entdeckt und wollte ihm mal meine Geschichte zu dem Zuchthaus erzählen. Ich war im Jahr 1967 da wegen sog. versuchtem Grenzdurchbruch und habe die Hölle erlebt. Die ganze Quälerei und Schikane trieb mich in den Suizid, den ich überlebte und sofort nach Gräfentonna verlegt wurde. In Luckau hat man mir während des Arrest einfach einen Backenzahn gezogen - einfach nur mal so weil ich in dem Kellerloch der Arrestzelle randaliert hatte. Da gab es einige Schließer (Erzieher) die in ihren Löffelhosen aussahen wie SS-Männer und sich auch so benahmen. So viel Schläge wie ich da bekommen habe, erlebte ich mein Lebenlang nicht. Gearbeitet habe ich dort für Sternradio Berlin und musste Autoradiogehäuse entgraten und Kabelenden löten. Die Nahrung war der reinste Fraß. Die Schikanen nach "Einschluss" waren die Hölle. Jeden Tag das Gleiche Spiel. Schon wenn ich das Wort Luckau höre, bekomme ich die Krise. Nie in meinem Leben werde ich den Ort betreten - NIE !!! Heute bin ich 61 und damals war ich gerade mal 18 Jahre und habe mit so etwas nicht gerechnet. 34 Monate die mein Leben veränderten und die mir keiner zurück gibt. Gruß an alle Klaus Gold
