Führungen
1. Einführungsfilm und Überblicksführung
Dauer: 2 Stunden
Einführungsfilm zur Geschichte beider Bautzener Haftanstalten in der NS-Diktatur, der sowjetischen Besatzungszeit und unter dem DDR-Regime. Anschließend findet ein Rundgang durch das Hafthaus Bautzen II und die Ausstellungen statt.
2. Speziallager Bautzen. 1945-1956
Dauer: 1 ½ Stunden
In Bautzen I („Gelbes Elend“) wurden unter unmenschlichen Bedingungen Gegner der sowjetischen Besatzungsmacht, aber auch kleine und mittlere nationalsozialistische Funktionsträger inhaftiert. Im Rundgang durch die Ausstellung wird über die historischen Hintergründe und das Leben im Lager berichtet. (Einsatz eines Zeitzeugenfilms sowie Besuch der Gräberstätte Karnickelberg möglich.)
3. Stasi-Gefängnis Bautzen II. 1956-1989
Dauer: 1 ½ Stunden
In Bautzen II inhaftierte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ausgesuchte politische Häftlinge der DDR. Der Rundgang führt durch das Hafthaus und die Außenanlagen. Es werden die Besonderheiten des Strafvollzuges in Bautzen II, der Haftalltag und Einzelschicksale präsentiert.
4. Walter Kempowski im Speziallager
Dauer: 1 ½ Stunden
Walter Kempowski wurde 1948 aus politischen Gründen von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und war lange in Bautzen inhaftiert Der Schwerpunkt der Führung liegt auf der Haftzeit Kempowskis im Speziallager Bautzen. Anhand einer Zusammenstellung von Zitaten – Schwerpunkt „Im Block. Ein Haftbericht“ – Zeichnungen und Filmausschnitten wird die Leidensgeschichte der Schriftstellers während seiner Haft 1948 bis 1956 beleuchtet. Neben diesen biografischen Inhalten wird auf die Geschichte des Speziallagers Bautzen eingegangen.
Weitergehende Informationen zur Literarischen Führung
5. Spurensuche
Dauer: 2 Stunden
Die „Spurensuche“ verbindet Projektarbeit mit einem geführten Rundgang durch die ehemalige Stasihaftanstalt Bautzen II. Zur Einführung sehen die Gruppen den Film „Geschichte der Bautzener Gefängnisse“. Einzeln oder in Kleingruppen können die Teilnehmer anschließend den historischen Ort erkunden und mit ihren Sinnen wahrnehmen. Die Besucher wählen selbst die für sie besonders interessanten, unerklärlichen und spektakulären Orte aus. Mit dem pädagogischen Begleiter werden die markierten Orte aufgesucht und Fragen beantwortet. Gleichzeitig rückt er die Inhalte in den historischen Kontext. Die Präsentation von Objekten und Fotos vertieft die Berichte. Das Projekt „Spurensuche“ stärkt die Auseinandersetzung mit Menschenrechten, den Mechanismen von Ausgrenzung und Abwertung von Menschen sowie Demokratie. „Spurensuche“ ist besonders für Gruppen geeignet, die über kein historisches Grundwissen verfügen.
