Wanderausstellungen der Gedenkstätte Bautzen
► Der Fall Gross. Ein Fluchtversuch im Kofferraum von Ost nach West
► Gewalt hinter Gittern. Gefangenenmisshandlungen in der DDR
► Der weiße Strich. Vorgeschichte und Folgen einer Kunstaktion an der Berliner Mauer
Der Fall Gross. Ein Fluchtversuch im Kofferraum von Ost nach West |
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Ende 1973 lernen sich das Mädchen aus dem Osten und der junge Koch der Schweizer Botschaft kennen. Unbedingt möchte Peter seiner Freundin die ihr unbekannte Seite Berlins zeigen. Sein Mini Cooper mit den Regierungskennzeichen passiert mühelos die Grenze – mit Christa im Kofferraum. Das Lichtermeer im Westteil der Stadt lässt alle Anspannung abfallen und das Paar verbringt einen unbeschwerten Abend auf der anderen Seite der Mauer. Am nächsten Tag kehren beide nach Ost-Berlin zurück. Aber sie möchten noch einmal auf dem Ku’damm frei sein. Der zweite Ausflug endet für das Paar in der Katastrophe. Die Mauer teilte nicht nur die Stadt Berlin, sondern auch Menschen, die zueinander gehörten. Der Versuch, dieses trennende Bauwerk zu überwinden, bedeutete für viele jahrelange Haft im Stasi-Gefängnis Bautzen II. |
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Ausstellungsdaten (kompakt als ►PDF):
Kontakt: Gedenkstätte Bautzen Telefon 03591 40474 |
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Gewalt hinter Gittern. Gefangenenmisshandlungen in der DDR |
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Prügel, Schlafentzug, Isolationshaft – physische und psychische Misshandlungen gehörten in den Gefängnissen der DDR zum Alltag. Ob Untersuchungshaft oder Strafvollzug, der Allmacht des Gefängnispersonals waren kaum Grenzen gesetzt. Nach dem Ende der DDR wurden zwar Tausende Ermittlungsverfahren gegen Gefängniswärter eingeleitet, doch nur zwei mussten ins Gefängnis. Die Sonderausstellung, die gemeinsam von den Gedenkstätten Bautzen und Berlin-Hohenschönhausen erarbeitet und von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziell unterstützt wurde, dokumentiert die brutale Gewalt in DDR-Gefängnissen. Sie gibt Tätern und Opfern ein Gesicht – und zeigt auch das Versagen des Rechtsstaats bei der Aufarbeitung. Leidtragende sind bis heute die ehemaligen Häftlinge. |
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Kontakt: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen Gedenkstätte Bautzen |
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Der weiße Strich. Vorgeschichte und Folgen einer Kunstaktion an der Berliner Mauer |
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»Ist das Kunst?« fragten sich im November 1986 Grenztruppen und Staatsicherheit, als fünf maskierte junge Männer einen weißen Strich auf die Westseite der Berliner Mauer malten. Die Entscheidung fiel schnell: Der weiße Strich war hoch gefährlich. Frühere Mauerkunstwerke wie von Thierry Noir oder Keith Haring wurden ab den 1980er Jahren zu touristischen Attraktionen und ließen das Symbol des Kalten Krieges für die West-Berliner zum belanglosen Alltag werden – zum Wohlwollen der DDR-Führung. Der weiße Strich aber war keine Kunst, er war eine Provokation. Mit ihm machten die jungen Mauermaler den »antifaschistischen Schutzwall« und seine unmenschliche Funktion wieder sichtbar. Die gemeinsame Wanderausstellung der Gedenkstätte Bautzen und der Gedenkstätte Berliner Mauer dokumentiert eine nun erstmalig jene Kunstaktion, die für einen der Beteiligten auf tragische Weise in der Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II endete. Fotografien, Dokumente, Fernsehberichte und Interviews mit den Malern erzählen von der Kunstaktion und von ihrer Vorgeschichte. Es ist auch die Geschichte von fünf Freunden, die sich als jugendliche Punks im sozialistischen Weimar kennenlernten. Und noch mehr: Verhaftung und Freikauf, Spitzel unter Freunden, Ausreise, West-Berlin und der weiße Strich, eine unbekannte Fotografin, versteckte Mauertüren und schließlich Bautzen II – ein filmreifer Stoff, der auch in einem die Ausstellung begleitenden Buch beschrieben wird. Kontakt: Gedenkstätte Bautzen
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